(de) fda-ifa: schwanau-gerstheim: kundgebung und brückenblockade. alle akw’s stilllegen. jetzt. von nigra

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Wed Apr 27 09:52:30 CEST 2016


über 100 menschen beteiligten sich am heutigen sonntag an der kundgebung und 
brückenblockade am deutsch-französischen grenzübergang schwanau-gerstheim und forderten 
die sofortige stilllegung des akw fessenheim und aller anderer atomanlagen weltweit. ---- 
am 26. april 2016 jährt sich der super-gau im atomkraftwerk von tschernobyl zum 30sten 
mal. die katastrophe in fukushima, japan ist knapp fünf jahre her. aber immer noch und 
trotz dieser statistisch nur alle 10 000 jahre vorkommenden größten anzunehmenden unfälle 
sind weltweit über 400 atomreaktoren in über 30 ländern am netz und produzieren tödlichen 
strom. ca. 16 000 atomwaffen besitzen die neun atommächte usa, russland, großbritannien, 
frankreich, china, indien, pakistan, israel und nordkorea zusammen. mehr als genug, um uns 
alle mehrfach in unsere bestandteile zu zerlegen.

am heutigen sonntag fanden auf drei brücken in der ortenau und dem elsass ähnliche 
aktionen statt, die sich auf der einen seite gegen den wahnsinn der atomkraft und der 
atomwaffen richteten, auf der anderen für die ausweitung der erneuerbaren energien 
einsetzten: sasbach-marckolsheim, kehl-straßburg und eben schwanau-gerstheim. desweiteren 
waren aktionen in basel, chalampe-neuenburg, kaiserstuhl(ch)-hohentengen und 
breisach-neu-breisach geplant. die ortenau, freiburg und das elsass wären besonders stark 
betroffen, wenn sich im maroden, 39 jahre alten atomkraftwerk fessenheim ein super-gau 
ereignen würde. staatspräsident hollande hatte versprochen, das akw ende 2016 
stillzulegen. inzwischen wurde dieses versprechen mehrfach gebrochen und wir sind beim 
jahr 2018 angelangt. fessenheim, das von edf, enbw und schweizer konzernen betrieben wird, 
ist besonders anfällig für störungen und unfälle: erst im märz 2016 wurde bekannt, dass 
ein unfall vom april 2014 weitaus schwerer war, als bekanntgegeben. das wahre ausmaß wurde 
bewusst verschwiegen und die öffentlichkeit somit ein weiteres mal angelogen.

auf der brücke schwanau-gerstheim kamen um 12 uhr über 100 menschen zusammen, junge und 
alte, von beiden ufern des rheins. nach zwei redebeiträgen (1, 2) der gruppe antiatom 
ortenau und der anarchistischen initiative ortenau begaben sich die meisten leute auf die 
fahrbahnen und blockierten so den grenzübergang. ein musiker*innentrio animierte zu einem 
kreistanz und eine trommelcombo gab ihr bestes, inklusive spontaner gesangseinlagen. an 
die ungeduldigen autofahrer*innen wurden flyer verteilt und es wurde das gespräch mit 
ihnen gesucht. zu einer unschönen szene kam es, als einem autofahrer der geduldsfaden riss 
und er mit dauerhupe im schritttempo in die menge fuhr. nach einer kurzen eskalation mit 
der üblichen klischeeaufforderung “geht doch mal arbeiten” und einer rangelei, beruhigte 
sich die lage schnell wieder und die autos wurden nach und nach durchgelassen, um keine 
menschen zu gefährden.

die bullen war nur spärlich anwesend: jeweils ein streifenwagen der landespolizei und der 
gendarmerie zeigten sich.

für die abschaltung aller atomanlagen weltweit.
für eine dezentrale, ökologische energieversorgung.
…und, ja, für die anarchie.

https://fda-ifa.org/schwanau-gerstheim-kundgebung-und-brueckenblockade-alle-akws-stilllegen-jetzt/


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