(de) schwarzerub: Stadt für Alle selber machen! Ein anarchistischer Aufruf zum Stadtrundgang am 8. Oktober in Bochum

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Sun Oct 9 14:25:18 CEST 2016


Verschiedene Gruppen rufen unter dem Motto "Hier könnte... eine Stadt für Alle sein" zu 
einem Rundgang zum Thema Wohnen, Leerstand und solidarische Stadt am 8.10. auf. ---- 
Während Gebäude leerstehen, die nutzbar gemacht werden könnten, herrscht gleichzeitig ein 
Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Geflüchtete müssen in abgeschiedenen Lagern wohnen. Wir 
wollen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern eine solidarische Stadt mit 
Wohnraum für Alle erkämpfen. Doch es geht nicht nur um Wohnraum, sondern auch um Räume für 
selbstverwaltete und allen zugängliche, unkommerzielle Kultur, an denen in Bochum ein 
Mangel herrscht. Beim Rundgang sollen leerstehende Gebäude besucht werden, die für diese 
unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten stehen.

Uns die Stadt nicht weiter stehlen lassen - Wie machen wir diese Gebäude nutzbar?

Für die Eigentümer*innen der leerstehenden Gebäude ist es nicht rentabel, sie zu einer 
Nutzung, die in unserem Sinne wäre, zur Verfügung zu stellen. Auch die Stadt unternimmt 
nichts dafür, da für sie doch in erster Linie der Wirtschaftsstandort zählt. Eine Stadt 
für Alle können wir also nur selber machen. In Griechenland haben Anarchist*innen ganze 
Hotels besetzt und diese in selbstverwaltete Geflüchtetenunterkünfte umgewandelt. Auch in 
einigen Städten in Deutschland gab es Hausbesetzungen und Bestrebungen soziale Zentren zu 
schaffen. Mit Besetzungen können wir Gebäude direkt und selbstbestimmt einer Nutzung zuführen.

Eigentum und Herrschaft in Frage stellen

Was ist das für eine Welt, in der Häuser leerstehen und wir nicht einfach in diese 
einziehen und sie nutzbar machen dürfen? Es ist eine Welt, in der Eigentumsrechte gelten 
nicht das Bedürfnis nach Wohnraum. Es ist eine Welt, die durchzogen ist von Herrschaft. 
Der Staat schützt das Eigentumsrecht. Wenn wir Häuser besetzen, ist meist ganz schnell 
seine Polizei da, die uns wieder räumt (auch wenn dies zum Glück nicht immer gelingt).

Wir werden eine Stadt für Alle also gegen Kapitalinteressen und gegen den Staat und seine 
Polizei durchsetzen müssen. Zuerst wollen wir uns mit anderen Menschen vernetzen, die den 
Leerstand unerträglich finden und Öffentlichkeit für das Ziel nach einer Stadt für Alle 
und unsere anarchistischen Perspektiven darauf schaffen. Dafür ist der Stadtrundgang ein 
guter Anfang.
Kommt deshalb am Samstag, den 8. Oktober, um 12 Uhr zum Jahrhunderthaus (Alleestraße 80).
Darüber hinaus gilt: Stadt für Alle selber machen!

http://schwarzerub.blogsport.de/2016/10/02/stadt-fuer-alle-selber-machen-ein-anarchistischer-aufruf-zum-stadtrundgang-am-8-oktober-in-bochum/


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