(de) fda-ifa -«KOLUMBIEN: BEWAFNETER KONFLIKT UND POLITISCHE GEFANGENE HUNGERSTREIKERKLÄRUNG VON GÜLAFERIT ÜNSAL

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Thu May 14 15:43:04 CEST 2015


5. MAI 2015 RHOGBERLINWir dokumentieren hier die Hungerstreikerklärung von Gülaferit Ünsal 
Schluss mit der Zensur von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen !Schluss mit dem Komplott, 
mit der Provokation und dem Mobbing!Ab dem 6. April 2015 beginne ich mit einem 
unbefristeten Hungerstreik für folgende untenstehende Forderungen:1) Aushändigung der 
Zeitschrift Yürüyüs.2) Tägliche, zeitgerechte Aushändigung der Zeitungen Hürriyet, Özgür 
Politika, Junge Welt und TAZ, ohne Entfernung einer einzigen Seite.3) Erlaubte 
Buchsendungen dürfen nicht willkürlich und illegalerweise in die Buchhandlungen 
zurückgeschickt werden.4) Alle legalen Zeitschriften müssen mir ohne jegliche 
Antragstellung und Anfrage um Erlaubnis ausgehändigt werden.5) Alle Bücher, Zeitschriften 
und Postsendungen müssen zuerst vor meinen Augen geöffnet und dürfen nicht beschlagnahmt 
werden.6) Faschistische Komplotte, Provokationen und Mobbing müssen beendet werden1. Die 
Zeitschrift Yürüyüs, die ich 5 Monate lang ohne Probleme erhalten habe, wird seit 1 Monat 
mit dem Vorwand der "Kontrolle" beschlagnahmt.

Trotz zahlreicher von mir gestellter Anträge und Gespräche mit dem Gefängnisleiter wurde 
mir im Bezug auf die Aushändigung bzw. Nichtaushändigung der Zeitschrit keinerlei Antwort 
erteilt.2. Beim Erhalt von Tageszeitungen gibt es teilweise immer noch Probleme.Daten, an 
denen ich keine Zeitungen erhielt:- 30. - 31. Januar- 9. Februar- 2. - 4. März (Obwohl die 
Zeitung Hürriyet am 2. März gekommen ist, wurde sie erst am 4. März ausgehändigt)- 4. 
April (Obwohl ich Junge Welt und TAZ erhalten habe, hieß es, Hürriyet und Politika seien 
nicht angekommen)- Nachdem ich am 27. März nach einem Gespräch mit dem Gefängnisleiter 
bezüglich des Erhalts von Zeitschriften und Büchern zum Zimmer der Gefängniswärter(innen) 
ging, um meine Tageszeitungen zu holen, wurden mir meine türkischen Zeitungen nicht 
ausgehändigt. Ich wurde aufgefordert, einen Antrag zum Erhalt der türkischen Zeitungen zu 
stellen.- Ich sagte, dass ich vom ersten Moment meiner Verhaftung an eine Genehmigung des 
Bundesgerichtshofs zum Erhalt der Zeitungen Hürriyet und Politik erhielt, dass ich sie in 
diesem Gefängnis seit 6 Monaten täglich erhalten habe.

Ich fragte, weshalb ich dazu gezwungen werden, einen Antrag für türkische Zeitungen zu 
stellen, während mir die deutschen Zeitungen so ausgehändigt werden.- Der/Die Wärter/in 
sagte offen, er/sie werde sie nicht herausgeben. Und ich sagte, dass ich ohne die 
Zeitungen nirgendwo hingehen werde. Daraufhin wurden 2 weitere Wärter/innen gerufen und 
ich wurde mit der Einschließung in eine Einzelzelle bedroht. Nach diesem Vorfall kamen 2 
Wärter/innen und der Gefängnisleiter. Sie haben mich gezwungen, für die Zeitungen und 
Zeitschriften einen Antrag zu stellen. Gegen diese Situation habe ich 1 Stunde lang mit 
einem Sitzstreik protestiert. Nach 1 Stunde wurden mir Hürriyet und Politika 
ausgehändigt.3. Meine Anträge zum Erhalt von Büchern am 16. Januar und 3. Februar blieben 
unbeantwortet. Obwohl ich 3 Jahre lang von beliebigen Buchhandlungen Bücher erhalten 
durfte, wurde dies nun auf 2 türkische Buchhandlungen eingeschränkt.- Die Einschränkung 
wurde nach einem Einspruch meinerseits nach einer Weile aufgehoben.- Obwohl ich den 
notwendigen Antrag gestellt habe, wurde das Bücherpaket, ohne mir irgendetwas davon zu 
berichten, zur Buchhandlung zurückgeschickt.

