(de) a-f rhein-ruhr - Mülheim: „Die gefährlichste Frau Amerikas“: Emma Goldman 18. Mai 19:00 im AZ Mülheim

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Tue May 10 10:16:54 CEST 2016


Vor 75 Jahren, am 14. Mai 1940, starb Emma Goldman und hinterließ ihren einmaligen 
Reichtum an gelebter Erfahrung und Theorie. Nicht bloß als Zuschauerin, sondern als 
scharfe Beobachterin und kämpferische Anarchistin bewegte Goldman sich in einer Zeit, als 
Europa, Asien und Amerika von Wellen der Revolution und Reaktion erschüttert wurden. Ihr 
Leben zwischen diesen Zentren war immer wieder eines auf der Flucht: vor antisemitischen 
Pogromen, vor politischer Verfolgung und staatlichem Terror. Die Erfahrungen in den 
Kämpfen der US-Amerikanischen TextilarbeiterInnen brachten Goldman zu ihren Vorstellungen 
vom freiheitlichen Sozialismus, und entsprechend wurde sie zur bekannten Aktivistin und 
Agitatorin der ArbeiterInnenbewegung. Dies brachte ihr sowohl eine große Anhängerschaft 
als auch Repression ein, was zu mehreren Gefängnisaufenthalten führte. Später verlagerte 
Goldman ihren Schwerpunkt auf andere Kampffelder. Ihre Positionen zu Militarismus,
Nationalismus, Religion, Feminismus und Familie sind bis heute
herausfordernd und eigenständig. Befreiende Momente suchte sie nicht in
Parteien und auch nicht in der Masse, sondern im kreativen Potential,
das erst noch von den gemeinschaftlich handelnden Individuen zu
erschaffen ist.

Ihre provozierenden Thesen werden vorgestellt, im Zusammenhang mit
Goldmans Biographie. Denn ihr Leben folgte dem von ihr selbst
formulierten Grundsatz, „dass die Wahrheit, wenn sie einmal erkannt
wurde, auch gelebt werden muss und ihr Wesen nicht nur theoretisiert
werden darf“.

Mit Rudolf Mühland
Vortrag im Rahmen des Antifa Cafés Mülheim
http://afrheinruhr.blogsport.de/2016/05/08/muelheim-die-gefaehrlichste-frau-amerikas-emma-goldman/#more-417


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