(de) Antikapitalistischer Block auf der 1.Mai Demo des DGB in Bochum

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Fri May 6 08:42:40 CEST 2016


Start am Bergbaumuseum ---- Unter dem Motto „Wir kriegen nur wofür wir kämpfen: 
Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft!“ versammelten sich am 1. Mai circa 50 Menschen 
vorm Begbaumuseum zu einem antikapitalistischen Block auf der Demo des DGB. Teilgenommen 
haben Menschen aus verschiedenen Gruppen und Organisationen, wie der Anarchistischen 
Föderation Rhein/Ruhr, Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union, Industrial Workers of the 
World und selbstverständlich der schwarzen Ruhr-Uni und Anarchistischen Gruppe Bochum, als 
veranstaltende Gruppen. ---- Auch wenn DGB-Ordner unter Zuhilfenahme der Polizei zunächst 
versuchten den Block ans Ende der Demo hinter den Lautsprecherwagen zu verbannen, um 
unsere Kritik an diesem sozialpartnerschaftlichen Spektakel zu ersticken, positionierte 
sich der Block in der Mitte der Demo. Zu weiteren Belästigungen kam es nicht. Während der 
ganzen Demoroute waren wir der lauteste Block. Es wurden viele verschiedene 
antikapitalistische, antinationale und antistaatliche Parolen gerufen.

„Halts Maul!“ – Reden von DGB-Funktionärinnen und der SPD lautstark gestört

Als wir den Rathausplatz erreichten formierten sich die Leute aus dem Block nah an der 
Bühne des DGB um die ankündigten Reden des Bochumer Bürgermeisters und der 
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (beide SPD) zu stören. Das Hochtranspi des Blocks mit 
der Aufschrift „Nicht dem Parlament vertrauen, auf Widerstand von unten bauen – 
Organisiert euch in Stadtteil, Bildung und Betrieb“ wurde in Richtung der Menschen vor der 
Bühne entrollt. Bei Beginn der ersten Reden wurden dann lautstark Parolen gerufen wie „Wer 
hat uns verraten? Sozialdemokraten.“, „100 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh“ und 
„Aufruhr, Widerstand. Klassenkampf statt Vaterland“. Die Redner*innen waren teilweise 
gezwungen ins Mikrofon zu brüllen um halbwegs hörbar zu bleiben.

Die umstehenden Menschen reagierten sehr unterschiedlich auf das Geschehen. Viele blieben 
eher passiv und klatschten hin und wieder bei den Reden. Einige wenige vor allen aus den 
Reihen der SPD pöbelten den Block an und andere lächelten zustimmend in unsere Richtung. 
Auch in den DGB Gewerkschaften gibt es wohl einiges an Unmut über den Kuschelkurs der 
Gewerkschaftsfunktionär*innnen.
Gegen Ende ihrer Rede nahm Hannelore Kraft auch nochmal Bezug auf die Störung und mahnte 
zu “demokratischem Verhalten”. Was auch immer das heißen mag…
Als sie heiser ihre Rede beendet hatte, entschieden wir uns unseren Block aufzulösen um 
uns an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen.

Wie geht es weiter?

Für uns war dieser Tag und insbesondere das aktive Stören der Reden ein Erfolg, der zeigt, 
dass es auch in Bochum möglich ist klassenkämpferische Inhalte offensiv nach vorne zu 
bringen und die „sozial“demokratische Heuchelei nicht unwidersprochen stehen zu lassen. 
Wir werden alles dafür geben, dass dies in Zukunft so weitergeht. Falls ihr Lust habt mit 
uns aktiv zu werden, gibt es am 9. Mai um 18.30 Uhr ein offenes Treffen im sozialen 
Zentrum (Josephstr. 2). Die Genoss*innen der Schwarzen Ruhr-Uni veranstalten am Mittwoch 
ein Kennerlerntreffen an der Uni, mehr dazu hier. Infos zum nächsten FAU-Treffen im 
östlichen Ruhrgebiet gibt es hier. Danke auch nochmal an alle Menschen, die versucht haben 
am 1. Mai den Naziaufmarsch zu verhindern, wenn es deshalb Stress gibt, werden wir an eure 
Seite sein!

Quelle mit weiteren Fotos: Anarchistische Gruppe Bochum

http://afrheinruhr.blogsport.de/2016/05/03/antikapitalistischer-block-auf-der-1-mai-demo-des-dgb-in-bochum/


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