(de) fda-ifa: „Karlsruhe wehrt sich“ – ein Blick auf das Karlsruher Nazinetzwerk und seine Verbindungen – Gegen den Naziaufmarsch am 13.05.2016!

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Sat May 14 14:21:19 CEST 2016


11. Mai 2016/in Nachrichten aus den FdA-Gruppen /von libertäre gruppe karlsruhe Am 
13.05.2016 um 19 Uhr wird das rechte Netzwerk „Karlsruhe wehrt sich“ erneut einen 
Naziaufmarsch durch Karlsruhe organisieren. ---- Wiedereinmal ein Grund, um sich etwas mit 
die Szene in und um Karlsruhe bzw. „Karlsruhe wehrt sich“ und ihren Umtrieben in den 
letzten Wochen zu beschäftigen. ---- Ester Seitz ---- Angefangen bei Ester Seitz, welche 
sich noch immer nicht als Nazi bezeichnen möchte jedoch nicht mehr davor zurück schreckt 
regelmäßig auf deren Veranstaltungen aufzutreten und ihre völkischen und nationalistischen 
Ansichten mit daher Geschwurbeltem zu untermalen. ---- So trat sie unter anderem am 23.04. 
bei einer Demonstration der Freien Nationalisten Kraichgau und dem dortigen NPD-Ableger 
zusammen mit dem Holcaustleugner Günter Deckert, der zudem mehrmals wegen Volksverhetzung 
verurteilt wurde auf. Die Verbindungen von „Karlsruhe wehrt sich“ zur lokalen Naziszene 
zeigt nicht nur deren Auftritte bei den Karlsruher Demonstrationen, sondern auch der 
Auftritt annähernd des gesamten Orgakreises beim „Tag der Heimattreue“ in Bruchsal diesen 
Jahres (wir berichteten).

Als Redner*innen für den 13.05. sind Melanie Dittmer, Marcel Meyer und Marcel Graßl 
angekündigt. (hxxps://www.facebook.com/events/235029810196644/)

Melanie Dittmer

Aufgrund mehrfacher Auftritte in der Vergangenheit (siehe Link oben) und damit verbundenen 
Berichten weisen wir hier lediglich auf die Verurteilung Dittmers wegen Volksverhetzung 
hin. Selbst die Karlsruher Presse berichtete darüber.

Interessant für die Demonstration in Karlsruhe dürfte jedoch der Hintergrund dieser 
Verurteilung sein. So wurde Dittmer auf Grund der Tatsache, dass sie bei einem Auftritt 
vor einer Moschee Muslime beleidigt hat verurteilt. In Karlsruhe laufen die Nazis 
regelmäßig mit ihrer Demonstration an einer Moschee vorbei, des Öfteren wurden auch vor 
dieser Zwischenkundgebungen abgehalten.

Hinzu kommt, dass Dittmer bei ihrem letzten Auftritt Anwohner*innen bedrohte, welche ihr 
offensichtlich nicht deutsch genug waren. Deshalb forderte sie mit ihren Anhänger*innen 
die sofortige Abschiebung dieser Familie (siehe Video).

Marcel Meyer

Marcel Meyer ist dem Umfeld der sogenannten Pfälzer Spaziergänge zuzuordnen. Diese 
resultieren aus dem ehemaligen „PfaGeSa“- Zusammenschluß und dem Nationalen Widerstand 
Zweibrücken. Meyer pflegt rege Kontakte zur AfD im Saarland, deren Landesverband wegen der 
Verbindungen zur Naziszene sehr umstritten ist. Durch diese Zusammenhänge besteht unter 
anderem auch Kontakt zwischen Meyer und dem Hooliganableger „SaGeSa“, sowie zur freien 
Kameradschaftsszene.

Marcel Graßl

Marcel Graßl ist gut vernetzt im Netzwerk der überregionalen Naziszene. Und darf nun um 
dem Motto „eine Jugend rebelliert“ gerecht zu werden, ebenso seine völkische, rassistische 
und nationalistische Ideologie zum Besten geben.

Aktivitäten Karlsruher Nazis

Die Demonstrationen von „Karlsruhe wehrt sich sind jedoch keineswegs die einzigen 
Naziveranstaltungen in Karlsruhe. Allein ein Blick auf die Aktivitäten der neonazistischen 
Kleinstpartei „Die Rechte“, welche sich in Baden Württemberg aus den Kreisverbänden 
Karlsruhe und Enzkreis zusammen setzt, zeigt nichts Gutes.
So erfreut sie sich auf ihrem Kreisparteitag am 24.04. nicht nur an regelmäßigen Konzerten 
in der Region, auch an nach eigenen Angaben 70 Mitgliedern im Kreis Karlsruhe, sowie dem 
alltäglichen Aktionismus der Anhänger*innen.

