(de) fda-ifa: Pressemitteilung von "Kein Ort für Nazis in Frankfurt Oder"

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Thu Oct 8 15:32:56 CEST 2015


"Nazis vertreiben, Flüchtlinge bleiben!" Kundgebung für grenzenlose Solidarität am 3.10. 
ab 10:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz ---- Bereits zum fünften Mal dieses Jahr wollen 
rassistische Gruppierungn am "Tag der deutschen Einheit" ihren Hass auf die Straße tragen. 
In der Vergangenheit wurden große Erfolge mit Blockaden von solch rassistischen und 
neonazistischen Aufmärschen erzielt. Aller Orts trauen sich Rassist*innen mittlerweile, 
unverhohlen gegen Geflüchtete und Andersdenkende zu hetzen. Weitere Teile der Bevölkerung 
versuchen hingegen, ihre menschenfeindliche Ideologie mit einem bürgerlichen Deckmantel zu 
kaschieren. Das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt
Oder" ruft alle Frankfurt*innen guten Willens auf, sich diesen Samstag ab 10 Uhr an einer 
antirassistischen Solidaritäts-Kungebung auf dem Bahnhofsvorplatz zu beteiligen.

Unter dem Motto "Grenzenlose Solidarität statt deutscher Mob" will das Bündnis auch auf 
die Gefahr aufmerksam machen, die nach wie vor von Neonazis und Rassist*innen ausgeht. 
Zwar wurde die sogenannte Willkommenskultur in den letzten Wochen durch die Medien populär 
gemacht, doch so wichtig es ist, die Arbeit ehrenamtlicher Helfer*innen zu würdigen - wir 
dürfen dadurch nicht vergessen, dass es auch in Brandenburg und Frankfurt (Oder) 
Strömungen gibt, die eine offene und aufnahmebereite Gesellschaft mit Gewalt verhindern 
wollen. Und wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das spontane Engagement vieler 
Bürger*innen auf Dauer anhält. Aus der Willkommenskultur muss eine

Willkommensstruktur werden: Der "Rat für Migration", ein bundesweiter Zusammenschluss aus 
Migrationsforscher*innen, u. a. aus den Reihen der Viadrina, plädiert für eine staatlich 
unterstütze Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit, die unbürokratische Nutzung 
vorhandener Ressourcen und eine effektive Dezentralisierung. Die angekündigten 
restriktiven Maßnahmen der Bundesregierung bedeuteten hingegen enorme Kosten und führten 
zu einer erhöhten Belastung der Aufnahmeeinrichtungen sowie der behördlichen Stellen. Aus 
wissenschaftlicher Sicht seien die aktuellen Änderungen des Asyl- und Aufenthaltsrechtes 
"eine Schließung der Grenzen statt einer gezielten Öffnung"; Staat und Zivilgesellschaft 
arbeiteten somit stärker gegen- als miteinander. In dieser Hinsicht will die Kungebung des 
Bündisses "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)" am Samstag auch ein Zeichen setzen für 
eine humane Flüchtlingspolitik.

http://fda-ifa.org/pressemitteilung-von-kein-ort-fuer-nazis-in-frankfurt-oder/


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