(de) fda-ifa: Vorträge zum NSU-Komplex und der Identitären Bewegung am 23.11. - 24.11. im Projekt 31

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Fri Nov 4 17:03:49 CET 2016


Die extreme Rechte sieht in Deutschland auf den ersten Blick häufig recht alt aus. Doch, 
häufig unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit, hat sich jenseits von 
NS-Wiedergänger*innen, Hakenkreuzrittern und Scheitelträgern eine "Neue Rechte" 
herausgebildet. Nicht in Parteiform, sondern als Bewegung, Strömung und als 
Organisationsgeflecht im vorpolitischen Raum. Neueste Erscheinungsform der "Neuen Rechten" 
sind die "Identitären", ein Import aus Frankreich. Diese treten unter Parolen wie "Tanz 
die Reconquista!" oder "Multikulti wegbassen!" an, um das Abendland zu verteidigen. In der 
Bundesrepublik geschieht das vorerst vor allem nur auf Facebook, wo es über 40 Ortsgruppen 
gibt. Sie geben sich dabei als NPD-fern, anti-extremistisch und ihre Begleitmusik kommt 
von "Frei.Wild". Diese neue Form der extremen Rechten soll kritisch betrachtet und geklärt 
werden wie gefährlich die "Identitären" in Deutschland derzeit sind.
Im Anschluss soll es auch ausgiebig Raum für Diskussion und Fragen geben.

NSU:
Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, 
Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen

Der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) steht heute für die bekannteste 
neonazistische Terrororganisation in der BRD. Nach seinem Auffliegen im Jahre 2011 öffnete 
sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines 
unvorstellbaren behördlichen Rassismus' in den Mordermittlungen. Wie weit staatliche 
Strukturen in das Geschehen verstrickt sind, ist bis heute nicht einmal ansatzweise 
geklärt. Im Gegenteil: ein beispiellos dreister Vertuschungsskandal der unter Verdacht 
stehenden Behörden (Polizei, Inlandsgeheimdienst "Verfassungsschutz", BND, MAD usw.) 
überschattet selbst die Aufklärungsbemühungen Parlamentarischer Untersuchungsausschüsse 
und des NSU-Prozesses vor dem Oberlandesgericht in München. Es werden Informationen 
vorenthalten und manipuliert, Akten geschreddert oder zurückgehalten und eine Aufklärung 
des Komplexes sog. V-Leute hintertrieben. Viele ungeklärte Fragen und haarsträubende 
Ungereimtheiten sind nach wie vor offen.

Der Journalist Friedrich Burschel (Radio Lotte Weimar, NSU-Watch, Rosa Luxemburg Stiftung 
Berlin) begleitet von Beginn an den NSU-Prozess in München. Er gibt tiefe Einblicke in den 
NSU-Komplex und das Agieren der involvierten Sicherheitsbehörden mit ihrem 
unkontrollierten V-Mann-Unwesen und zeigt die enormen Gefahren auf, die dadurch für das 
Gemeinwesen entstehen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender massiver Ausschreitungen 
gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ist dies von höchster Aktualität.

Alle Vorträge finden im Projekt 31 statt (An den Rampen 31 - 90443 Nürnberg)
Start ist jeweils um 19:00 Uhr

https://fda-ifa.org/23-11-24-11-%c2%a6-vortraege-nsu-identitaere-bewegung/


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