(de) FAU: Solidarisch gegen die Angriffe auf kritische Öffentlichkeitsarbeit!

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Tue Mar 15 12:12:14 CET 2016


Erst vor wenigen Wochen erwirkte ein Restaurant am Hackeschen Markt eine einstweilige 
Verfügung gegen die FAU Berlin, um deren öffentlichkeitswirksame Aktionen zur 
Lohneintreibung zu unterbinden. In Mainz droht die "Alternative für Deutschland" per 
Anwaltsschreiben, das Lokalmagazin "Zwischenzeit" wegen angeblich unwahrer 
Tatsachenbehauptungen in diesem Artikel zu verklagen. Ob Gewerkschaft oder Lokalmedium - 
wir sollten uns den Mund nicht verbieten lassen! ---- Einstweilige Verfügungen oder 
Unterlassungsaufforderungen haben Methode, und auch die FAU ist immer wieder damit 
konfrontiert. Damit kritische Öffentlichkeit nicht unterbunden wird, sollte sie in solchen 
Fällen erst recht geschaffen werden. Wenn in 100 Medien drüber berichtet wird, ist das 
Fass soweit offen, dass man es nicht mit ein paar Gerichts- und Anwaltsschreiben wieder 
schließen kann. Leider ist es eben so, dass diese Verfahren mit hohen - und für kleine 
Organisationen möglicherweise existenzbedrohenden - Kostenrisiken verbunden sind, aber 
zugleich zunächst nicht geprüft wird, ob die damit angegriffenen Aussagen überhaupt in 
irgendweiner Weise zu beanstanden sind. Zur Perfidität gehört, dass wenn man den 
Zensurversuch einfach "schluckt" und sich nicht weiter wehrt, es noch vergleichsweise 
günstig ausgeht - etwa um 1000€, während bei Gegenwehr die Kosten schwer vorhersehbar sind.

Dagegen hilft Solidarität, wie sie innerhalb der FAU selbstverständlich ist, damit auch 
ein kleines FAU-Syndikat einen solchen Konflikt austragen kann, aber natürlich sollten wir 
- zumindest ganz praktisch durch Weiterverbreitung der Information - auch solidarisch mit 
einem kritischen Lokalmedium sein.

http://www.fau.org/artikel/art_160310-131218


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