(de) AfD - Not welcome in Kehl von nigra

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Thu Nov 24 10:09:12 CET 2016


300 Menschen protestierten am heutigen Samstag gegen die rassistische AfD und ihren 
Landesparteitag in der Kehler Stadthalle. Ein großes Bullenaufgebot und weiträumige 
Absperrungen ermöglichten einen fast ungestörten Beginn der zweitägigen Veranstaltung, die 
eine Art Heimspiel für die AfD war: Der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen ist auf Eis 
gelegter Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Hochschule Kehl 
und AfD-Rechtsaußen Stefan Räpple ist der Kehler Landtagsabgeordnete. ---- Die rechte 
Partei AfD sitzt seit der Landtagswahl im März 2016 mit 23 Abgeordneten im Stuttgarter 
Landtag. Sie erhielt 15,1 % der gültigen Stimmen. Doch nicht nur in Baden-Württemberg hat 
sie den Einzug in den Landtag geschafft: Ebenfalls ist sie in Berlin, Brandenburg, Bremen, 
Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in 
den Landesparlamenten vertreten. Das nächste Etappenziel der Rassist*innen ist der Einzug 
in den Bundestag bei den Wahlen im Herbst 2017. So ist der Hauptpunkt des Wochenendes in 
Kehl die Festlegung der Reihenfolge der Kandidat*innen auf der Landesliste für die 
Bundestagswahlen. Über 600 Parteimitglieder wurden erwartet, von denen sich wahrscheinlich 
weit über 100 zur Wahl stellen werden. Im Vorfeld gab die AfD bekannt, dass sie keine 
Presse zulassen würde. Dies wurde nochmal kurz vor Beginn des Parteitags bestätigt.

Über 300 Menschen folgtem dem von einem breiten Bündnis getragenen Aufruf und versammelten 
sich zu früher Morgenstunde bei strömendem Regen vor der von den Bullen massiv 
abgesperrten Kehler Stadthalle, um die 600 AfD'ler*innen gebührend zu empfangen und ihnen 
zu zeigen, dass sie und ihre menschenfeindliche Ideologie hier nicht willkommen sind. 
Laute Sprechchöre und ein enges Spalier begleiteten das Eintrudeln der Antisemit*innen, 
Rechten, Marktradikalen, Islamophoben, Homophoben und wie mensch sie noch bezeichnen 
könnte (die AfD ist ein offenes Sammelbecken für Unsympath*innen aus allen Ecken des 
menschenfeindlichen Spektrums). Immer wieder bejammerten sie bei den Bullen diese 
unwürdige Situation, der sie ausgesetzt seien. Dennoch konnten sie mehr oder weniger 
ungehindert die Stadthalle betreten.

Gegen 10 Uhr 30 formierte sich dann auch die angemeldete Demo und zog durch die Kehler 
Fußgänger*innenzone. Auf dem Marktplatz gab es Redebeiträge  vom lokalen Juso-Vorsitzenden 
(über den der Rechtsaußen-AfD-Landtagsabgeordnete für Kehl Stefan Räpple auf Twitter 
schrieb "Diese Typen hat die #Ortenau nicht verdient."), von einer Einzelperson und dem 
Offenen Antifatreffen Karlsruhe. Hier wurde recht bald der Dissens darüber deutlich, wie 
wir mit der AfD umgehen sollen. Der eine forderte den Dialog ein. Der andere schloss eine 
Diskussion über den Artikel 1 des Grundgesetzes, "Die Würde des Menschen ist unantastbar", 
aus. Der letzte zeigte deutlich die faschistischen Tendenzen innerhalb der AfD und 
forderte ein, diese mit allen Mitteln zu bekämpfen. Auch in den Reden, den Plakaten und 
Parolen spiegelte sich die enorme Bandbreite der AfD-Gegner*innen wieder: Von einzelnen 
CDU-Mitgliedern, Kirchenleuten, Stadtratsmitgliedern über die Frauenliste e.V., Die Linke, 
SPD hin zu antifaschistischen, anarchistischen, kommunistischen Gruppen und vielen 
Menschen ohne Schublade war vieles vertreten. Auch aus dem Elsass und der Nachbarmetropole 
Strasbourg waren zahlreiche Gruppen aus verschiedenen Spektren anwesend. Der kleinste 
gemeinsame Nenner war: Gegen die AfD und ihre menschenverachtende Politik. In Anbetracht 
der deutschen Vergangenheit ist es aber vielleicht genau das, was wir im Kampf gegen 
Rechts brauchen. Auch wenn der Spagat für viele nur schwer auszuhalten ist. Noch viel 
schwerer auszuhalten wäre eine Bundeskanzlerin Petry, ein Innenminister Höcke und ein 
Wirtschaftsminister Meuthen.

Teil zwei des Landesparteitages steht an, da jetzt schon abzusehen ist, dass der AfD an 
diesem Wochenende die Zeit für ihr umfangreiches Programm nicht reichen wird. Am 18. und 
19. Februar 2017 wollen sie sich im Esslinger Neckar Forum treffen. Wir werden auch da sein.

Nationalismus ist keine Alternative.
Die AfD und ihre Mitglieder auf allen Ebenen bekämpfen.

[Lest auch das aktuelle umfangreiche Communiqué der Autonomen Antifa Freiburg dazu.]
1-fck-afd
2-deutsche-polizistinnen-und-die-afd
3-vor-der-stadthalle-1 4-still-loving-feminism 5-afd-ne 
6-nationalismus-ist-keine-alternative 7-vor-der-stadthalle-2
8-vor-der-stadthalle-3
9-wer-kommen-will-soll-kommen 10-kaum-durchkommen-fuer-die-afd 
11-begleitschutz-fuer-rassistinnen 12-wolfgang-gedeon-wartet-auf-einlass 
13-anlaufstelle-fuer-demagogen
14-vor-der-stadthalle-4
15-afd-nein-danke
16-afd-not-welcome 17-demo-stellt-sich-auf 18-demo-geht-los 
19-demo-in-der-fussgaengerinnenzone-1 20-demo-in-der-fussgaengerinnenzone-2
21-gay-is-okay
22-demo-auf-dem-marktplatz
23-zurueck-zur-stadthalle

https://fda-ifa.org/afd-not-welcome-in-kehl/


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