(de) [A-Laden Berlin] ALEx-Programm im BAIZ für Mai-Juni 2015

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Sat May 30 11:22:43 CEST 2015


[ Eventuellen Doppelversand bitten wir zu entschuldigen! ] ---- A-Laden Berlin ---- Der 
Anarchistische Laden Berlin ---- seit 1. Mai 1988 ---- unermüdlich für die ---- freie 
Gesellschaft. ---- Über ein Vierteljahrhundert für die Anarchie. - Freiheit für Alle! ---- 
(gegründet von AStI ["Anarchistische Student*inn*en Initiative", seit Juni 1984, vor über 
30 Jahren], Projekt A Berlin, Anarch at syndikalist*inn*en, Graswurzler*innen und 
freischwebenden Libertären im November 1987 in der mal gewesenen Anarch at kneipe "Schlemihl" 
am Chamissoplatz in Kreuzberg 61 – am 1. Mai 1988 erstmals in der Moabiter Rathenower Str. 
22 eröffnet. Wegen Mietwucher Nov. 2007 umgezogen in das Hausprojekt Brunnenstr. 6/7, 
Mitte) ---- ALEx-Terminübersicht aller geplanten Veranstaltungen hier: ---- 
http://venyoo.de/user/events/1627/fkaev?m ---- Dort gibts auch Illustrationen und links 
dazu. ---- Mai 2015

Ja mei, der Mai ist wieder da -
man überlegt was da noch war??
War denn da was? Mit „frei“ und Mai?

Ach sicher ist es schon vorbei ...

Mittwoch, 27. Mai 2015 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ:

  Marxismen und Anarchie – passt das zusammen?

Den Bezug auf Marx und marxistische Theorie oder Kritik lehnen viele Anarchist/inn/en 
rundweg ab. Andere Libertäre sehen marxsche Kategorien als nützlich für die „Kritik der 
politischen Ökonomie“ und ein Begreifen des kapitalistischen Weltsystems an. An diesem 
Abend sollen - recht kompakt - die Positionen zweier libertärer Denker und Praktiker gegen 
den orthodox-dogmatischen Marxismus, wie er das 20. Jahrhundert prägte, vorgestellt 
werden. Zum einen die des Murray Bookchin: Er kam aus der kommunistischen Bewegung in den 
USA und begründete eine ökoanarchistische Tendenz, den „libertären Kommunalismus“. Zum 
anderen die Kritik von Cornelius Castoriadis, der sich mit der französischen Gruppe 
„Socialisme ou Barbarie“ vom Marxismus entfernt hatte und den libertären Entwurf einer 
„autonomen Gesellschaft“ vorschlug.

Dieser Abend ist eine Fortsetzung unserer BAIZ-Debatte zu „Marx für Anarchist*inn*en“. Mit 
Robert Nevern und Thomas Weiß.

Ven

Juni 2015

In der schönen Sommerszeit
fühlt mensch sich so recht befreit
reist und freut sich seines Lebens
nur der Flüchtling hofft vergebens

dettA

ALEx-Juni-PROGRAMM 2015 im BAIZ

Alle ALEx-Veranstaltungen in der alten neuen Kulturschankwirtschaft BAIZ

Schönhauser Allee 26A, Nähe U Senefelder-Platz
http://www.baiz.info

Eintritt frei - Spenden schwer erwünscht.

ANFAHRT:

https://maps.google.com/maps?oe=ISO-8859-1&q=Sch%C3%B6nhauser+Allee+26A,+Berlin,+maps&ie=UTF-8&hq=&hnear=0x47a851fdef27b83f:0x81f98dd8dd0a5ec8,Sch%C3%B6nhauser+Allee+26A,+D-10435+Berlin,+Deutschland&ei=51AeU7apD4q0tAaxpYH4BQ&ved=0CCIQ8gEwAA

Freie Kultur Aktion e.V. / ALEx (A-Laden Experience) presents:

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KURZFASSUNG:

Mittwoch, 10. Juni 2015 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ:

Anarchie baut vor – Sozialökologie & Bauen

Abschreibungs-Immobilien aus ökologisch schädlichen und oft gefährlichen Billigbaustoffen 
bestimmen das Bild kapitalistischen Bauens. In einer herrschaftsfreien Welt muss aber 
sozialökologisch und umweltneutral-nachhaltig gebaut werden – keine Wegwerfhäuser mit 
Wohn-Klos. Wie das selbstbestimmt gehen soll und kann, darum geht’s. Individuell und 
kollektiv.

