(de) FdA-Gruppen, Feministische Sachbeschädigung in Dresden. Bekenner_innenschreiben und Pressespiegel

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Thu Mar 24 12:55:26 CET 2016


Auch uns erreichten Infos über eine feministische Sachbeschädigung in Dresden. Wir wollen 
das Bekenner*innenschreiben und ein paar Presseberichte mit euch teilen: ---- „Dieser Ort 
ist nur einer von vielen – Kampf dem patriarchalen Normalzustand!“ ---- Wir haben die 
Schnauze voll. Am hellichten Tag wird hier eine Frau vergewaltigt. Ein Mann drückt sie auf 
eine Bank, zerrt sie ins Gebüsch und vergewaltigt sie. Leute laufen vorbei und tun nichts. 
Auch jetzt sieht man dem Ort nicht an, was passiert ist. Das wird sich ändern. Auf diese 
Bank wird man sich nicht mehr gemütlich setzen können. ---- Am 27.02.2016 hat die 
Vergewaltigung auf dem Albertplatz in Dresden stattgefunden. Es interessiert keine Sau, 
wenn wie hier der Täter weißer Sachse ist. Solche Vorfälle werden aber dann skandalisiert, 
wenn wie in Köln manche Täter Geflüchtete sind.

Um die betroffenen Frauen geht es den sexistischen und rassistischen Deutschen nur, wenn 
es die vermeintlich „eigenen“ Frauen sind. Staatseigene Körper, die vor dem „Anderen“ 
beschützt werden müssten. Piss off!

Diese Vergewaltigung ist kein Einzelfall, sondern nur eine sichtbare Spitze des Eisbergs:
Jede achte Frau in Deutschland wird in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung.
Auch Menschen anderer Geschlechter sind betroffen, die Masse jedoch richtet von sich von 
Männer gegen Frauen. Diese Form der Gewalt wird gestützt von patriarchalen 
Geschlechterverhältnissen, die in unserer Gesellschaft herrschen.
Die wenigsten Vergewaltigungen werden überhaupt angezeigt. Das hängt einerseits damit 
zusammen, dass Frauen oft nicht geglaubt wird, ihnen selbst die Schuld gegeben wird, so 
dass der Weg durch Polizei und Justiz zum Spießrutenlauf wird. Zudem finden die wenigsten 
Vergewaltigungen so wie hier im öffentlichen Raum statt. „Der fremde Mann im Gebüsch“ ist 
ein leider sehr zäher Mythos. 90% aller Vergewaltigungen finden in Familie, Ehe, 
Beziehungen und näherem Umfeld statt.

Diese Bank ist also nur die öffentliche Spitze des Eisbergs namens patriarchaler 
Normalzustand, dessen Gewaltförmigkeit wir hiermit sichtbar machen.

Wir greifen ihn an in Solidarität mit allen Betroffenen sexualisierter Gewalt.
Schließen wir uns zusammen und zertrümmern wir den Eisberg!

Ihr werdet unsere Wut so lange zu spüren bekommen, bis sich jeder Mensch überall frei und 
sicher bewegen kann.

Filiz, Natasha, Alex, Malenga, Ceyda, Flori

Quelle: linksunten.indymedia.org
Dort findet man auch mehrere Fotos.
__________

Presse-/Medienberichte:

Dresdner Neueste Nachrichten

Radio Dresden
bzw. Hitradio RTL

Neustadt-Geflüster

Polizeibericht Dresden

Sächsische Zeitung (leider nur für Abo-Inhaber_innen)

Alternative Dresden News

und die beste Schlagzeile zum Schluss
MOPO 24

Zum Originalbeitrag

http://fda-ifa.org/feministische-sachbeschaedigung-in-dresden-bekenner_innenschreiben-und-pressespiegel/


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