Ich habe die Bücher bis heute nicht bekommen.4. Obwohl ich die Zeitschriften seit 3,5 
Jahren sowohl in der JVA Lichtenberg als auch in der JVA Pankow problemlos erhalten habe, 
wurde ich aufgefordert, für die Zeitschriften einen Antrag zu stellenIn einem Gespräch mit 
dem Gefängnisleiter erfuhr ich, dass 1 Rote Hilfe Zeitung, 2 Asi ? Zeitungen und 2 Yürüyüs 
Zeitschriften ohne mein Wissen beschlagnahmt wurden. Ich erhielt die Zeitschriften dann, 
abgesehen von der Zeitschrift Yürüyüs.5. Mit dem Vorwand, ich hätte einen erforderlichen 
Antrag für den Erhalt des Buches "Berkin Elvan-Kind der Hoffnung" nicht gestellt, wurde es 
vor meinen Augen beschlagnahmt. Aber, dass mit dem gleichen Vorwand die Bücher "Es 
sprechen jene, die Geschichte schreiben" und "Unser Name ist der Aufstand" ohne mein 
Wissen beschlagnahmt wurden, erfuhr ich dann am 27. März. Nach einem Gespräch mit dem 
Gefängnisleiter bekam ich die Bücher zurück.

6.Am 28. März begann eine brasilianische Frau, als ich in der Küche Essen zubereitete, auf 
aggresivste Weise mit mir zu diskutieren, nur weil ich sie bat, 5 Minuten zu warten. Sie 
ließ dies zu einem Streit ausarten, indem sie mit einem scharfen Messer, welches sie vom 
Gefängnis erhielt, hantierte und sagte, sie werde es mir in die Augen stechen.Dass eine 
andere Frau im Gruppenraum saß und hereinkam, hat mich vielleicht vor einer großen Gefahr 
gerettet.Auf den Streit hin kam eine Wärterin. Nachdem sie die Situation erfuhr, holte sie 
noch eine weitere Wärterin hinzu. In diesem Moment ging ich aus der Küche hinaus und 
setzte mich in den Gruppenraum. Denn diese kaputte Persönlichkeit hat 19 Jahre wegen 
Mordes in einem brasilianischen Gefängnis verbracht, war vorher ein Mann und ließ sich 
mittels Operation ihr Geschlecht angleichen. Die Person ist eine totale Psychopatin und 
leidet an Paranoia. Sie ist zu allem fähig.

Ich versuchte den Wärterinnen zu erklären, dass diese Person gefährlich sei, dass sie ein 
Messser in der Hand hat und versuchte zu berichten, was sie getan hat. Die psychopatische 
Frau führte eine Show auf und sagte, sie hätte kein Messer in der Hand.Zum ersten Mal in 
meinem Leben hat jemand ein Messer vor mir gezogen. Während ich versuchte, mich von diesem 
Schock zu erholen, haben die Wärterinnen, weil ich weiter diskutierte, gedroht, uns beide 
in eine Einzelzelle zu stecken. Ich sagte, dass das ungerecht ist und wollte, dass sie 
weggehen.Am 1. April bin ich dann mit einer nach einem Scherz anmutenden Situation 
konfrontiert worden. Ich habe durch einen Brief von der Polizei erfahren, dass die Frau 
oder die Frauen, die mich mobben, vor viereinhalb Monaten gegen mich eine Anzeige bei der 
Polizei wegen "Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung" gemacht hätten. Mir werden 
Körperverletzung, Beleidigung und Betrug vorgeworfen.Ich werde Euch informieren, wenn ich 
nähere Einzelheiten darüber erhalten habe.

Es ist nun klar, dass die Faschisten, die mit der Polizei zusammenarbeiten, ganz bewusst 
Provokationen und Komplotte schmieden.Daraufhin habe ich einen Antrag bei der Anstalt 
gestellt, um die Provokation, das Mobbing und die Komplotte, die durch die 
Polizeikollaborateure vorbereitet wurden, zu stoppen.Ich habe erfahren, dass die 
brasilianische Psychopathin, die mich mit einem Messer bedroht hatte, seit zwei Monaten 
ein Messer in ihrer Zelle aufbewahrt. Obwohl ich den Wärtern eine Woche lang versucht 
habe, zu erklären, dass dieser Mensch gefährlich ist und ihr kein Messer gegeben werden 
darf, wurden ihr trotzdem Messer gegeben. Diese Person hat anderen Gefangenen erzählt, 
dass ich ein Messer gezogen hätte und somit versucht, die Situation zu 
manipulieren.Während meines Hofgangs am 3. April hat sie aus einer anderen Zelle im 
dritten Stock meine Gespräche mit anderen Gefangenen belauscht. Bei meiner Rückkehr auf 
die Station wartete sie dann bereits auf dem Korridor und kam auf mich zu. Ich habe den 
Wärter gerufen, damit er in die Station vorausgeht. Der Wärter, der sie kaum beherrschen 
konnte, hat versucht, sie in ihre Zelle zu bringen.

