(de) libertäre gruppe karlsruhe: Widerstand Karlsruhe, Kargida und Steh auf für Deutschland fusionieren!

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Wed Feb 3 13:48:49 CET 2016


Auf die Straße gegen den Naziaufmarsch am 02.02.2016 in Karlsruhe! Melanie Dittmer, Holm 
Teichert und Christopher von Mengersen als Redner*innen angekündigt! ---- WiKa, Kargida 
und SafD zu Karlsruhe wehrt sich; Pro NRW mit 3 Redner*innen vertreten; Berserker-Anführer 
Palosy will die Straßen zum Beben bringen; Der Wunsch nach einem neuen Deutschen Reich 
---- Die Fusion ---- Was der ehemalige Anmelder Thomas Rettig in seinem offenen 
Abschlussbrief [1] ankündigte scheint wahr zu werden. Er schrieb, dass sich die Orga um 
„Widerstand Karlsruhe“ nunmer lediglich auf die extrem Rechte und Hooligan-Szene 
beschränken wird. Die Abgrenzung von rechten Parteien waren schon immer lediglich dazu da, 
den Schein als Bürgerbewegung zu wahren und die bürgerliche Mitte nicht zu vergraulen.

Seit dem 26.01.2016 ist es raus. Die rechte Szene vereint sich und tritt unter dem Namen 
„Karlsruhe wehrt sich“ in Erscheinung. Dieser Slogan wird seit vielen Jahren sowohl von 
der NPD, als auch der Rechten und freien Kameradschaften verwendet. Dies kommt nicht 
völlig überraschend, haben diese Karlsruhe schon vor mehr als einem Jahr zur Frontstadt 
erklärt. Nicht umsonst treten in Karlsruhe mit AfD, Republikaner, NPD und Die Rechte vier 
rechts-außen Parteien zur Landtagswahl an.

Was erwartet Karlsruhe am 02.02.2016?

Für den 02.02.2016 ist die erste gemeinsame Demonstration angekündigt. Der Treffpunkt 
behält die Vorgaben von „Widerstand Karlsruhe“. So ist die Startkundgebung für 19 Uhr auf 
dem Stephanplatz angekündigt.

Als Redner*innen treten keine unbekannten auf. Angekündigt werden Melanie Dittmer, Holm 
Teichert und Christopher von Mengersen, alle drei sind bei der rassistischen und 
antimuslimischen Vereinigung Pro NRW und seit längerer Zeit in der rechten Szene aktiv.

Allen voran Melanie Dittmer. Nachdem sie in letzter Zeit mehrmals erfolglos versuchte 
rechte Aufmärsche in NRW zu etablieren, scheint sie sich nun ein neues Spielfeld auszusuchen.

In einem Facebook-Aufruf erklärt der Anführer der Berserker Pforzheim Sascha Palosy, dass 
er selbst auch einige Worte sagen möchte.

Er ruft alle Patrioten auf, sich um 17:30 Uhr am Hauptbahnhof Karlsruhe zu treffen, 
gemeinsam in die Stadt zu laufen und die Straßen zum Beben zu bringen.[2]

Der Wunsch nach dem Deutschen Reich

Auch die inhaltliche Ausrichtung dieses Zusammenschlusses wir von allen Beteiligten immer 
klarer nach außen sichtbar.

So zeigt Palosy selbst, der sich gerne als „die goldene Mitte“ der Gesellschaft darstellt, 
wohin die Reise gehen soll. Mit Aussagen wie „Nationaler Widerstand“ gepaart mit der 
Reichsflagge, sowie „das Reich kommt wieder“, stilisiert er sich zum Retter des Deutschen 
Volkes.[3+4]

Dieser Wunsch zur Wiederkehr des Reiches findet sich jedoch nicht nur bei Sascha Palosy. 
Ob die Vergasung von Flüchtenden im KZ Buchenwald oder die Verherrlichung des 
Nationalsozialismus durch die Jugendorganisation der NPD[5+6], Die Rechte, Die 
Republikaner und einzelner Mitglieder*innen des Orgakreises, aber auch das Stürzen der 
Regierung zur Einsetzung des Reiches, notfalls auch durch Waffengewalt und unterstützt 
durch „Widerstand Karlsruhe“, oder die Forderung nach einer Volksbewaffnung ala AfD 
zeigen, dass diese Veranstaltung weder mit „friedlich“ noch mit „Demokratie“ oder sonst 
welchen Programmpunkten etwas zu tun hat.

