(de) fda-ifa: Wider die rechten Aufmärsche in Karlsruhe - Pressemitteilung zum Naziaufmarsch am 03.09.2016 von libertäre gruppe karlsruhe

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Mon Sep 5 12:06:18 CEST 2016


Die Gruppierung "Karlsruhe wehrt sich" um Ester Seitz ruft für den 03.09.2016 erneut zu 
einer Demonstration durch die Karlsruher Innenstadt auf. ---- Als Redner*innen werden 
Ester Seitz, Alois Röbosch, Ignaz Bearth und Markus Beisicht genannt. ---- Alois Röbosch 
war in der Übergangsphase Anmelder der Demonstrationen in Karlsruhe. Er ist 
Landesvorsitzender der Republikaner in Rheinlandpfalz. ---- Ignaz Bearth trat schon in der 
Vergangenheit als Redner auf Karlsruher Nazidemonstrationen auf. Er war Mitglied der 
rechtsradikalen Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) und ist Mitbegründer und 
Präsident der rechten Direktdemokratischen Partei Schweiz. Weiterhin gilt er als direkter 
Unterstützer der faschistischen ungarischen Jobbik-Partei.

Zum ersten Mal darf Markus Beisicht von Pro NRW seine Reden schwingen. Beisicht ist als 
Anwalt der rechten Szene bekannt und hegt rege Kontakte unter anderem zur NPD. Erst im 
August wurde er aus dem Verein Pro Köln ausgeschlossen. Der Verein dazu:

"Die Bürgerbewegung PRO KÖLN hat am 19. August in einer Mitgliederversammlung den 
ehemaligen Vorsitzenden Markus Beisicht wegen anhaltendem, grob vereinsschädigenden 
Verhalten und zahlreichen weiteren Satzungsverstößen ausgeschlossen. Der einstimmige 
Beschluss erfolgte u.a. wegen Beisichts fortgesetzter Zusammenarbeit mit NPD-Kadern und 
anderen Rechtsextremisten."

Ester Seitz wiederum war in der Sommerpause weiter aktiv. Ein Debakel erlebte sie bei 
ihrer Kundgebung gegen eine Demonstration von Erdogan-Anhänger*innen, auf der neben 
Betrunkenen Teilnehmern und Ordnern auch bewaffnete Personen zu einem frühen Ende der 
Veranstaltung führten.

Weitere Kontaktpflege betrieb sie offenbar zum "Bündnis Deutscher Patrioten" und zur 
neonazistischen Kleinstpartei "Die Rechte", bei der sie im August einen weiteren 
Gastauftritt verbuchen konnte. Auch Jan Jäschke, Landesvorsitzender der NPD in 
Baden-Württemberg kündigt erneut sein kommen an, nachdem er bei der letzten Demonstration 
das Fronttransparent tragen durfte.

Diese Unterstützung treibt ihren Größenwahn sichtlich voran. Alle zwei Wochen sollen die 
Aufmärsche wiederholt werden.

Mit Fackeln, Fahnen, die sich auch im weiteren Sinne auf Deutschland beziehen und einem 
"Rapper" wird auch an diesen Tagen die nationale, völkische Einheit beschworen und der 
Traum vom Großdeutschen Reich geträumt.

"Wir werden uns auch weiterhin jeden rassistischen, nationalistischen und völkischen 
Umtrieben entgegenstellen", so Petra Schwarz, Pressesprecherin der Libertären Gruppe 
Karlsruhe. "Da der Gemeinderat seine Resolution gegen Naziaufmärsche im Stillschweigen 
aufgekündigt hat und damit zeigt, dass von dieser Seite kein Interesse besteht dagegen 
vorzugehen, liegt es an den Bewohner*innen Karlsruhes dies selbst in die Hand zu nehmen. 
Daher rufen wir Alle auf, sich am Flohmarktstand des Antifaschistischen Aktionsbündnisses 
zu Informieren und sich an der Kundgebung auf dem Stephanplatz am Samstagabend zu beteiligen."

Zur Info:

Am Samstag wird es einen Infostand auf dem Flohmarkt auf dem Stephanplatz geben.

Ab 18 Uhr ist ebenfalls auf dem Staphanplatz eine Kundgebung angemeldet.

Nutzt dies als Anlaufpunkte.

Seide kreativ und entschlossen!

Naziaufmärsche blockieren, sabotieren, verhindern!

https://fda-ifa.org/wider-die-rechten-aufmaersche-in-karlsruhe-pressemitteilung-zum-naziaufmarsch-am-03-09-2016/


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