Ich habe am Stationseingang gewartet. Ich habe zusammen mit einem anderen Wärter, der 
wegen des Lärms gekommen war, die Station betreten. Ich habe dem Wärter gesagt, dass 
dieser Mensch eine Provokateurin und Psychopathin ist und dass sie mich angreifen 
wollte.Ich habe dann gehört, wie die psychopathische Provokateurin vor dem Wärterzimmer 
mich als "Terroristin" anschrie. Ich bin dann hinter ihr her und habe gerufen: "Du bist 
eine faschistische Provokateurin, wer hat Dich hergeschickt, du Faschistin?"Nachdem die 
Wärter sie in ihre Zelle gesperrt hatten, wollten sie auch mich in meine Zelle sperren. 
Obwohl ich ihnen versucht habe zu erklären, dass sie auf mich vor der Korridortür gewartet 
hat, um mich anzugreifen, und dass sie mich als "Terroristin" bezeichnet hat, entgegneten 
die Wärter, dass ich sie aber als "Faschistin" bezeichnet hätte. Ich habe ihnen gesagt, 
dass ein klares, faschistisches Komplott vorliegt, dass jemand, der mich als "Terroristin" 
bezeichnet auch eine Antwort erhält und dass ich nicht in meine Zelle gehen werde. 
Daraufhin wurde noch ein Wärter gerufen.

Ich habe eine halbe Stunde lang mit den Wärtern darüber diskutiert, dass sie Unrecht tun. 
Eine halbe Stunde vor Einschluss habe ich erklärt, dass ich gegen dieses faschistische 
Komplott protestiere und verlangt, ein Protokoll anzufertigen. Dann bin ich in meine Zelle 
gegangen.Als am selben Abend die Zellentüren geöffnet wurden, erhielt ich eine eindeutige 
Drohung, wobei es hieß, dass es egal sei, wer einen Streit beginne, dass wenn eine von uns 
beiden einen Streit anfange, wir beide für drei Tage in die Zelle gesperrt würden. Ich 
habe wieder einen Antrag eingereicht, in dem ich erklärte, dass sie nicht mich, sondern 
die faschistische Provokateurin einsperren sollen, dass ich diese Entscheidung nicht 
akzeptiere und gegen dieses faschistische Komplott und die Provokation protestiere. Die 
psychopathische Provokateurin wurde dann in eine andere Zelle auf dem Korridor verlegt.Sei 
es die Anzeige, die bei der Polizei gegen mich gemacht wurde, oder seien es die Angriffe 
der brasilianischen Psychopathin, denen ich seit einer Woche ausgesetzt bin. Dass die 
Gefängnisleitung das schweigend hinnimmt und versucht, mich zu bestrafen. Dass sie mir 
meine Zeitungen und Bücher nicht aushändigt.

All das zeigt, dass ich hier ganz klar mit einem faschistischen Komplott und einer 
Provokation konfrontiert bin.Diese Provokation wird von Gefangenen mit faschistischem, 
psychopathischem und käuflichem Charakter, von der Gefängnisleitung und der Polizei 
gemeinsam organisiert. Während ich einerseits provoziert werde, erhalte ich andererseits 
die Drohung, in die Zelle gesperrt zu weden, wenn ich mich dagegen wehren sollte.In 
sämtlichen politischen Morden und faschistischen Komplotten der Geschichte wurden - wie 
auch in meinem Fall - "Psychopathen", "Drogenabhängige" und "Mörder" benutzt. Es ist 
einfach, diese Menschen zu kaufen und zu benutzen.Sollte mir etwas zustoßen, so trägt die 
Gefängnisleitung die politische Verantwortung.

Es sollte niemand der Lüge glauben, dass diese Situation keine politische Dimension 
besäße, dass es nur ein Streit zwischen zwei Frauen sei oder dass es nur ein Angriff durch 
eine psychologisch kranke Person sei.In einem Bericht zu meiner Person, den das Gefängnis 
einem Abgeordneten schickte, wird erklärt, dass es kein Mobbing gäbe und ich werde darin 
anhand von Lügen beschuldigt.Um die Angriffe, die Drohungen, die Provokationen und das 
Komplott, welche vom Gefängnis, der Polizei, den Faschisten und den Psychopathen gemeinsam 
organisiert werden, zu verurteilen und gegen die Nicht-Aushändigung meiner Bücher, 
Zeitungen und Zeitschriften zu protestieren, beginne ich einen unbefristeten 
Hungerstreik.Gülaferit Ünsal, JVA Pankow, Arkonastr.56, 13189 Berlin(PS: Die 
brasilianische Psychopathin sagt, dass sie mich bei der Polizei anzeigen werde. Ihr Ziel 
sei es, anhand einer zweiten Anzeige ein Verfahren gegen mich einleiten zu lassen. Ich 
werde den faschistischen Komplott ins Leere laufen lassen.)

http://fda-ifa.org/hungerstreikerklaerung-von-guelaferit-uensal/


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