(de) FDA-IFA, Gai Dao #61 - Alles Schall und Rauch? Eine Kritik an der akademisch-linken Sprachkultur Von: Martin Loeffelholz

a-infos-de at ainfos.ca a-infos-de at ainfos.ca
Sat Jan 30 14:23:58 CET 2016


Völlig von der Praxis der revolutionären Bewegung isoliert, habe er das "‘Grand Hotel 
Abgrund‘ bezogen“, so der polemische Vorwurf des Marxisten Georg Lukács an Adorno, "ein 
schönes, mit allem Komfort ausgestattetes Hotel am Rande des Abgrunds, des Nichts, der 
Sinnlosigkeit“1. ---- Von dessen Terrasse aus betrachte er mit seinen Konsorten bei einem 
Aperitif das Elend der Welt, um von Zeit zu Zeit das tragische und skandalöse 
Weltgeschehen im vor ihnen sich ausbreitenden Abgrund zu kommentieren2. Das Hotel Abgrund, 
der Elfenbeinturm. Von dessen Warte aus sie mit der Kunst der Rhetorik, der Fachwörter, 
der Wortspiele und der mehrschichtigen Syntax ihr Publikum ins Staunen versetzen. Die 
akademische Sprache. ---- Was ist sie, wie funktioniert sie, welche Zwecke hat sie? Und 
vor allem: Welche Zwecke hat sie nicht?

Machen wir uns keine Illusionen: Zweifelsohne gibt es Theoriezirkel,
deren "Gefasel“ zwar wie "hohe Kunst“ und dadurch unangreifbar
wirkt, aber eigentlich sehr leicht als bloße Inszenierung zu entlarven ist,
mit oft sehr banalen Inhalten. Gleichwohl ist es vielleicht gar nicht so
einfach, diesen Sprachstil abzulegen, ohne das Gefühl zu haben,
plakativ oder rau zu klingen und vielleicht ist nicht einmal dieser Text
frei von dem, was er kritisiert.

Hegel, Kant, teilweise Marx. Adorno, Focault, das Autorenkollektiv
Tiqqun3, Krisis, Exit, Guy Debord, Negri, Michael Hardt, John
Holloway. Alles scheiße4 Auch sie haben es nicht geschafft, "alle
Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein
geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“5 Das sollte
auch nicht der Anspruch an sie sein. Aber das ist der Anschein, den sie
erwecken. Spricht es nicht Bände, dass in dieser Ambition bisher alle
versagten, obwohl sie Bände schrieben?

Zwecke

Nicht jeder komplizierte Text stammt aus der "linken Ecke“ oder muss
überhaupt politisch sein. Es lohnt sich also, mal einen Blick über den
Tellerrand hinaus zu wagen, in die Welt der langen Bärte.

Selbstverständlich gab es schwerverständliche Schriften auch schon im
Mittelalter. Eine gehobene Sprache deutete damals auf eine bessere
Bildung hin, somit wurde eine gehobene Stellung in der Gesellschaft
betont. Auch die liberalen Kräfte des Vormärz, die Mitte des 19.
Jahrhunderts zur Gründung des deutschen Nationalstaates drängten,
versteckten aus Schutz vor Repression ihre Ideen gerne hinter jenem
befremdlichen Sprachcode. Und um sich nicht weiter mit den längst
vergangenen Zeiten abzugeben, sei nur mal eines der berühmtesten
Werke prämoderner Zeiten genannt: Goethes Faust. Nein, nicht nur
Sachtexte, auch Gedichte machen sich diesen Sprachstil zu eigen, etwa
im Hinblick auf Ästhetik.

Daneben hat er noch viele weitere Funktionen: Sachverhalte lassen sich
präzise formulieren; ein*e Satiriker*in in China sieht in dieser Sprache
wohl weniger ihre Grenzen, als vielmehr ihre Möglichkeiten; die
Möglichkeit, Komplexität zu reduzieren, ohne jeden Begriff zunächst
einer halbseitigen Definition unterziehen zu müssen; das Bilden
gemeinsamer Ausgangspunkte als Diskussionsbasis, auf der
Wissenschaftler*innen und Philosoph*innen abseits subjektiver
Erfahrungen argumentieren und kontinuierliche Debatten führen
können; die Möglichkeiten sind vielfältiger als man zunächst glauben
mag.

