(de) Am 1.Mai: Rein in den antikapitalistischen Block! Gegen die Arbeit und und ihre Verherrlichung durch die Herrschenden und die sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften!

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Thu Apr 21 13:08:16 CEST 2016


Der 1. Mai steht auch in Offenburg vor der Tür und mit ihm das alljährliche Ritual: 
Gottesdienst, Demo vom Fischmarkt zur Reithalle zum DGB-Fest, zu dem Vertreter*innen des 
Linken Zentrums R12 einen Redebeitrag beisteuern wollten. Mit der klaren Ansage der 
lokalen DGB-Größen und deren Genoss*innen, dass es auf “ihrem” 1. Mai-Fest keine 
politischen Reden zu geben habe, sehen wir nun allerdings keine gemeinsame Basis mehr mit 
ihnen. Darum haben wir uns dazu entschlossen, zwar bei der Demo im antikapitalistischen 
Block mitzulaufen, dann aber unser eigenes, kleines Fest im Linken Zentrum R12 zu feiern. 
---- “Gegen die Arbeit? wusst ich’s doch, dass ihr Linken alle faule Schweine seid!”
Ja, wir sind gegen die Arbeit im Kapitalismus, da sie immer Lohnarbeit bedeutet. Wir sehen 
nichts erstrebenswertes oder wertvolles darin, uns 45 Jahre lang, jeden Tag acht Stunden 
oder mehr für Aktionär*innen, Konzerne und deren Profite totzuschuften. Und ja, wir lieben 
es, einfach nur faul rumzuhängen und nichts zu tun, unsere Zeit mit Dingen zu füllen, die 
uns wichtig sind und Zeit für unsere politische “Arbeit” zu haben.

“Und gegen die Gewerkschaften? Warum denn das? Die kämpfen doch für euch!”
Wir halten nichts von Gewerkschaften, die schon lange Teil des Systems und somit des 
Problems geworden sind. Wie wir schon in unserem Aufruf zum 1. Mai 2014 geschrieben haben, 
ist der Kampf der Gewerkschaften ein verlorener: “Es ist ein ständiges Hin und Her, ein 
Auf und Ab innerhalb der Regeln des Kapitalismus. Und darum können 
sozialpartnerschaftliche Gewerkschaften niemals gewinnen (….) Gewerkschaften, die keinen 
revolutionären Anspruch haben, müssen im Kapitalismus zu Partner*innen des Kapitals oder 
zu dessen Spielball werden. Beides ist der Fall.”

Als Lokalkolorit kommt noch hinzu, dass wir die Geschichtsvergessenheit einiger örtlichen 
DGB-Menschen ablehnen: Wer auf einem 1. Mai-Fest politische Reden und Inhalte fernhalten 
will, sollte sich die Entstehungsgeschichte dieses wichtigen Gedenktages der 
internationalen Arbeiter*innenbewegung anschauen. Der 1. Mai ist ein zutiefst politischer 
Tag und seine Begehung bedeutet, egal was der DGB sagt, sich des widerständischen, 
aufsässigen und antikapitalistischen Handelns der Menschen in Chicago vor 130 Jahren zu 
erinnern. Er bedeutet, sich vor Augen zu halten, dass staatliche Repression im 
Zweifelsfall für uns tödlich ist. Er bedeutet, anzuerkennen, dass nur die Unterdrückten 
selbst sich befreien können und nicht gewählte Vertreter*innen, ob sie in den Parlamenten 
oder in den Chefetagen der sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften sitzen.

Darum laden wir euch alle ein, am 1. Mai im antikapitalistischen Block der DGB-Demo 
mitzulaufen, am gemeinsamen Spaziergang von der Reithalle zum Linken Zentrum R12 
teilzunehmen und mit uns im Anschluss dort den 1. Mai zu feiern und abends im 
Jugendzentrum Kessel das Tanzbein zu schwingen.

Programm

10 Uhr Rein in den antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo (Startpunkt am Fischmarkt, 
Endpunkt Reithalle)
11 Uhr 30 Gemeinsamer Spaziergang von der Reithalle zum Linken Zentrum R12
12 Uhr Veganer Brunch im Linken Zentrum R12 mit Sektempfang, Sozialrevolutionärem Quiz 
(Unglaubliche Preise zu Gewinnen!) und Infotischen.
18 Uhr Punkrockkonzert im Jugendzentrum Kessel. Es spielen Dementia, Fatal Brutal und 
section 09. Dazu gibts einen Infotisch der Anarchistischen Initiative Ortenau und vegane Vokü.
1. Mai – Straße frei!
Gegen die Arbeit!
Für die herrschaftsfreie Gesellschaft!
Für die Anarchie!

Anarchistische Initiative Ortenau und Alarm Offenburg (April 2016)

https://aiog.noblogs.org/post/2016/04/17/am-1-mai-rein-in-den-antikapitalistischen-block-gegen-die-arbeit-und-und-ihre-verherrlichung-durch-die-herrschenden-und-die-sozialpartnerschaftlichen-gewerkschaften/


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