(de) fda-ifa: [Bo] 08.10. Stadt für Alle selber machen! Ein anarchistischer Aufruf zum Stadtrundgang von Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr
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Thu Oct 13 14:08:15 CEST 2016
Verschiedene Gruppen rufen unter dem Motto "Hier könnte... eine Stadt für Alle sein" zu
einem Rundgang zum Thema Wohnen, Leerstand und solidarische Stadt am 8.10. auf. ----
Während Gebäude leerstehen, die nutzbar gemacht werden könnten, herrscht gleichzeitig ein
Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Geflüchtete müssen in abgeschiedenen Lagern wohnen. Wir
wollen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern eine solidarische Stadt mit
Wohnraum für Alle erkämpfen. Doch es geht nicht nur um Wohnraum, sondern auch um Räume für
selbstverwaltete und allen zugängliche, unkommerzielle Kultur, an denen in Bochum ein
Mangel herrscht. Beim Rundgang sollen leerstehende Gebäude besucht werden, die für diese
unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten stehen. ---- Uns die Stadt nicht weiter stehlen
lassen - Wie machen wir diese Gebäude nutzbar?
Für die Eigentümer*innen der leerstehenden Gebäude ist es nicht rentabel, sie zu einer
Nutzung, die in unserem Sinne wäre, zur Verfügung zu stellen. Auch die Stadt unternimmt
nichts dafür, da für sie doch in erster Linie der Wirtschaftsstandort zählt. Eine Stadt
für Alle können wir also nur selber machen. In Griechenland haben Anarchist*innen ganze
Hotels besetzt und diese in selbstverwaltete Geflüchtetenunterkünfte umgewandelt. Auch in
einigen Städten in Deutschland gab es Hausbesetzungen und Bestrebungen soziale Zentren zu
schaffen. Mit Besetzungen können wir Gebäude direkt und selbstbestimmt einer Nutzung zuführen.
Eigentum und Herrschaft in Frage stellen
Was ist das für eine Welt, in der Häuser leerstehen und wir nicht einfach in diese
einziehen und sie nutzbar machen dürfen? Es ist eine Welt, in der Eigentumsrechte gelten
nicht das Bedürfnis nach Wohnraum. Es ist eine Welt, die durchzogen ist von Herrschaft.
Der Staat schützt das Eigentumsrecht. Wenn wir Häuser besetzen, ist meist ganz schnell
seine Polizei da, die uns wieder räumt (auch wenn dies zum Glück nicht immer gelingt).
Wir werden eine Stadt für Alle also gegen Kapitalinteressen und gegen den Staat und seine
Polizei durchsetzen müssen. Zuerst wollen wir uns mit anderen Menschen vernetzen, die den
Leerstand unerträglich finden und Öffentlichkeit für das Ziel nach einer Stadt für Alle
und unsere anarchistischen Perspektiven darauf schaffen. Dafür ist der Stadtrundgang ein
guter Anfang.
Kommt deshalb am Samstag, den 8. Oktober, um 12 Uhr zum Jahrhunderthaus (Alleestraße 80).
Darüber hinaus gilt: Stadt für Alle selber machen!
schwarzerub.blogsport.de
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