(de) fda-ifa: Nazidemo am 08.04.2016 massiv gestört – aggressive Polizeibeamt*innen suchen Faustkampf von libertäre gruppe karlsruhe

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Thu Apr 14 14:54:22 CEST 2016


250 Personen beim Gegenprotest – Naziaufmarsch mehrmals gestoppt – aggressive Polizei 
provoziert Schlägerei ---- Am Freitag, den 08.04.2016 marschierten knapp 60 Nazis durch 
die Karlsruher Weststadt. ---- Als Redner*innen traten Ester Seitz, Melanie Dittmer, Alois 
Röbosch, Marcel Meyer und ein Vertreter des Arminiusbundes aus Pforzheim auf. ---- Als 
neues Instrument wurden dieses Mal Fackeln bei den Kundgebungen eingesetzt. Ester Seitz 
wunderte sich zu Beginn jedoch, dass es um 19 Uhr noch so hell ist, dass diese nicht zum 
Vorschein kamen. Weiterhin trugen die Nazis Reichsfahnen, Deutschlandflaggen, und 
Templer/Kreuzritter-Fahnen mit sich. Außerdem war erstmals ein Transparent der Identitären 
Aktion, aus dem Umfeld von Melanie Dittmer zu sehen. Auf diesem wurde die Stationierung 
von Waffen der US-Army mit dem IS-Terrorismus gleichgesetzt. Allgemein war die 
Veranstaltung mit reichlich Hass auf die USA gespickt.

Etwa 60 Nazis beteiligten sich an der Demonstration. Darunter etwa ein Duzend der 
neonazistischen Kleinstpartei Die Rechte und eine größere Gruppierung aus der Pfalz, 
welche dem Spektrum der „Pfälzer Spaziergänge“ und somit dem Umfeld von Marcel Meyer 
zuzuordnen sind.

Zum Gegenprotest fanden sich an diesem Abend ca. 250 Personen ein. Neben der üblichen 
Kundgebung auf dem Stephanplatz sorgten mehrere Kleingruppen in der Weststadt für 
reichlich Aufregung auf der Demostrecke der Nazis. Mehrmals konnte der Aufmarsch 
kurzzeitig gestoppt werden. Der Protest wurde über einen Großteil der Strecke direkt an 
die Nazis heran getragen.

Die Polizei hatte mit diesen Aktionen scheinbar nicht gerechnet und war sichtlich 
überfordert. Dies zog jedoch auch ein sehr aggressives Vorgehen vieler Beamt*innen nach 
sich. Rassistische und chauvinistische Beleidigungen waren ebenso an der Tagesordnung wie 
Rumgeschubse und körperliche Angriffe.

Den Höhepunkt dieser Aggression bildete ein direkter Angriff einen Sturmtrupps der Polizei 
nach Beendigung des Aufzugs. In Manier einer Straßengang prügelten etwa 30 Beamt*innen 
ohne Vorwarnung und Grund auf umstehende Antifaschist*innen und zufällig dagewesene 
Passant*innen ein.

Wir werten die Aktionen rund um den Naziaufmarsch am 08.04.2016 als kleinen Lichtblick, 
was den Protest gegen die regelmäßig stattfindenden Aufzüge angeht. Schon im Vorfeld 
wurden mit kreativen Transpi- und Kommunikationsguerilla-Aktionen auf den Tag aufmerksam 
gemacht und Kritik im Umgang mit den rechten Aufmärschen an die Öffentlichkeit getragen.

Die direkten Aktionen am Abend selbst ermöglichten erstmals seit langer Zeit Störungen des 
Aufmarsches und direkte Konfrontationen der Nazis mit dem Gegenprotest.

Für Freitag, den 13.05. ruft das rechte Netzwerk erneut zur Demonstration in Karlsruhe 
auf. Dann gilt es an dort anzuknüpfen, wo am Freitag aufgehört wurde.

Gegen Naziterror und Polizeigewalt!

Antifa in die Offensive!

http://fda-ifa.org/nazidemo-am-08-04-2016-massiv-gestoert-aggressive-polizeibeamtinnen-suchen-faustkampf/


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