Schon Michael Mannheimer forderte auf der letzten WiKa-Demo einen Militärputsch eingehend 
mit der Aussetzung der Demokratie mit dem Ziel „die wahren Demokraten“ an die Macht zu 
bringen.

Ein paar Beispiele wollen wir bildlich festhalten, um unsere Behauptungen nicht vollkommen 
aus der Luft gegriffen dastehen zu lassen.

Zunächst einen Artikel, den „Widerstand Karlsruhe“ selbst gepostet hat. In der angeblichen 
Zuschrift eines Sympathisanten wird zum Sturm aufs Kanzleramt mit dem Ziel der 
Kapitulation Angela Merkels aufgerufen. Dies kann nicht nur friedlich geschehen. Ein neues 
Deutsches Reich soll erschaffen werden.[7]

Angelina Bähren, Mitglied des Orgakreises, welche den Zulauf zur extremen Rechten 
abfeiert, zeigt sich dann auch gerne mit Reichsadler und Hammer und Schwert in der 
Öffentlichkeit.

Die gekreuzten Hammer und Schwert sollen eine Volksgemeinschaft aus Soldaten und Arbeitern 
symbolisieren. Benutzt wurde das Symbol u.a. von den Gebrüdern Gregor und Otto Strasser, 
die den»nationalrevolutionären«Flügel in der NSDAP anführten. Ab 1929 war es 
Gaufeldzeichen der Hitlerjugend (HJ).[8]

Und auch die Republikaner können es kaum erwarten und teilen eine Schrift von von Herbert 
Schweiger.[9]

Nicht nur der antisemitische und geschichtsrevisionistische Text (die Weltgemeinschaft hat 
Schuld am Ausbruch des II. WK, da sie Deutschland den Krieg erklärte) stoßen dabei aufs 
Gemüt. Der Verfasser Herbert Schweiger wurde bereits als Jugendlicher im Deutschen 
Turnverein und der Hitlerjugend aktiv. Als 17-jähriger Mittelschüler meldete er sich im 
April 1941 freiwillig zur Waffen-SS. Im Juli 1941 wurde der ausgebildete Pionier in die 
Leibstandarte SS Adolf Hitler aufgenommen und in der Sowjetunion eingesetzt. Nach mehreren 
Verwundungen und Lehrgängen, unter anderem in der SS-Junkerschule Braunschweig, wurde er 
1943 zum SS-Untersturmführer ernannt. Seine Leugnungen des Holocausts und der Versuch der 
Wiederbetätigung des NS führten ihn mehrmals hinter Gitter.

Weitere Sympathisant*innen zeigten dann ganz deutlich, wie das Ganze aussehen könnte. 
Während wir Gewalt- und Mordaufrufe schon längst gewohnt sind, zeigen diese Kommentare 
doch eine neue Ebene auf. Im KZ-Buchenwald sollen Flüchtende untergebracht werden. Wie 
schön, dachten sich wohl einige Personen und hätten gerne, dass dann auch gleich der 
Gashahn wieder aufgedreht wird.[10]

Die rechte Szene hat in den letzten drei Jahren ungeachtet der Öffentlichkeit und trotz 
aller Warnungen gefestigte Strukturen in Karlsruhe aufgebaut und etabliert. Dieses Problem 
wurde lange genug von allen Seiten ignoriert und klein geredet. Spätestens jetzt gibt es 
keine Ausreden mehr.

Gegenproteste:

17:30 Uhr Stephanplatz Gegenkundgebung

19 Uhr Stephanplatz „Tuesday Night Fever“

EA: 0721 / 40 24 24 4

Wir rufen ALLE Antifascht*innen dazu auf sich diesem Mob entgegen zu stellen!

Laut, kreativ und entschlossen!

Der Text mit zugehörigen Bildern ist hier zu finden:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/166849

Zum Originalbeitrag

Schlagworte: Karlsruhe, nokargida, nonazis
Über Libertäre Gruppe Karlsruhe

http://lka.tumblr.com/post/138152899056/widerstand-karlsruhe-kargida-und-steh-auf-f%C3%BCr

http://fda-ifa.org/widerstand-karlsruhe-kargida-und-steh-auf-fuer-deutschland-fusionieren-auf-die-strasse-gegen-den-naziaufmarsch-am-02-02-2016-in-karlsruhe-melanie-dittmer-holm-teichert-und-christopher-von-mengerse/


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