Wie dieser Aktionismus aussehen kann, zeigen beispielsweise die Besuche von 
Gerichtsprozessen gegen Nazigegner*innen allen voran Manuel Eschle und Angelina Bähren. 
Der Hintergrund: Daten von politischen Gegner*innen sammeln. Dies zeigt nicht nur welche 
Gefahr diese Gruppierung für all diejenigen darstellt, welche sich mit 
menschenverachtendem Gedankengut nicht zufrieden geben, sondern wie selbstbewusst sich 
Nazis in Karlsruhe bewegen.

Dass „Karlsruhe wehrt sich“ zu einem wichtigen regelmäßigen Nazi-Event, quer durch alle 
Gruppierungen, gewachsen ist, zeigt sich derweil an angekündigten und eingeladenen Größen 
der Szene angekündigte Nazigrößen. So kündigen sich unter anderen Marina Djonovic, 
Vorsitzende der JN-Baden-Württemberg, Uwe Mindrup aus dem Umfeld der German Defence League 
und HoGeSa, Angelique Wiemann, welche für Die Rechte zur Landtagswahl Kandidierte und 
stellvertretende Versammlungsleiterin des „Tag der Heimattreue“ in Bruchsal war sowie 
Jacqueline Reinhardt, Organisatorin der „Pfälzer Spaziergänge“, sowie die „Identitären 
Rheinland“.

eingeladene Nazigrößen

Zwar sind die eingeladenen Personen kein Indiz dafür, dass diese auch vor Ort sein werden, 
jedoch zeigen sie auf, wie gut die Szene vernetzt ist. Unter diesen befinden sich u.a. 
Marcus Walter, NPD-Landesvorsitzender RLP und dessen Frau Ricarda Riefling, 
Bundesvorsitzende des Rings Nationaler Frauen (RNF). Frank Franz, Bundesvorstand der NPD, 
Günter Deckert, Holocaustleugner und verurteilter Volksverhetzer, Phillipp Hasselbach,
Vorsitzender „Die Rechte“ Bayern, Patrick Schröder, NPD, FSN-TV, Betreiber des 
Onlinehandels „Ansgar Aryan“, Alexander Neidlein, NPD-Landesvorsitzender BaWü, Sascha 
Palosy, Anführer der Berserker Pforzheim oder Phil Flak, rechter Liedermacher.

Die Demoroute der Nazis am 13.05.2016 wird die selbe wie die vom vorigen Aufzug sein. 
Startkundgebung um 19 Uhr auf dem Stephanplatz, Amalienstr. - Hirschstr. - Kriegstraße - 
Leopoldstr. - Amalienstr. - zurück zum Stephanplatz.

Zu den Gegenprotesten:

Es ist davon auszugehen, dass erneut zwischen 50 und 100 Nazis in Karlsruhe auflaufen 
werden. Nachdem die letzte Nazidemonstration entlang der Route immer wieder gestört werden 
konnte, gilt es daran anzuknüpfen.

Anlaufpunkt für Gegenproteste ist die Kundgebung des Netzwerks gegen rechts und des 
Antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe, die ab 17 Uhr ebenfalls auf dem Stephanplatz 
angemeldet ist.

„Da es in den letzten Monaten rund um die Aufmärsche regelmäßig zu körperlichen 
Auseinandersetzungen gekommen ist, raten wir allen Antifaschist*innen sich in Gruppen zu 
bewegen.“, so Petra Schwarz, Pressesprecherin der Libertären Gruppe Karlsruhe. „Trotzdem 
oder gerade deshalb werden wir uns diesen menschenverachtenden Hetzern immer wieder in den 
Weg stellen, über ihre Machenschaften aufklären und alle freiheitsliebenden Menschen 
auffordern uns anzuschließen.“

Seid laut kreativ und entschlossen!
Passt auf euch auf!
Nazis aus der Deckung holen – Antifa in die Offensive!

https://fda-ifa.org/karlsruhe-wehrt-sich-ein-blick-auf-das-karlsruher-nazinetzwerk-und-seineverbindungen-gegen-den-naziaufmarsch-am-13-05-2016/


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