(de) fau berlin: Demonstration zum Frauen*kampftag

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Tue Mar 8 08:27:12 CET 2016


Die FAU Berlin beteiligt sich auch dieses Jahr an der Demonstration anlässlich des 
Frauen*kampftages. Wir rufen gemeinsam mit dem Bündnis "Making Feminism A Threat" alle 
Feminist_innen, Supporter_innen und jene, die es noch werden wollen, zur Demoteilnahme 
auf! - Auf die Straße für den Feminismus! Gegen sexualisierte Gewalt und gegen jeden 
Sexismus! ---- Make feminism a threat – gemeinsam im linken, radikalen, queeren und 
feministischen Block auf der Frauen*kampftagsdemo am 6. März um 12 Uhr in Berlin, 
Treffpunkt Rosa-Luxemburg-Platz. ---- Sexualisierte Gewalt ist nicht erst seit den 
Übergriffen in der Silvesternacht ein massives Problem. Und sie war auch nie ein 
besonderes Problem „fremder“ Männer. Sie ist ein Problem struktureller Männlichkeit und 
das heißt: ein Problem, seit diese herrscht. Den allergrößten Teil sexualisierter 
Übergriffe begehen Täter aus dem Bekanntenkreis der Betroffenen, in über zwei Dritteln der 
Fälle ist dabei die eigene Wohnung der Tatort.

Ein ‚nein‘ heißt in Deutschland zudem noch immer nicht ‚nein‘. Von sexualisierter Gewalt 
Betroffene müssen beweisen, dass sie sich gewehrt haben. Nur etwa ein Fünftel der Taten 
werden angezeigt, nur ein Bruchteil der angezeigten Täter überhaupt verurteilt.

Sexismus hat viele Formen und sexualisierte Gewalt ist eine besonders brutale von ihnen. 
Die kapitalistische Konkurrenzgesellschaft belohnt „männliches“ Verhalten wie Aggression 
und Egoismus, allerdings vor allem bei Männern. Die patriarchale Geschlechterordnung, also 
der Vorrang von Männlichkeit, gibt Männern dabei die Verfügungsgewalt über die Arbeit und 
Körper von Frauen*.

Auch in Deutschland herrscht eine Kultur vor, die Sexismus und sexualisierte Gewalt 
verharmlost. Dafür braucht es keine sogenannten „Pick-Up-Artists“, die sexuelle Übergriffe 
auf Frauen* als Spiel und den Einsatz von Gewalt als legitimes Mittel verkaufen. Schon die 
Werbung zeigt täglich tausendfach: „Mädels, eure Meinung zählt nicht!“ und „Männer, nehmt 
euch, was ihr wollt!“

Diese vorherrschende Form von Männlichkeit ist gebunden an eine Norm von 
Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität. Trans*- und Inter*personen, sowie queere, 
lesbische oder schwule Menschen, die sich jenseits dieser Normen verorten, sind deshalb 
noch stärker von sexualisierter Gewalt betroffen.

Zudem konstruieren rassistische Darstellungen Weiße Frauen* als „rein“, Women* of Colour 
dagegen mal als hypersexuell und freizügig, mal als besonders schwach und unterwürfig – 
und machen sie damit in beiden Fällen zu einer noch stärker gefährdeten Betroffenengruppe. 
Illegalisierte Frauen* sind noch schutzloser, weil ihnen nicht einmal die (ohnehin 
ungenügenden) Mittel des Rechtsstaates zur Verfügungs stehen, um die Täter zur 
Rechenschaft zu ziehen.

Das Problem ist patriarchale Männlichkeit. Uns reicht es.
Sexualisierte Gewalt verhindern! Patriarchat abschaffen! Geschlechterverhältnisse auflösen!
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Den kompletten Aufruf und weitere Infos findet ihr hier:

http://makingfeminismathreat.blogsport.de/aufruf/
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Am 12.März findet dann die bundesweite Demo zum Frauen*kampftag in Köln statt, zu der 
unser Bündnis ebenfalls mobilisiert. Treffpunkt Domplatte, 13 Uhr, gemeinsame Anreise ist 
in Bussen aus Berlin am frühen Samstagmorgen möglich.
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Und am Frauen*kampftag selbst, Dienstag, den 8. März, wird zudem eine Demonstration nur 
von FrauenLesbenTransInter* stattfinden. Unter dem Motto "Wir nehmen uns die Macht 
zurück!" wird sich um 15:30 Uhr am Kottbusser Tor/ Reichenberger Straße getroffen. Um 17 
Uhr gibt es dann eine Kundgebung am Oranienplatz.

Infos dazu findet ihr hier: https://iwspace.wordpress.com/wir-nehmen-uns-die-macht-zuruck/

https://berlin.fau.org/news/demonstration-zum-frauen-kampftag


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