Doch niemand kann die Rolle bewusster Exklusivität leugnen. So gab
Heidegger einmal offen zu, dass, "das Sichverständlichmachen der
Selbstmord der Philosophie [sei]“. Vor allem weite Teile der
soziologischen Forschung rücken sich liebend gerne in dieses Licht.
"Ihre Arbeiten werten sie gerne mithilfe von sechs oder sieben denkbar
anämischen ,Müllschluckerwörtern‘ (Botho Strauß) auf
[Rechtschreibverb. d. Verf.]. ,Innovation‘ gehört immer noch dazu,
ebenso wie ,Optimierung‘, ,Ressource‘, ,Komparatistik‘,
,Entwicklungsdynamik‘, ,Profilbildung‘, ,strukturbedingte
Determiniertheit‘“6. Vor allem gilt das in Deutschland. Die
angelsächsische Philosophie etwa zeichnet sich durch einen viel
leichteren Sprachgebrauch aus. Das hat sich nicht grundlos entwickelt.

Im postnazistischen Deutschland der 1950er-Jahre sahen sich die
Sozialwissenschaften regelrecht gezwungen durch einen massiven
theoretischen Vorbau Legitimität zu bewahren. Vor allem aber ist die
akademische Sprache natürlich auch ein Selbstzweck: "Die akademische
Sprache ist keineswegs jederzeit fachlich zwingend, sie ist vielmehr
überwiegend ein kulturelles Instrument, um eine Aura des Besonderen
Zusammensetzen mehrerer Wörter oder das Formen abstrakter
Substantive. Schachtelsätze, Abstraktionen und Fachwörter, gepaart mit
rhetorischen Stilmitteln – das ist das Prinzip. Vor allem die
Abstraktionen führen dazu, dass man den konkreten Inhalt nicht mehr
sofort versteht, sondern er muss auf einer neuen Ebene gedacht werden.
So wird aus der Ambition der Liberalen, weitgehend uneingeschränkte
Möglichkeiten zur effizienten Kapitalverwertung zu garantieren, der
Begriff von der „Freiheit des Einzelnen“ abstrahiert. Das ist eine kluge
Wortwahl, denn neu geschaffene Abstraktionsebenen haben die
Eigenschaft, dass sie mehrfach gedeutet werden können. Fließt die
„Freiheit des Einzelnen“ in den Wahlkampf ein, so stellen sich gewiss
viele Bürger*innen mit eher mäßigem politischem Hintergrundwissen
darunter nur aufgeschlossene, vielleicht alternativ-angehauchte,
Parteipolitiker*innen vor. Das Englische „liberal-minded“ lässt diese
Vorstellung wohl gut zur Geltung kommen...

Unter diesem Aspekt funktioniert auch Adornos Sprache zu großen
Teilen: Sie wirkt wohl nicht deshalb so kompliziert, weil er besonders
viele Fremdwörter verwenden würde, die könnte man schließlich im
Wörterbuch nachschlagen, sondern weil er in seiner unklaren,
mehrschichtigen Syntax, stets mit Hegel-Begriffen wie „Allgemeines“
und „Besonderes“ umher jongliert. Er unterscheidet dabei noch
und Erhabenen herzustellen, um Distanz nach unten durch die Pose
auserwählter Exklusivität zu schaffen.“ 7 Sie dient dem Ansehen, Basis
einer guten Vermarktung, dazu, überhaupt erst wahrgenommen und
prinzipiell anerkannt zu werden. Wenn sich Philosoph*innen also einen
öffentlichen Schlagabtausch liefern, dann kann das den Schauplatz
eines Kampfes darstellen, indem der*die eine Intellektuelle versucht,
über den*der anderen stehen zu können. Der verbreitete Unmut über
die weisen Personen und ihren Sprachcode hat definitiv seine
Berechtigung, doch erfüllt er eben auch weitere Funktionen, manche
davon kommunikationstechnisch, andere historisch oder politisch
bedingt.

