(de) FDA-IFA: LAVA MUC, Euer Verdrängen kotzt uns an! - Zugtreffpunkt München: 8.30 Uhr Hauptbahnhof, große Anzeigetafel

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Sun May 15 15:23:52 CEST 2016


Am 20. Mai 1941 griff die deutsche Wehrmacht (u.a. „Gebirgsjäger“ aus Bad Reichenhall) die 
griechische Insel Kreta an, hielt sie bis zum 9. Mai 1945 besetzt und beging dort 
zahlreiche Kriegsverbrechen. Über 3500 Zivilist_innen wurden als Partisan_innen und deren 
Unterstützer_innen hingerichtet und über 30 Dörfer komplett zerstört. Zum 75. Jahrestag 
der deutschen Invasion auf Kreta wollen wir in Bad Reichenhall – einem Ort, an dem bis 
heute dieser faschistische Angriffskrieg mit all seinen Verbrechen glorifiziert wird – 
Opfern eine Stimme gegeben. Am Sa, 14. Mai werden wir in Bad Reichenhall ein Hearing unter 
dem Motto „Die Verbrechen der Gebirgsjäger* auf Kreta“ mit einem Zeitzeugen, einem 
Vertreter eines griechischen Opferverbandes, Historiker*innen und einem Rechtsanwalt 
organisieren.

Die Veranstaltung beginnt um 12:00 Uhr im Kurgastzentrum Bad Reichenhall.
Teilnehmende des Hearings sind:

Ralph Klein (Historiker, NRW): Die Kriegsverbrechen der Bad Reichenhaller Gebirgsjäger
Ralph Klein ist Historiker und u.a. beim AK „Angreifbare Traditionspflege“ aktiv. Seine 
Forschungsschwerpunkte sind die deutschen Kriegsverbrechen in Griechenland und Italien. Er 
ist Mitherausgebender des Buches „Mörder unterm Edelweiß“ und wird die Beteiligung der 
Reichenhaller Gebirgsjäger an den Kriegsverbrechen auf Kreta präsentieren

Nikolaos Marinakis (Zeitzeuge, Kreta): Bericht eines Überlebenden des Massakers von Skines
Am 01.08.1941 zerstörte die 5. Gebirgsjägerdivision aus Reichenhall das Dorf Skines und 
ermordete 148 kretische Zivilist*innen, darunter die Familie von Nikolaos Marinakis. Der 
heute 92 jährige überlebte das Kriegsverbrechen und kämpfte in EPON und ELAS gegen die 
deutsche Besetzung von Kreta.
Aristomenis Syngelakis („Nationalrat für die Forderungen gegenüber Deutschland“, Athen): 
Die Position der Opfer
Aristomenis Syngelakis vom Opferverband Ano Viannos und Mitglied im Nationalrat für die 
Forderungen gegenüber Deutschland wird die Position der Opfer deutlich machen. Es geht um 
die Anerkennung der Verbrechen und um die Anerkennung des Leids der Opfer. Im Gegensatz 
zur Sicht der deutschen Regierung sind für ihn die Entschädigungsforderungen nicht vom Tisch

Martin Klingner (Rechtsanwalt, Hamburg): Der juristische Kampf um Entschädigung
Martin Klingner ist Rechtsanwalt in Hamburg und im „Arbeitskreis Distomo“ aktiv. Er hat 
die Familie Sfountouris in einem Entschädigungsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht 
und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertreten.

Moderation: Stephan Stracke (Historiker, Wuppertal)
Moderiert wird das Hearing von Stephan Stracke . Die Fortschungsschwerpunkte des 
Historikers aus Wuppertal sind: Geschichte des Nationalsozialismus, Täter-Forschung, 
Zweiter Weltkrieg und Arbeiter*innenbewegung.

Nach dem Hearing wird es unter dem Motto „Euer Verdrängen kotzt uns an! NS-Verbrechen 
benennen! Opfer entschädigen! Rechte Traditionspflege angreifen!“ eine antifaschistische 
Demonstration (Aufruf) durch Bad Reichenhall geben. Auftakt ist um 17:00 Uhr in der 
Kurstraße nähe königliches Kurhaus.

Das Hearing ist eine Veranstaltung des Rabatz Bündnis in Kooperation mit der, Stiftung 
„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), dem Fbk, dem Kurt Eisner Verein, der 
Petra-Kelly-Stiftung und der Rosa Luxemburg Stiftung und wird aus Mitteln des 
Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung unterstützt. Agyris Sfountouris, hat aus 
gesundheitlichen Gründen seine Teilnahme abgesagt.

Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und 
Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen oder dem Kameradenkreis der 
Gebirgstruppe angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, 
nationalistische, antisemitische oder militaristische Äußerungen in Erscheinung getreten 
sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

https://lavamuc.noblogs.org/post/2016/05/13/euer-verdrangen-kotzt-uns-an-zugtreffpunkt-munchen/


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