(de) fda-ifa: Rassistische Gruppierung ,,Frankfurt/Oder wehrt sich" bedroht Veranstaltung "Refugees Welcome" der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) und des verbuendungshaus fforst e.V.

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Thu Oct 29 08:58:11 CET 2015


Das verbueundungshaus fforst, ein internationales studentisches Haus- und Kulturprojekt, 
bietet öffentlichen Raum für kulturelle Veranstaltungen. Vor zwei Wochen verteilten 
Bewohnende des fforst-Hauses Veranstaltungshinweise in ihrer Nachbarschaft. Sie 
beabsichtigten damit, eine Einladung auszusprechen, Ansprechpartner bei Problemen 
vorzustellen und über einen möglichen erhöhten Lärmpegel bis 22:00 Uhr zu informieren. 
---- In der vorletzten Woche tauchte diese Einladung als Foto auf der Facebookseite der 
Gruppe "Frankfurt/Oder wehrt sich" auf. Über diese Seite wird seit Anfang des Jahres 
Stimmung gegen Geflüchtete verbreitet, auch wurde über dieses Portal zu den letzten 
rassistischen Aufmärschen in Frankurt (Oder) mobilisiert. Betreiber der Gruppe, in der 
sich neben Nachwuchsnazis wie Dennis Kunnert auch Alt-Hooligan Sven Lemke tummelt, ist der 
in Beeskow lebende und ehemalige Frankfurter Neonazi Peer Koss.

Auf Facebook wird speziell die am 30.10.2015 im fforst stattfindende Veranstaltung 
,,Libertärer Tresen - Refugees Welcome" ins Visier genommen. Zu der Party sind explizit 
auch Geflüchtete, denen ansonsten ein Besuch anderer Lokalitäten in Frankfurt (Oder) 
zuteils verwehrt oder unangenehm ist, eingeladen. Dabei ist das Ziel die Isolation der in 
Flüchtlingsunterkünften lebenden Menschen zum Rest der Gesellschaft zu durchbrechen, echte 
Begegnungen zu ermöglichen, Ängste und Unwissenheiten zu beseitigen und ein attraktives 
Programm für Menschen, die schon lange in Frankfurt (Oder)/ Slubice leben, wie für neu 
Angekommene zu bieten.

Mit dem Aufruf von ,,Frankfurt/Oder wehrt sich" soll ein Bedrohungszenario geschaffen 
werden, um die Veranstaltung zu behindern, Angst zu schüren oder gar tatsächlich Schaden 
und Abschreckung zu erzeugen. Ein Verteter der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) bemerkt: 
,,Wir kennen diese Gruppe und wissen auch mit welchen Mitteln sie gegen Geflüchtete und 
die, die diese unterstützen, vorgeht." Bei der letzten rassistischen Demonstration wurden 
Antifaschist*innen von stadtbekannten Neonazis körperlich angegriffen. Auch am Überfall 
auf M. Kurzwelly und mehrere aus Syrien geflüchtete Menschen waren Personen aus dem Umfeld 
der als Facebookgruppe startenden, flüchtlingsfeindlichen Initiative beteiligt. ,,Wir 
lassen uns von Gewalt und Panikmache nicht daran hindern etwas Gutes für die hier lebenden 
Menschen und für die Gesellschaft auf die Beine zu stellen", so eine Vertreterin des 
verbuendungshauses fforst. Die Veranstaltung wird wie geplant stattfinden.

Veranstaltungen der Libertären Aktion bieten keinen Platz für Rassist*innen und Neonazis. 
Das verbuendungshaus fforst ist ein Ort , an dem Menschen vielfältigster Art zusammen 
kommen können und an dem Visionen für eine gemeinsame bessere Zukunft entstehen und gelebt 
werden.

Die Polizei wird über die Ereignisse umfassend informiert.

Wir laden alle dazu ein, die Veranstaltung zu besuchen und damit zu zeigen, dass wir 
Probleme nicht durch Gewalt und Angst lösen, sondern durch einen lebendigen Austausch. Zum 
Vorteil aller wollen wir dazu Willkommen heißen im fforst den öffentlichen Raum nicht 
neuen rassistischen, diskriminierenden und nationalistischen Strömungen zu überlassen.

http://fda-ifa.org/rassistische-gruppierung-frankfurtoder-wehrt-sich-bedroht-veranstaltung-refugees-welcome-der-libertaeren-aktion-frankfurt-oder-und-des-verbuendungshaus-fforst-e/


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