(de) News - 20.07.16 von fau j6 - Gegen Werkverträge für Interviewer*innen!!

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Sun Jul 24 13:54:15 CEST 2016


Arbeitskampf im CATI-Labor der Universität Jena [Update 20.7.: Uni kündigt Ende der 
Werkverträge an] ---- Beschäftigte des universitären CATI-Labors sind an die Freie 
Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU) Erfurt/Jena herangetreten um gegen ihre 
Arbeitsbedingungen zu protestieren. Im CATI (Computer-assisted telephone 
interviewing)-Labor werden telefonische Umfragen und Interviews für universitätsinterne, 
wirtschaftliche und politische Auftraggeber durchgeführt. Betrieben wird das CATI-Labor 
vom Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. ---- Werkverträge 
zwingen die Beschäftigten in die Scheinselbstständigkeit und unterwandern den Tarifvertrag 
der Länder (TV-L) sowie grundlegende arbeitsrechtliche Mindeststandards. Vertraglich soll 
das Werk, geführte Interviews, bezahlt werden, während faktisch die Arbeitszeit nach 
Mindestlohn bezahlt wird.

[Update und Kungebungsbericht 24. Juni] | [Solidaritätserklärung des Landesausschuss der 
Studentinnen und Studenten (LASS) der GEW Thüringen] | [Beendigung der Werkvertragspraxis 
am Soziologischen Institut]
Mit der Unterstützung der FAU fordern die organisierten Beschäftigten reguläre 
Arbeitsverträge anstatt der Werkverträge und damit die Umsetzung geltender Arbeitsgesetze 
und der Bildschirmarbeitsplatzverordnung. Außerdem fordern sie eine an Tarifvertrag 
orientierte Vergütung von 13 Euro und die zuverlässige, zeitnahe Überweisung der Löhne.

Das Institut für Soziologie der Universität Jena ist deutschlandweit bekannt für seine 
enorme akademische Produktivität und gewerkschaftsnahe Forschungsausrichtung. Umso mehr 
erstaunt es, dass das Institut im CATI-Labor die gewerkschaftlich erkämpften 
Errungenschaften unterläuft.

Die prekäre Finanzierung der Universität führt immer mehr dazu, dass reguläre 
Beschäftigungsverhältnisse durch billige studentische Arbeitskraft ersetzt werden, sei es 
im CATI-Labor, in der EDV oder den universitären Bibliotheken. Dieser Praxis stellt sich 
die FAU gemeinsam mit den Beschäftigten entgegen.

FAU Erfurt/Jena,

Jena, den 20. Juni 2016
www.catilabourstruggle.blackblogs.org
Kontakt: fauj at fau.org / 01575 33 51 39 4

http://www.fau.org/artikel/art_160620-092458


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