(de) fda-ifa - zur hölle mit der “demo für alle”! von nigra

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Sat Mar 5 14:45:34 CET 2016


3000-4000 menschen nahmen am gestrigen sonntag an der sogenannten “demo für alle” in 
stuttgart teil und schwurbelten unter dem motto “ehe bleibt ehe! stoppt die gender-agenda 
und sexualisierung unserer kinder” ihre rückständigen ansichten in die welt. zwischen 1500 
und 2000 gingen dagegen auf die straße. ---- das zahlenverhältnis ändert sich von mal zu 
mal zu gunsten der vielfalt. betrug es im juni 2015 noch 1:10, im oktober 2015 1:5, lag es 
gestern locker bei 1:2. deutlich weniger homophobe, christlich-fundamentalistische, 
rechtskonservative, nationalistische, rechte und offen faschistische menschen und gruppen 
hatten den weg in die landeshauptstadt auf sich genommen und das obwohl ihre busfahrten 
fett u.a. von albrecht graf von brandenstein-zeppelin gesponsert werden. die afd war 
augenscheinlich mit vielen anhänger*innen vertreten. im aktuellen landtagswahlkampf zeigt 
die rassistische partei ihre verbundenheit zur “demo für alle” u.a. auf ihren wahlplakaten 
mit sprüchen wir “Bildung statt Ideologie an den Schulen” und “Kinder willkommen! Ja zur 
Familie!” (hier gleichen sich die familien-logos fast aufs haar.).

strategisch klug wurden im vorfeld von verschiedenen gruppen plätze, darunter auch der 
opernplatz, in der stuttgarter innenstadt mit kundgebungen und veranstaltungen belegt, so 
dass die “demo für alle” nicht wie die male zuvor dort ihre abschlusskundgebung abhalten 
konnte. diesmal drehten sie eine kleine runde bis zum wilhelmsplatz und wieder zurück. 
hierbei wurden sie von einem massiven und brutalen bullenaufgebot geschützt. so kam es am 
wilhelmsplatz bei einem durchbruchsversuch dann auch zu großflächigem einsatz von 
pfefferspray und knüppeln. hier zitiere ich eine passage aus dem bericht der coolen 
demo-sanis süd-west:

“Nachdem es bereits zwischen Schloss- und Schillerplatz zu ersten Auseinandersetzungen 
gekommen war, bei denen es die ersten Verletzten gab, ging die Polizei am Wilhelmsplatz 
unverhältnismäßig und oft ohne ersichtlichen Grund gegen die Gegendemonstranten vor. 
Angesichts der Fülle der Patienten in diesem kurzen Zeitraum unter Behinderungen durch die 
Polizei war eine effiziente Patientenversorgung nur schwer zu realisieren. Der öffentliche 
Rettungsdienst musste zur Bewältigunge der Situation zusätzliche Kräfte des Ehrenamtes 
hinzuziehen. Ich möchte an dieser Stelle einige Punkte monieren, die unseren Einsatz 
zusätzlich erschwerten, mich zunächst aber bei den vielen freiwilligen Helfern bedanken, 
die uns in dieser Situation tatkräftig zur Seite standen. Angeforderte Rettungsmittel 
wurden von der Polizei nicht bis zu den Patienten durch gelassen.

Offensichtlich verletzte Personen, die zum öffentlichen Rettungsdienst wollten, wurden von 
der Polizei weiter mit Pfefferspray massiv angegangen. Auch Sanitätskräfte gezielt 
gestoßen und mit Pfefferspray bedroht. Gegen Ende wurde der Verkehr auf der Straße durch 
die Polizei wieder frei gegeben, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt noch Patienten und 
behandelndes Personal auf der Straße aufhielten. Zusammenfassend müssen wir mit 
Erschrecken feststellen, dass die Polizei auf die medizinische Versorgung von Verletzten 
am Wilhelmsplatz kaum Rücksicht genommen hat.”

ungeachtet dessen waren die proteste gegen die “demo für alle” wie schon die letzten male 
militant, friedlich, bunt, kreativ, laut und ausdauernd (siehe fotos). das politische 
spektrum, das sich in den straßen tummelte, reichte von unorganisierten menschen, parteien 
und gewerkschaften über antifa-gruppen bis hin zu kommunistischen und anarchistischen gruppen.

die “demo für alle” stoppen!
die homolobby wird siegen!

[lest auch den bericht des antifaschistischen aktionsbündnisses stuttgart & region.]

http://fda-ifa.org/zur-hoelle-mit-der-demo-fuer-alle/


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