Funktionsweise

Kant meinte, keine Sprache wie die Deutsche ermögliche es ihm,
komplexe und abstrakte Gedankengänge derart präzise darstellen zu
können. Es sind Philosoph*innen wie er, wegen dem auch viele
Menschen außerhalb Europas beginnen, das Deutsche zu lernen, um sie
in ihrer Originalsprache verstehen zu können. In der Tat eignet sich die
deutsche Sprache dafür besonders gut, in der sich besonders
verworrene Schachtelsätze bilden lassen – ebenso wie das
zwischen "schlechten“ und "guten“ "Allgemeinen“. Was dieses ominöse
"Allgemeine“ genau ist, setzt er voraus, aber letztendlich kann es einer,
der nicht Hegels Gesamtwerk gelesen hat, nur mehr oder weniger
erraten 8.

Fakt ist: All diese rhetorischen Methoden schaffen Raum für
Interpretation. Wozu führt das? Je unschärfer formuliert, desto höher ist
der Grad der Interpretation. Diese Verdunkelungsabsichten sind
selbstverständlich gewollt. Von Philosoph*innen angesehen zu sein,
bedeutet, möglichst oft von anderen genannt zu werden. Diejenigen, die
sich konkret ausdrücken, können bestenfalls als feuilletonistisch gelten.
Diejenigen, die sich so unklar artikulieren wie nur möglich, erlangen
hingegen die Spitzenplätze im citation index. Doch waren sich die
klugen Köpfe jemals einig gewesen? Es sind gerade diese
Verdunkelungsabsichten, die eine Einigkeit von vornherein verhindern,
denn das ist ja deren Ziel. Interpretieren, kommentieren, in
Zusammenhang mit anderen Philosoph*innen bringen, so entwickelt
sich aus einem Text ein geschlossener Kreis, in dem Texte zirkulieren
und sich – wortwörtlich - verewigen können. Zwar kann ein Diskurs
im Lauf der Geschichte gegebenenfalls auch einmal neu bewertet
werden, doch verweigert sich diese Art von Diskussionskultur finaler
(Zwischen-)Ergebnisse.

Sobald dieser Sprachhabitus beim Lesen einmal erkannt wird, äußert
sich das spontan und intuitiv ("Bitte was!?“), die Kritik daran ebenso
("Lange Rede, kurzer Sinn“). Natürlich fehlt eine wissenschaftlich-
fundierte Sprachanalyse, die der "ungeschulte“ Außenstehende ja auch
gar nicht liefern kann. Jede Kritik (an ihrem Sprachstil oder an ihrem
Inhalt) scheint also gezwungen zu sein, verstummen zu müssen. Wer
sich nicht assimiliert, wer nicht so wird wie sie, scheint unfähig mit
ihnen zu reden und ist höchstens eine "theoriefeindlicher Autonomer“,
ein*e "Idealist*in“ oder ein*e "Bewegungslinke*r“. Eine perfide
Immunisierungsstrategie.

Gepaart mit einer Marx-Terminologie (Warenform, Wertsubstanz,
Kapitalfetisch, Produktivkraftverhältnisse, Subjektivierung, reelle
Subsumption, abstrakte Arbeit, ...) entsteht daraus ein staubtrockenes
und todlangweiliges Kauderwelsch, unfähig, die Vielfalt der Realität
abzubilden, gezwungen, in der Borniertheit zu verharren.

Sicher, es gibt immer Ausnahmen und Montesquieu und Rousseau
haben entscheidend bei der Entstehung der französischen Revolution
mitgewirkt. Aber auch ein Lutz Bachmann hat die Geschichte
vorangetrieben. Diese Ironie muss man als Tatsachen anerkennen.

All das hat fatale Folgen. Nicht nur, dass die Schreiberlinge ihre
Stunden, Tage und Wochen die sie in ihre Texte und Bücher investieren,
viel sinnvoller einsetzen könnten. Sie könnten der oft als "rau“
empfundenen, praktischen Bewegung eine sprachlich ansehnliche, aber
dennoch für Andere zugängliche Theorie als Fundament unterlegen.
Vor allem als Theoretiker*innen sollte es doch an ihnen liegen, bei
bürgerlichen Intellektuellen Interesse zu wecken. Das wird dadurch
verunmöglicht. Stattdessen gelten sie als "Wirrköpfe“ oder sie gelten als
nichts, "nichts“ in dem Sinne, als dass Außenstehende sich aufgrund der
Sprachbarrieren sich mit ihnen nicht näher beschäftigen wollen.

