(de) fau: Solidarisch mit der CNT Lille / Solidarity with Lille CNT

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Thu May 12 14:28:13 CEST 2016


The Free Workers Union of Germany (FAU) sends our solidarity to the Confédération 
nationale du travail (CNT) in Lille, France, whose offices were ransacked by French police 
forces on 18 April 2016. While police repression of our grassroots unions is not 
surprising, the incident in Lille serves as a reminder: the states’ forceful subjugation 
of our shared cause—freeing ourselves from the capitalist yoke—has renewed itself again. 
In the face of these assaults, we will defend union rights, so that we may protect 
ourselves, and continue with our project. Solidarity with the CNT! Solidarity with the 
Lille syndicalists! ---- Wir, die „Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union“ aus 
Deutschland, erklären unsere Solidarität mit der „Confédération nationale du travail“ 
(CNT) im französischen Lille, deren Büro am 18. April 2016 von der Polizei gestürmt wurde. 
Obwohl polizeiliche Repression gegen unsere Basisgewerkschaften nicht überraschend ist, 
erinnert uns der Vorfall in Lille erneut an die staatlichen Versuche der gewaltsamen 
Unterdrückung unserer gemeinsame Sache - unserer Selbstbefreiung vom kapitalistischen 
Joch. Angesichts dieser Angriffe werden wir unsere gewerkschaftlichen Rechte verteidigen, 
um uns selbst zu schützen und um unser Projekt fortzusetzen. Solidarität mit der CNT! 
Solidarität mit den SyndikalistInnen aus Lille!

Demonstration in Dresden for CNT Lille and Against Repression / Demonstration in Dresden 
für CNT Lille und gegen Repression

DEUTSCH WEITER UNTEN

Spontaneous Demonstration through Dresden's Neustadt for Union Liberties

On Friday, 29 April, 25 people gathered in Alaun Park in Dresden. They demonstrated 
against the repression of grassroots unions worldwide. The reason was the arrest of two 
comrades from the Confédération nationale du travail (CNT-F; one of the FAU's sister 
unions in France) during a police raid in Lille, France. During the raid, the offices of 
the CNT-F Lille were also ransaked. The raid was related to police attempt to crush 
protests against reforms to the labour market in France. The protestors in Dresden also 
called attention to trial of FAU Dresden member Justus M. He was accused of attacking 
police and resisting arrest during an anti-Nazi demonstraton. Justus M. has in the 
meanwhile been found innocent due to lack of evidence.

The demonstration proceeded through Dresden's Neustadt district with chants like "Fight 
repression as international struggle" and "No nation, no border, fight law and order". 
Residents were also informed about the reasons for the demonstration through speeches, and 
many chose to show their solidarity.

The police did not seem so easy going. The demonstration was initially followed by two 
vans full of police, who tried to stop the demonstration a few times. The number of police 
vans increased to six over the course of the demonstration.

At one point, the street was blocked by aggresive police officers. A unit of the Saxony 
Police Force surrounded the demonstration and only allowed it to proceed after it was 
registered and with the requirement that nobody cover their faces with hoodies. The 
demonstration finally had to be dispanded after the police blocked it and threatened to 
forcibly remove two participants who were wearing hoodies. In addition, police insulted 
protesters who did not immediately follow their orders, saying "Get a job" or "Don't you 
understand German?" A participant, who called the actions of the police into question on 
legal grounds, was told that he "couldn't read anyways".

Despite the intervention of the state, the FAU Dresden considered the spontaneous 
demonstration a success. Christina Schwarz (34), said "We were able to bring our issue to 
the streets loudly and decisevely. The reaction of the Dresden's residents showed that our 
message does not fall on deaf ears."

Spontandemonstration durch die Neustadt und das Hechtviertel

Am Freitag versammelten sich ca. 25 Menschen am Alaunpark in Dresden und demonstrierten in 
Solidarität mit den Betroffenen von Repression gegen Basisgewerkschaften weltweit. Anlass 
war u.a. die Festnahme von zwei Genoss_innen und die Verwüstung eines CNT-Lokals in Lille 
während einer Razzia, welche in Zusammenhang mit der versuchten Niederschlagung der 
Proteste gegen die anstehende Arbeitsmarktreform in Frankreich steht, sowie der Prozess 
gegen den Dresdner FAU-Gewerkschafter Justus M.

Mit Parolen wie “Fight repression as international struggle”, “129 kennen wir schon, Feuer 
und Flamme der Repression” und “No nation, no border, fight law and order” zogen die 
Demonstrant_innen zuerst durch die Neustadt und dann durch das Hechtviertel. Zusätzlich zu 
Sprechchören wurden Anwohner_innen mit Zwischenansagen auf den Anlass der Demonstration 
hingewiesen und nicht wenige solidarisierten sich spontan.

Währenddessen war die Polizei weniger entspannt. Von Anfang an mit zwei Transportern an 
der Demonstration dran, wurde mehrfach versucht die Demo zu stoppen. Während der 
Zwischenkundgebung an der Ecke Rudolfstraße/Fritz-Hoffmann-Straße, bewegten sich bereits 6 
Ensatzfahrzeuge hinter den Basisgewerkschafter_innen und ihren Unterstützer_innen.

Auf der Conradstraße, kurz vorm Bischofsplatz, wurde die Straße durch teilweise sehr 
aggresiv agierende Polizeikräfte blockiert. Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der 
sächsischen Polizei umstellte die Demo vollständig und ließ diese erst nach Anmeldung und 
unter kleinlichen Auflagen (keine “Vermummung” durch Kapuzen) ihren Weg über die 
Rudolf-Leonhard-Straße fortsetzen. An der Kreuzung Staufenbergallee/Königsbrücker Straße 
musste die Demonstration aufgelöst werden, da die Polizei gewaltsam das Vorankommen 
behinderte und damit drohte zwei Personen gewaltsam zu entfernen, wenn sollten diese die 
Demo nicht verlassen. Der Vorwurf: Das Aufsetzen von Kapuzen. Weiterhin beleidigten 
Polizist_innen während dieses Vorgangs verschiedene Teilnehmer_innen, z.B. mit “Ihr geht 
doch eh nicht arbeiten!”, “Sprichst du kein Deutsch?”, wenn diese nicht umgehend auf ihre 
gebellten Befehle reagierten. Einem Demonstrationsteilnehmer, der die rechtliche Grundlage 
in Frage stellte und anhand des sächsischen Polizeigesetzes argumentierte, wurde 
vorgeworfen “Du kannst doch eh nicht lesen!”.

Trotz staatlichen Behinderung schätzt die FAU Dresden die Spontandemo als gelungen ein. 
Christina Schwarz (34) dazu: “Wir konnten unser Anliegen entschlossen und lautstark auf 
die Straße tragen und die Reaktionen am Rande der Demo haben uns gezeigt, dass wir auch in 
Dresden nicht nur auf taube Ohren stoßen.”
http://www.fau.org/artikel/art_160508-101426


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