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LANGFASSUNG:

Mittwoch, 10. Juni 2015 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ:

Anarchie baut vor – Sozialökologie & Bauen

Öde Betonburgen neben Slums prägen die Ansicht der Städte weltweit. Ausgefeilte 
„Westplatte“, industriell-serielles Bauen für maximalen Shareholder Value der 
Immobilien-Fonds. Abschreibungs-Immobilien aus ökologisch schädlichen und oft gefährlichen 
Billigstbaustoffen, teils chemisch gewonnen aus Öl und Kohle, bestimmen das Bild 
kapitalistischen Bauens. Nichtbesitzende malochen ihr halbes Leben für Miete oder 
Ratenkredit. In einer herrschaftsfreien Welt muss aber sozialökologisch und 
umweltneutral-nachhaltig gebaut werden – keine Wegwerfhäuser voll Wohn-Klos in 
Schlafstädten. Häuser dürfen auch wieder 500 Jahre oder mehr halten. Wie das 
selbstbestimmt gehen soll und kann, darum geht’s, individuell und kollektiv selbstbestimmt.

Innovativ entwickelte und althergebrachte wiederentdeckte Baustoffe können in hybrider 
Bauweise neue Qualitäten für gesundes und billiges Wohnen ermöglichen. Naturstein, Ton, 
Lehm, Stroh, Bambus, Holz und Fasern wie Hanf sind klimaneutrale und gesunde Baustoffe, 
die unendlich vorhanden sind und keinen Sondermüll hinterlassen. Optimierte 
Hybridbauformen ermöglichen Niedrig-, Null- und Plus-Energiehäuser in mannigfaltigen 
Formen mit hoher Lebensqualität. Das ist nicht nur etwas für „grüne Snobs“ sondern eine 
generelle Perpektive für die Siedlung in einer anderen dezentralen Welt ohne Rassen- und 
Klassenschranken. Selbstbau ist dazu eine neu mögliche „mittelalterliche“ Utopie der 
gegenseitigen Bauhilfe.

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URZFASSUNG:

Mittwoch, 24. Juni 2015 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ:

Gewaltfetisch und Anarchie

Unmittelbar nachvollziehbar zieht sich der Aspekt des gewaltsamen Aufstandes
gegen die unerträglichen Verhältnisse durch die Geschichte der Entrechteten und 
Unterdrückten. Fixiert auf diese Geschichte ist Gewalt jedoch zum unhinterfragten Fetisch 
verkommen. Ziel und Mittel stehen jedoch in direktem Verhältnis. Ist Gewalt noch 
zeitgemäß, ethisch und strategisch vertretbar?

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LANGFASSUNG:

Mittwoch, 24. Juni 2015 ab 19h, A-Laden Experience (ALEx) im BAIZ:

Gewaltfetisch und Anarchie

Unmittelbar nachvollziehbar zieht sich der Aspekt des gewaltsamen Aufstandes
gegen die unerträglichen Verhältnisse durch die Geschichte der Entrechteten und 
Unterdrückten. Fixiert auf den Mythos dieser Geschichte ist Gewalt jedoch zum 
unhinterfragten Fetisch, Frustventil und hirnlosen Randaleritual verkommen. Ziel und 
Mittel stehen jedoch in direktem Verhältnis. Ist archaische Gewalt noch zeitgemäß,
ethisch und strategisch vertretbar?

Eine anarchistische Gesellschaft kann es jedenfalls nur geben, wenn Gewalt
in jeder Form überwunden wird. Gewalt ist autoritär - nichts ist autoritärer als z.B. 
jemand zu verletzten oder gar umzubringen.
Dennoch ist GEGENgewalt in manchen Situationen unumgänglich, wenn es um Notwehr, Nothilfe 
oder die Verteidigung der eigenen Würde gegen einen zur extensiven Gewaltausübung 
entschlossenen Gegner geht. Echter Anarchismus ist hier im Dilemma, denn Gewaltanwendung 
hinterläßt bei allen Spuren, die sich ihrer direkt bedienen (u.a.
PTBS) und wirkt antiemanzipativ auf Psyche und Sozialisation. Die Utopie einer 
herrschaftslosen Gesellschaft entfernt sich, statt "erobert" zu werden.

Kann aber Gewaltlosigkeit in die emanzipative Offensive gehen? Und wie lässt sich einmal 
ausgebrochene Gewalt reduzieren ohne vor ihr in die Knie zu gehen?

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Der A-Laden in der Brunnenstr.7 am [U] Rosenthaler Platz ist jeden Donnerstag von 18-22 
Uhr mindestens geöffnet. Weitere Termine nach Absprache. Referent_inn_en zu verschiedenen 
Themen können angefragt werden.

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Tel. 030-228 052 37 (AB) - kostenfreier Rückruf ins D-Land.Festnetz und zu O2mobil möglich.

[Achtung: diese Telefonnummer oben wird demnächst abgeschaltet.]

Neue Telefonnummer: 030-83 10 80 85 (AB)

a-laden at free.de


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