Das Verhältnis von akademischer Szene und Gesellschaft wirkt dabei
ergänzend: Die Leute verstehen die Erleuchteten nicht und wollen das
auch erst gar nicht. Die Erleuchteten wissen, dass die Leute sie nicht
verstehen und wollen das auch so. Ignoriert wird hierbei, dass die
allgemeine Emanzipation das Werk von bewussten Individuen sein
wird, die angewiesen ist auf die Vergesellschaftung von Ideen.
Stattdessen irrt man im Dunste der Selbstbeweihräucherung umher und
vergräbt sich in einer Wüste aus Buchstaben, die meisten passiv in
Lesekreisen. Nur wenige verfassen auch mal einen Beitrag für
einschlägige Magazine wie "Phase 2“ und der geringste Teil unter ihnen
schreibt auch Bücher. Man merkt, was für ein minoritäres
Spezialistentum bei diesen theoretischen Ergüssen eigentlich zugange
ist. Dennoch kennen viele einige ihrer Namen. Je tiefer sie dabei in
diese Welt einsteigen, desto mehr neigen sie dazu, die Verbindung zur
Realität zu verlieren. Ähnlich einer Sekte, die zwar isoliert von der
Gesellschaft ist, aber dennoch in Schlagzeilen von sich reden macht.

Beispiel

In den 1970ern fand eine Debatte statt, die als Staatsableitungsdebatte
bekannt wurde. Es ging um die Frage, inwiefern das kapitalistische
Produktionsverhältnis seine politische Form bestimme. Für Frank
Deppe war es ein "typisches Beispiel für einen - von der Praxis
weitgehend abgelösten und schließlich nur noch selbstreflexiven -
akademischen Marxismus“9. Ähnlich Rainer-Olaf Schultze: Die
Ableitungsversuche bewegten sich "zumeist im begriffslogischen Streit
um die Auslegung der marxistischen Klassiker“10. Selbst Joachim
Hirsch, der an der Diskussion maßgeblich beteiligt war, konzedierte
später, "dass die Staatsableitungsdebatte auf einem hoch abstrakten
Niveau geführt wurde und bisweilen die Züge theoretischer
Glasperlenspiele annahm“11. Genutzt hat das der Bewegung wohl
reichlich wenig, der Meinung ist auch Schultze, der meinte, dass die
Ableitungsversuche nicht in der Lage waren, "die notwendige
Vermittlung von der allgemeinen Ebene der Formbestimmung zur
konkreten Analyse der Realität kapitalistischer Staaten zu liefern.“ 12
Ironischerweise erdreistete sich ausgerechnet jener Joachim Hirsch, zu
behaupten, die Bestimmungsversuche seien notwendig gewesen, man
laufe sonst "wirklich in eine theoretische Sackgasse“ 13.

All diese Diskussionen drehen sich sehr oft um die Interpretation und
die richtige Anwendung Marx scher Begrifflichkeiten. Diese Debatten
sind also äußerst selbstreflexiv und finden isoliert von der Wirklichkeit
statt, ohne einen nennenswerten Einfluss auf sie ausüben zu können.
SPD und CDU streiten sich über die Höhe des Mindestlohnes. Ein paar
einzelne Abgeordnete führen über Monate hinweg einen verbitterten
Streit, wie Platon und Aristoteles das Wort Gerechtigkeit definieren.
Von der Boulevardpresse werden sie inzwischen nur noch als
weltfremde Spinner angesehen. Das wäre eine vergleichbare Situation.

Es ist der unendliche Diskurs, der der Illusion unterliegt, Erkenntnisse
zu produzieren. In Wirklichkeit wird er niemals eindeutige Ergebnisse
hervorbringen. Er schafft mehr Schwierigkeiten als Lösungen und ist
ein Hemmnis für den Fortschritt. Ein Ausdruck gutbürgerlicher
Sozialisation, arroganten Elitismus und zwingend resultierender
Langeweile.

Gegenstrategien

Die wohl beste Möglichkeit ist, sie in den Strukturen der Bewegung zu
akzeptieren und ihnen damit eine Brücke zur Realität zu ermöglichen,
analog zu Psychotiker*innen, für die der Aufenthalt unter Menschen oft
eine heilsame Wirkung hat. Recht wahrscheinlich ist aber, dass die, die
bereits die Wahrheit mit den Löffeln gefressen haben, aus ihrem Milieu
auch nicht mehr herauskommen, als wären sie in dem Strudel einer
Sucht gefangen. Wie beim Kapitalfetisch werden sich die akademischen
Protagonist*innen nicht der Verdinglichung bewusst, der sie sich
unterordnen, der Verwandlung der Worte in den elitären Jargon. Der
Akademismus als höchstes Stadium der Entfremdung.

