(de) schwarzerub - Bericht: Aktionswoche gegen Nationalismus, Rassismus und Faschismus

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Fri May 27 09:51:52 CEST 2016


Vergangene Woche (9.05 – 13.05) fand an der Ruhr-Uni unsere Aktionswoche gegen 
Nationalismus, Rassismus und Faschismus statt. ---- Montag der 9. Mai – Plakataktion ---- 
Wir begannen die Aktionswoche damit, dass wir Montagmorgen selbstgesprayte, große Plakate 
hoch in den Hörsäalen HGC 10 und HGB 10 aufhängten. Weitere Plakate brachten wir in GB und 
vor den Raum des Fachschaftsrats Sowi an. Die Plakate mit unterschiedlichen 
antirassistischen und antinationalen Slogans blieben bis zum nächsten Tag hängen, dann 
ließ sie die Univerwaltung entfernen. ---- Dienstag, der 10. Mai – Fotostories und Vortrag 
---- Am Dienstag verteilten wir in der Mensa und einigen Cafeterien der Ruhr-Uni 
Fotostories über Projekte, die eine Alternative zum Bestehenden abbildeten. Konkret wurden 
in den Fotostories die Geschichten von den Grenzüberwindungen in Calais, der Eröffnung des 
anarchistischen Zentrums Black Pigeon in Dortmund und einer von Anarchist*innen 
geschaffenen Geflüchtetenunterkunft in Athen erzählt.

Am Abend fand dann noch ein Mobivortrag gegen den Naziaufmarsch am 4. Juni in Dortmund statt.

Mittwoch, der 11. Mai – Aktionsrundgang

Mittwoch um 12.00 Uhr brachen wir zu einem Aktionsrundgang auf, bei dem wir die 
Zusammenhänge zwischen Rassismus, Nationalismus und Faschismus mit der Ruhr-Uni 
verdeutlichen wollten. An jeder der 6 Stationen hielten wir eine kleine Rede um die 
Umstehenden zu informieren. Die Reden bis auf die von Station 1 könnt ihr hier nach hören: 
https://archive.org/details/Srub1

Erste Station war vor dem Lehrstuhl „Politisches System Deutschlands“, dort arbeitet ein 
Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Neben dem Lehrstuhl brachten wir eine Gedenktafel in 
Erinnerung an die Opfer des NSU an und legten Blumen nieder. Außerdem erinnerten wir an 
die Verstrickungen des Verfassungsschutzes in die Taten des NSU. Der Text dazu hier.

Als nächstes machten wir in der Jura Fakultät halt, wo wir eine Wandzeitung mit Fällen von 
verurteilten Antifaschist*innen anbrachten. Es ging uns darum, klar zu machen, dass 
Jurastudierende später als Richter*innen und Staatsanwält*innen Antifaschist*innen verfolgen.

Danach verliehen wir den Fachschaftsrat Jura die Adolf-Hitler-Ehrenurkunde für politische 
Neutralität. Dieser hatte 2013 beim Outing eines Dortmunder Nazikaders an der Ruhr-Uni, 
das Outing mit der Aussage kritisiert, der Nazi dürfe nicht wegen seines parteipolitischen 
Engagements diskriminiert werden. Hier unsere Rede.

Im Anschluss begaben wir uns vor die Sowi-Bibliothek, wo wir auf die Verbreitung der Idee 
von Völkern, Nationen und Grenzen durch die Sozialwissenschaften aufmerksam machten und 
einen Tisch mit antinantionalen und staatskritischen Broschüren aufstellten. Unsere Kritik 
zum nachlesen.

Vorletzte Station unseres Rundgangs war vor der Bochumer Studierenden Zeitung (BSZ). 
Anlass war ein Artikel dieser im Jahr 2013, der Jüd*innen mit Nazis verglich. Wir 
verteilten dort eine antirassistische und antinationale Zeitung, die sich nicht nur mit 
dem besagten BSZ-Artikel auseinandersetzt, sondern auch mit der Rolle anderer Medien bei 
der Verharmlosung von Faschismus und der Verbreitung von Rassismus. Hier die Zeitung.

Letzte Station unseres Rundgang war das Alfried-Krupp-Schülerlabor. Dort brachten wir ein 
Tafel mit Informationen zu der Beteiligung von Alfried Krupp an der NS-Herrschaft an und 
errichteten eine symbolische Blockade mit papiergefüllten Sandsäcken vor dem Eingang des 
geisteswissenschaftlichen Teils des Labors. Mehr über Alfried Krupp .

Donnerstag, der 12. Mai – Fotostories und Film

Am Donnerstag verteilten wir erneut die Fotostories. Außerdem war für diesen Tag auch noch 
eine Filmvorführung über Antifaschismus in Tschechien geplant. Aufgrund der geringen 
Anzahl an Besucher*innen und des guten Wetters wurde diese aber abgesagt.

Wie es weiter geht:

Als nächstes wird es von uns ein Blockadetraining als Vorbereitung gegen den Tag der 
deutschen Zukunft, dem bundesweiten Naziaufmarsch in Dortmund am 4. Juni, geben. Das 
Training wird am 28.05 im Sozialen Zentrum in Bochum (Josephstr. 2) stattfinden. Es 
beginnt um 12.00 Uhr, um 11.00 wird es ein gemeinsames veganes Frühstück geben.

In der Woche davor, am Dienstag den 24.05., wird es außerdem unter dem Motto “Besorgt euch 
Burger gegen besorgte Bürger” eine Küche für alle an der Ruhr-Uni geben. Vegane Burger 
gegen Spende bekommt ihr dann von 11.45 – 14.15 Uhr in GB (Ebene 02). Die Einnahmen 
fließen in die Finanzierung der Aktionswoche und des Blockadetrainings.
Bereiten wir uns vor und machen am 4. Juni eine klare Ansage: Keine Zukunft für Deutschland!

http://schwarzerub.blogsport.de/2016/05/22/bericht-aktionswoche-gegen-nationalismus-rassismus-und-faschismus/


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