(de) fau.org: Presseerklärung - 22.05.15 von - Spaziergang mit Betriebsgruppe Lebenshilfe der FAU Frankfurt

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Mon May 25 11:25:50 CEST 2015


Tarifvertrag jetzt - Geringfügig Beschäftigte organisieren sich ---- 80 Menschen haben 
heute gegen prekäre Arbeitsbedingungen in der Behindertenhilfe protestiert. Bei einem 
lautstarken Spaziergang durch Frankfurt Hausen trugen Mitarbeiter der Lebenshilfe 
Frankfurt am Main e.V. sowie weiterer sozialer Träger ihre Forderung nach Abschluss von 
Tarifverträgen auf die Straße. ---- *Pressemitteilung der Betriebsgruppe Lebenshilfe der 
FAU Frankfurt* ---- Protest bei Lebenshilfe Frankfurt: Mitarbeiter kämpfen für 
Tarifvertrag ---- Frankfurt, 21.05.2015 ---- 80 Menschen haben heute gegen prekäre 
Arbeitsbedingungen in der Behindertenhilfe protestiert. Bei einem lautstarken Spaziergang 
durch Frankfurt Hausen trugen Mitarbeiter der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. sowie 
weiterer sozialer Träger ihre Forderung nach Abschluss von Tarifverträgen auf die Straße.

Organisiert hatten den Spaziergang mehrere Beschäftigte der Lebenshilfe Frankfurt. Ein 
großes Banner mit der Aufschrift ,,Tarifvertrag jetzt!" zeigte, worum es geht: ,,Wir 
fordern den Vorstand der Lebenshilfe dazu auf, endlich in Tarifverhandlungen mit uns 
einzutreten. Wir wollen und können nicht länger warten!", erklärt eine der Beschäftigten. 
Auch Mitarbeiter des CeBeeF, sowie Mitglieder des Netzwerks der sozialen Arbeit haben sich 
dem Spaziergang angeschlossen, da sie ebenfalls für bessere Arbeitsbedingungen und eine 
angemessene Entlohnung bei sozialen Trägern eintreten. ,,Gerade bei freien Trägern im 
sozialen Bereich sind die Arbeitsbedingungen oftmals prekär und die Löhne liegen teilweise 
erheblich unter gängigem Tarif. Das wollen wir nicht länger hinnehmen und deshalb sind wir 
heute hier", sagt einer der Anwesenden. Neben Mitarbeitern dieser zwei Träger waren auch 
zahlreiche weitere Kollegen aus dem sozialen Bereich vor Ort, um ihre Solidarität zu 
zeigen. Einige Eltern von Klienten, die von Mitarbeitern der Lebenshilfe betreut werden, 
unterstützen den Protest ebenfalls.

Um sich für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einzusetzen, hatten sich einige der 
rund 60 geringfügig beschäftigten Mitarbeiter der Lebenshilfe vor mehreren Monaten in der 
basisdemokratischen Gewerkschaft FAU organisiert und fordern seitdem vom Vorstand der 
Lebenshilfe Volker Liedtke-Bösl die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Die meisten der 
Minijobber sind neben dem Studium bei der Lebenshilfe tätig und unterstützen in 
Einzelbetreuungen Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Alltags- und 
Freizeitgestaltung. ,,Seit 12 Jahren wurde unser Gehalt nicht mehr spürbar angehoben.", 
berichtet eine Betroffene. ,,Während unsere vollzeitbeschäftigten Kollegen in Anlehnung an 
den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt werden, verdient ein Großteil von uns 
nur zwischen 9EUR und 9,50EUR pro Stunde. Das ist nicht nur eine unangemessene Entlohnung 
für die verantwortungsvolle und wichtige Arbeit, die wir leisten, sondern auch viel zu 
wenig, um in einer teuren Stadt wie Frankfurt den Lebensunterhalt zu finanzieren!"

Bisher lehnt Liedtke-Bösl die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der FAU-Betriebsgruppe 
ab. Die Mitarbeiter hoffen darauf, dass der Vorstand nach dem heutigen Tag seine 
Entscheidung nochmals überdenkt. Ansonsten werden sie weiterkämpfen.

http://www.fau.org/artikel/art_150522-084830


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