Außerdem plädiere ich dafür, sich von der Marx-Terminologie
weitestgehend zu verabschieden – sie führt fast unvermeidbar in den
unendlichen Diskurs und es gibt genug sprachliche Möglichkeiten den
Kapitalismus zu kritisieren ohne in die Marx sche Wortwahl zu
verfallen.

Prinzipiell sollte man die Akademiker*innen einfach ignorieren.
Ehrlicherweise muss man aber zugeben, dass nicht alles, was sie von
sich geben, Unsinn ist und ein kleiner Teil ihres Geredes von Nutzen
sein kann. Deshalb sollten Schnittstellen geschaffen werden: die
Übersetzung des Schweren in die Sprache des leicht-Zugänglichen, in
Form einer Zusammenfassung.

An dieser Stelle haben auch schon einige Paradebeispiele liefern
können:

Die Buchreihe theorie.org hat eben genau das versucht umzusetzen und
sich an der Vermittlung "verständlich aufbereiteten Überblickwissen[s]“
erprobt, "ohne oberflächlich zu sein“; abgearbeitet werden Trotzkismus,
Situationismus, Poststrukturalismus, und noch viele weitere Themen.
Die "Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie“ von Michael
Heinrich trägt den marxistischen Grundlagen Rechnung (auch
theorie.org)

Exemplarisch für unsere Freunde aus Frankfurt: "Kritische Theorie. Eine
Einführung“ von Michael Schwandt (auch theorie.org)

"Plagiat.The totality for the kidz RMX.” : In einer Mischung aus Sachtext,
Prosa und Comic wird das Standartwerk des Situationismus, “Die
Gesellschaft des Spektakels“, resümiert das "Handbuch
Kapitalismuskritik“ vom "Bündnis gegen Kapital und Nation“ die
Anarchist*innen brauchen an diesem Punkt nur insofern gesondert
genannt zu werden, als dass auf sie das akademische Phänomen
prinzipiell nicht zutrifft, was verschiedenen Gründen geschuldet sein
dürfte aus einer völlig anderen Ecke stammt interessanterweise diese
comichafte Einführung zu Focaults Denken: "Michael Focault Philosophie für Einsteiger“ von 
Ansgar Lorenz und Reiner Ruffing

Bezeichnenderweiser stammt gerade folgendes Zitat von einer Person,
auf den sich jene schlauen Denker*innen gerne berufen:

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es
kommt aber darauf an, sie zu verändern“ (Karl Marx)

Fußnoten:

1 Lukásc, Theorie des Romans, S. 17. 1963
2 vgl. http://pension-abgrund.org/?page_id=73 (1.11.2015)
3 Ihre berühmteste Veröffentlichung, "Der Kommende Aufstand“, war
streckenweise verständlich geschrieben. Ihre Erwähnung bezieht sich
aufWerke wie "Die kybernetische Hypothese“oder "Theorie des Bloom“
4 Das ist nicht als persönliche Beleidigung gedacht, sondern bezieht sich
- polemisch-formuliert und doch ernst gemeint – auf ihre
veröffentlichten Werke.
5 Marx
6 7 Walter, Franz: Wider die Allüre der Fachsprache.
http://www.demokratie-goettingen.de/blog/wider-die-allure-der-
fachsprache-2 (1.11.2015)
8 vgl.: Versuch einer Kritik der Frankfurter Schule
http://antikapl.blogsport.de/2008/01/26/versuch-einer-kritik-der-
frankfurter-schule/ (1.11.2015)
9 Deppe, Frank: Krise und Erneuerung marxistischer Theorie.
Anmerkungen eines Politikwissenschaftlers. in: "Sozialismus“ Hamburg,
Nr. 3, 2007.
10 12 Nohlen, Dieter; Schultze, Rainer-Olaf; Lexikon der
Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. 2004.
11 13 Tote Hunde wecken? Interview mit Joachim Hirsch zur
Staatstheorie und Staatsableitung. Arranca!, Nr. 24, 2002


More information about the A-infos-de mailing list