(de) anarchistisch syndicalistische jugend - Solidarität mit allen Geflüchteten!

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Tue Sep 29 15:22:39 CEST 2015


Rassistische Hetze im Netz. Alltag. ---- Rassistische Hetze auf der Strasse. Dran gewöhnt. 
---- Heime brennen. Täglich. ---- Die Zustände in Kaltland sind gerade wegen der 
zunehmenden Dichte an Feuern und Fackeln in den letzten Monaten nochmal ein gutes Stück 
kälter geworden. Während in diversen Zeitungen von einer "deutschen Willkommenskultur" die 
Rede ist, brennen jede Nacht neue Heime. Mensch kann sich nur noch an den Kopf fassen und 
fassungslos gucken, wenn Menschen der Meinung sind: "Jetzt kann man wieder stolz auf 
Deutschland sein!". Genau dieses Zwangskollektiv, die heraufbeschworene Gemeinschaft, ist 
ein grundlegender Teil des Problems, das Rassismus heißt. ---- Die Dichotomie des "Wir" 
und "die anderen" kann kein Teil der Lösung sein. Die Stimmungsmache gegen Geflüchtete ist 
eine Folge und teilweise auch die Ursache eines Zusammengehörigkeitsgefühls, das zusammen 
mit absurden Vorstellungen über Volk und Rasse, Menschen zu den unmenschlichsten Taten 
motivieren kann.

Der Rassismus dieser Gesellschaft schlägt sich nicht nur in den täglichen Brandanschlägen 
auf Flüchtlingsheime nieder, ebenso im alltäglichen Diskurs werden Menschen Wertigkeiten 
zugeschrieben. Die Menschen, die hier her kommen, werden vom deutschen 
Durchschnittsrassist in "gute und böse Flüchtlinge", sprich "Kriegs- und 
Wirtschaftsflüchtlinge" unterteilt. Diese Unterscheidung dient nur der Rechtfertigung und 
ist Teil des eigenen Rassismus.

Glücklicherweise gibt es auch Menschen, die diese Einteilung nicht mitgehen und tatkräftig 
mithelfen, die hier ankommenden Flüchtlinge zu versorgen. Diese werden jedoch von der 
Politik als Alibi missbraucht. Das Kalkül ist einfach: Die helfenden Menschen werden 
einerseits dazu benutzt, das Image Deutschlands aufzupolieren. Unterdessen hält sich der 
Staat mit eigenen Maßnahmen zurück, um in dem möglichen Fall, dass die Hilfe der normalen 
Menschen nicht mehr ausreicht, darauf hinweisen zu können, dass man ja das Möglichste 
getan habe, es aber leider zu viele Flüchtlinge seien, um sie alle hier aufzunehmen.

Wir rufen dazu auf, solidarisch mit ALLEN Geflüchteten auf die Straße zu gehen:
Samstag 26. September 2015 | 15 Uhr | Dortmund Hauptbahnhof/Katharinentreppe
Eine gemeinsame Anreise aus Bonn wird organisiert, checkt bitte vorher die Website der 
Antifa Bonn/Rhein-Sieg

http://asjbonn.blogsport.de/2015/09/21/solidaritaet-mit-allen-gefluechteten/
k=========http://www.fau.org/artikel


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