(de) Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA): Gegen die Repression von FORD-Arbeiter/innen!

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Wed Oct 26 13:58:26 CEST 2016


Ein Jahr nachdem im Oktober 2012 die Schließung des Automobil-Werkes im belgischen Genk 
angekündigt wurde, sind nun Strafbefehle gegen 13 FORD-Arbeiter/innen beantragt worden. 
---- Als im November letzten Jahres etwa 200 von der Schließung betroffene Belgier/innen 
zu den Verhandlungen des europäischen Gesamtbetriebsrates über den Sozialplan vor das 
Kölner Werksgelände gezogen waren, hatten einige brennende Autoreifen und eine kaputte 
Glasscheibe den größten Polizeieinsatz seit Jahren ausgelöst. ---- Die von der belgischen 
Streikkultur völlig überforderte deutsche Polizei, die mit Feuerwerk begrüßt wurde, hatte 
hunderte Arbeiter/innen stundenlang zur Personalienaufnahme eingekesselt und einige mit 
zum Polizeipräsidium nach Kalk abgeführt. Gegen 24 FORD-Arbeiter/innen waren 
Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, auf die sich nun die von der Kölner 
Staatsanwaltschaft beantragten Strafbefehle beziehen.

Sie müssen im Falle einer Verurteilung Geldstrafen in Höhe von 450 bis 1.800 Euro 
bezahlen. Einem Hauptverdächtigen drohen Pressemeldungen zufolge sogar 10 Monate Haft auf 
Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung, da er einen selbstgebastelten 
Silvesterböller gegen Polizist/innen geworfen haben soll, welche dadurch ein Knalltrauma 
erlitten hätten. Für die angeblich geworfenen Steine scheint es nun doch keine Beweise zu 
geben...

Als Allgemeines Syndikat Köln verurteilen wir diese staatliche Unterdrückung gegen 
kämpferische Arbeiter/innen, die sich für den Erhalt ihrer Lohnarbeit und 
Sozialversicherung einsetzen. Mit Erschrecken haben wir erfahren, dass die Ankündigung der 
Werksschließung etwa 40 Arbeiter/innen bei FORD Genk in den Selbstmord getrieben hat. Auch 
der Anstieg von Depressionserkrankungen im Werk ist mehr als bedenklich, weshalb sich der 
Konzern bereits genötigt sah, für die über 4.000 Gekündigten eine Betriebspsychologin 
einzustellen.

Wir solidarisieren uns mit den Opfern dieses kapitalistischen Terrors und der staatlichen 
Unterdrückung von betrieblichem Widerstand!

Für die Einstellung aller Gerichtsverfahren gegen die Kolleg/innen bei FORD! Schluss mit 
dem Stellenabbau auf Kosten der Arbeiter/innen!

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)

siehe auch:

"Direkte Aktionen bei FORD-Zentrale in Köln"

"FAU-IAA bei FORD-Demo in Belgien"

http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2013/10/28/gegen-die-repression-von-ford-arbeiterinnen/


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