(de) FdA-Ifa - Gai Dao #57 - Menschen mit Behinderung zur Barrierefreiheit von Afem 2014 Von: Einige Teilnehmende der Konferenz / Übersetzung: md

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Sat Oct 3 10:00:23 CEST 2015


Vorwort der Redaktion: Seit der Gaidao-Nummer 52 (März 2015) veröffentlichen wir jede 
Ausgabe einen Beitrag zur anarchafeministischen Konferenz (AFem2014), die im Oktober 2014 
in London stattfand. ---- Vorschläge für Verbesserungen ---- o Einige Leute wollen nicht 
mitreden oder sich einbringen, aber ein paar Veranstaltungen waren interaktiv. 
Moderator*innen müssen Vorkehrungen treffen für Leute, die nicht immer bei den 
Veranstaltungen interagieren wollen. ---- o Es wäre gut, wenn es Trigger-Warnungen für 
übermäßig emotionale (heitere oder traurige) Diskussionen gäbe. Augenkontakt kann für 
manche Leute schwierig sein, wenn also Moderator*innen dies berücksichtigen könnten, wäre 
das hilfreich. Ebenfalls sollte dies in der Safer-Space-Vereinbarung miteinbezogen werden, 
sodass jede*r dies weiß.

o Gezieltere Trigger-Warnungen. Wenn Trigger-Warnungen zu
allgemein gehalten sind, könnten Personen ausgeschlossen werden,
weil sie sich im Zweifel lieber zurückziehen.

o Viele Veranstaltungen waren mit Informationen überfrachtet.
Ausdrucke und Tonaufzeichnungen für diejenigen unter uns, welche
nicht in der Lage sind, eine Unmenge an Informationen in einer
Veranstaltung aufzunehmen, wären hilfreich.

o Es gab eine Menge sich überschneidender Veranstaltungen im
Zeitplan, welche dazu führten, dass Leute sich zwischen gleich
wichtigen Themensträngen zu entscheiden hatten. Schwierig zu
umgehen, aber möglicherweise wäre eine Lösung, Feedback von
Menschen mit Behinderung zum Zeitplan der Veranstaltungen
einzuholen?

o Viele Veranstaltungen waren sehr voll, mit so vielen Leuten,
dass es für uns schwierig war, das auszuhalten. Es ist sehr
schwierig, das Interesse an einer Veranstaltung vorherzusehen, aber
es wäre hilfreich möglicherweise einen großen Extra-Raum zur
Verfügung zu haben, um die nachgefragtesten Veranstaltungen
dorthin zu verlegen.

o Größere Raumnummern an den Türen und größer gedruckte
Safer-Space-Vereinbarungen wurden erbeten. Und auch dass diese
auf verschiedenfarbiges Papier gedruckt werden. Diese Website
scheint ein paar gute Anregungen für das konstrastreichste Papier
zu haben: http://www.dyslexia.ie/information/computers-and-
technology/making-information-accessible-dyslexia-friendly-style-
guide/

o Der Chill-out-Raum war eine gute Idee, aber uns ist es lieber,
dass es entweder darin still ist oder dass es einen zusätzlichen
stillen Ruheraum gibt. Auch einige Vorkehrungen für Leute, welche
Sinnesunterstützung benötigen, zum Beispiel weiche Decken/Kissen
etc.

Was gut gelaufen ist

o Wir waren uns einig darin, dass wir es gut fanden, dass
Befreiungsaspekte im Fokus der Konferenz standen, und nicht nur
als Fußnote vorkamen. Das half dabei, das Ganze stärker als Safer
Space wahrzunehmen.

o Wir fanden es gut, dass Chill-out-Raum vorgesehen war.

o Wir fanden es gut, dass Essen bereitgestellt wurde.

o Wir fanden es gut, dass die Wege zum Wasserspender
ausgeschildert waren.

o Wir waren uns einig darin, dass die Safer-Space-Vereinbarung
sehr überzeugend war.

o Helfer*innen bei den Safer-Spaces wurden für ihre nach ihren
besten Fähigkeiten ausgeführte Tätigkeit geschätzt und gelobt.

o Wir schätzten, dass es einen Raum ausschließlich für Menschen
mit Behinderung gab.

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Quelle und weiterführende Infos

https://drive.google.com/file/d/0B_uCH4ivjoCgZk05RUxKSn
NFRVV3R1VOUjJiVnNaSDhDTkNR/view
https://afem2014.wordpress.com/


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