(de) FDA-IFA, Gai Dao #52 - Bericht zum (anarcha­)feministischen Aktionstag der Libertären Aktion Frankfurt Oder am 7.3.2015 mit anschließender Party in den Weltfrauenkampftag Von: Libertäre Aktion Frankfurt Oder

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Tue May 12 09:11:45 CEST 2015


Mit einer Party im verbuendungshaus fforst wurde der internationale Frauenkampftag 2015 in 
der Nacht zum 8. März eingeleitet. Dem ging ein ereignisreicher Tag voraus. Mit einer 
Ausstellung und einem Vortrag wurde dem Lebenswerk der Anarchistin und Mitbegründerin 
anarchafeministischer Positionen, Emma Goldman, gedacht. Ein weiterer Vortrag der Gruppe 
"e*spaces" aus Dresden beschäftigte sich mit der Kritik am Begriff der Definitionsmacht 
und lud zur Diskussion ein. Ein Stencil-Workshop bot die Möglichkeit, sich praktisch zu 
betätigen. ---- Gegen 14 Uhr erklang Musik der 20er Jahre in der Großen Scharnstraße in 
Frankfurt (Oder). Das Trio, bestehend aus Kontrabass, Violine und Gitarre, lud Anwesende 
und Passant*innen zur Ausstellung "Emma Goldmann: Anarchistin, RevolutionärinFeministin" ein.

Gegen 14:30 wurde die Ausstellung
mit einer kurzen Rede und
Sektempfang eröffnet. Dem folgte ein
Vortrag über das Leben und Wirken Emma Goldmans. Bei weiterem
Sekt und veganen Häppchen verweilten die Anwesenden und schauten
sich die Ausstellung an, welche im Laufe des Tages von vielen
interessierten Menschen bis 19:00 Uhr besucht wurde. Um 18 Uhr traf
schließlich das Abendessen in Form einer Couscous-Gemüse-Pfanne
ein.

Um 17 Uhr begann der Vortrag der Gruppe "e*spaces" aus Dresden.
Diese beschäftigten sich mit der Frage der Auslegung von
Definitionsmacht und ihren Auswirkungen. Welche weiteren
Möglichkeiten bestehen in einer emanzipatorischen Gesellschaft zur
Klärung von (sexuellen) Grenzüberschreitungen? Dabei wurden viele
Fragen aufgeworfen und es bestand Raum zur Diskussion, welche im
Anschluss in Zweiergesprächen vertieft wurde. Angemerkt sei an dieser
Stelle, dass es nicht darum ging, Definitionsmacht an sich zu verneinen,
sondern eine kritische Auseinandersetzung damit anzuregen, um zu
einer besseren, herrschaftsfreieren Praxis zu gelangen.

Gegen 20 Uhr begann dann die Party unter dem Motto "If I can t dance,
it's not my revolution" im verbuendungshaus fforst. Den Anfang
machte zur Freude aller wieder das eingangs beschriebene Trio. Danach
betrat "Bahati" aus Berlin die Bühne und setzte sich mit Themen wie
Sexismus im HipHop in Form von "Digital Poetry" auseinander, eine
Stilrichtung, die dem Genre des Spoken Word entstammt. Den
Abschluss bildete Djane Frenzy aus FFO, die den Übergang in den
beginnenden Frauenkampftag einläutete und ihn dann auch zu einem
feuchtfröhlichen Morgen machte.

Mit der Ausstellung und den Vorträgen wurden auch zahlreiche
Menschen außerhalb der Bewegung
erreicht. Neue Kontakte konnten so
geknüpft werden, und wir waren in
der Mitte der Stadt sichtbar. Ein
reich gedeckter Infotisch lud dazu
ein, sich über Anarchismus im
Allgemeinen zu informieren.

Bedanken möchten wir uns bei den
Musiker*innen, dem
verbuendungshaus fforst e.V., dem
Studierendenmeilen e.V. und allen
Helfer*innen, die zum Gelingen des
Tages beigetragen haben.

Über den Tag verteilt hatten wir circa 100 Gäste und es entstanden
anregende Diskussionen.

Die Ausstellung blieb noch bis zum 13. März von Montag bis Freitag im
Medienkomplex auf der Großen Scharnstraße, jeweils von 15:00 - 18:00
Uhr, geöffnet.


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