(de) Pressemitteilung der FAU Halle: FAU Halle fordert erfolgreich ausstehende Löhne im Callcenter ein

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Sun May 8 15:47:06 CEST 2016


Geringfügig Beschäftigter erhält nun Nachzahlung. FAU Halle kritisiert verbreitete 
Missachtung von Arbeitsrechten im Minijob-Bereich ---- Die VAB FAU Halle hat erneut 
erfolgreich Urlaubsentgelt und ausstehenden Lohn eingefordert. Ein Minijobber von der S 
Direkt-Marketing GmbH & Co. KG hatte sich mit diesem Anliegen zuvor an die 
Basisgewerkschaft gewendet, nachdem er nach seiner fristgerechten Kündigung für den 
letzten Monat keine Schichten mehr bekam und damit einhergehend einen Lohnausfall von 
einem Monat zu beklagen hatte. ---- Der Fall zeigt erneut, dass es sich lohnt, sich gegen 
die Missachtung von grundlegenden Arbeitsrechten zu wehren. Damit ist der Fall des 
Sparkassen-Callcenters bei weitem kein Einzelfall. Kein bezahlter Urlaub, keine 
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, unbezahlte Überstunden – das ist alles gängige Praxis 
im Bereich der geringfügigen Beschäftigung.

Die allgemeine Sekretärin der FAU Halle zeigt sich zufrieden: „Wir sind sehr zufrieden 
über die konstruktiven Verhandlungen mit S-Direkt, die relativ zügig zu einem 
zufriedenstellendem Ergebnis führten“. Kritik übt sie an der Praxis der willkürlichen 
Schichtvergabe: „Es ist leider nicht das erste Mal, dass Arbeitende zu uns kommen, die 
kalt gekündigt werden, also ohne formelle Kündigung einfach keine Schichten mehr bekommen 
und entsprechende Verluste machen.“

Diese Lohneinbußen lassen sich durchaus im Nachhinein einfordern, wie auch dieser Fall 
hier zeigte. Um der verbreiteten Unsicherheit über die Rechtslage entgegenzutreten 
arbeitet die FAU Halle derzeit an einer Kampagne zu den Arbeitsrechten im Minijob-Bereich. 
So sollen die geringfügig Beschäftigten über ihre Rechte informiert werden und 
gleichzeitig auch gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

FAU Halle, 01.05.2016

Mehr unter:
www.fauhalle.blogsport.de

http://www.fau.org/artikel/art_160501-223823


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