(de) FDA-IFA, Gai Dao #70 Oktober 2016 - Inhalt+Editorial

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Tue Oct 4 10:53:41 CEST 2016


Inhalt ---- 02 Editorial ---- 03 Inhalt ---- FdA/IFA ---- 04 Ein persönlicher Rückblick 
aufden 10. IFA-Kongress in Frankfurt (Main) ---- Weltweit ---- 09 Chilenische Gemeinden im 
Kampfgegen den Staudamm von Relaves Talabre ---- 11 Staatliche Kontinuität - Syriza lässt 
räumen und foltern ---- 14 "Die Resultate sind exakt die gleichen" - Interview mit einem 
in Katalonien lebenden Anarchisten ---- 18 Kurznachrichten aus aller Welt ---- Bewegung 
---- 19 Das anarchistische Technikkollektiv Riseup ruft um Hilfe ---- 20 Räumungsklage 
gegen Berliner Kiezladen Friedel54 ---- 21 Einladung zum Kongress "Anarchistische 
Perpektiven aufdie Wissenschaft" ---- Analyse & Diskussion ---- 22 Die gewaltfreie 
Revolution Warum Herrschaft und Gewalt den frühen Sozialismus korrumpierten ---- 
Geschichte ---- 28 "Unser Zuhause ist die ganze Welt" Geschichte des anarchistischen 
Antimilitarismus ---- Termine --- 31 FdA hautnah -- Regelmäßige Termine der FdA-Mitglieder


Editorial

Hallo auch liebe Gefährt*innen und Interessierte,

was ist das nur für 1 life? Unterkünfte von Geflüchteten werden immer noch angezün-
det, die politischen und gesellschaftlichen Debatten rücken immer weiter nach Rechts,
in den USA müssen wir beobachten, dass immer noch keine "Black Lives Matter" und
Menschen von der Polizei ermordet werden. Der Kapitalismus existiert immer noch und
vernichtet Leben und u.a. in Berlin laufen mehrere Räumungsklagen gegen linke Struk-
turen, wo Menschen sich solidarisch gegen diese (und andere) Verdrängungen einsetzen.
In dieser Ausgabe haben wir daher einen Bericht der Friedel54 aus Berlin, die eben von
solch einer Räumung betroffen wäre und die Kurznachrichten aus aller Welt, in denen
es leider auch wieder über Repressionen zu berichten gibt.

Staaten sind leider auch nach wie vor existent und auch als Anarchist*innen, müssen
wir auf so manche Entwicklungen reagieren. So gibt es immer weitere Unabhängig-
keitsbestrebungen (nach Brexit, Schottlands gescheiterter Versuch usw.) und für uns als
Anarchist*innen ist es interessant und wichtig, sich zu diesen zu positionieren. In dieser
Ausgabe gibt es ein Interview mit einer*einem katalanischen Anarchist*in, das auf diese
Frage eingeht.

Zum Abschluss sei noch unser schickes Coverbild erklärt: Ab dem 09.09.2016 (dem 45.
Geburtstag des Attica-Gefängnisaufstands) begann ein USA-weit geführter Streik der
Gefangenen gegen die Gefängnis-Sklaverei. U.a. weil die Gefängnisarbeit nicht oder nur
symbolisch entlohnt wird, stelle sie die Fortsetzung der rassistischen Sklavenarbeit dar.
Mittels Arbeitsniederlegung und der Weigerung die täglichen Aufgaben zu erfüllen, die
den Knastalltag am Laufen halten, bis hin zu Hungerstreiks, soll der Aufstand geführt
werden. Seit dem 09.09. sind mindestens 57.000 Gefangene in 46 Gefängnisanstalten im
Streik (Stand: 21.09.) - und es wird geschätzt, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus hö-
her liegen. Begleitet wird dieser Aufstand durch vielfältige Solidaritätsaktionen außer-
halb der Gefängnisse: Demos und Kundgebungen vor staatlichen Einrichtungen der
USA; Lärmdemos vor Gefängnissen oder anderen Einrichtungen des Justizsystems; Ak-
tionen gegen die privatwirtschaftlichen Profiteur*innen der Gefängnisarbeit; verschie-
dene Formen der Öffentlichkeitsarbeit wie Flyeraktionen, Banner-Drops, Graffities. Aus
mehr als 60 Städten weltweit sind Solidaritätsaktionen bekannt. Auch im deutschspra-
chigen Raum gab es Solidaritätsaktionen. Wir erklären uns natürlich mit dem Streik so-
lidarisch und hoffen, dass dies der Anfang vom Ende aller Knäste ist. Bis jedes Gitter
aufgebogen ist und alle Gefängnismauern endlich zusammenstürzen.

Und für den Oktober nicht vergessen, nicht mit und für Nationen feiern! Feiert lieber
euch und eure Versuche, die Gesellschaft zu ändern - bis wir alle endlich gemeinsam
und solidarisch frei sind!

Li(e)bertäre Grüße,
das Gai Dào-Redaktionskollektiv


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