(de) FDA-IFA, Gai Dao - Block G7 - SMASH CapitalISM - Einleitung: Wer sind die G7? Von: Einzelperson aus der FdA

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Tue May 5 11:44:42 CEST 2015


G7 (Gruppe der 7) ist eine Gruppe, die aus den Staatsspitzen der Länder Italien, 
Großbritannien, Japan, den USA, Frankreich, Deutschland und Kanada besteht. Ihre Gründung 
geht auf eine Initiative des damaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d' 
Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt im Jahre 1975 zurück. ---- Sie wollten ein 
regelmäßiges, informelles Treffen der damals wirtschaftlich stärksten Staaten des 
westlichen Blocks einführen. Das erste Treffen fand, noch ohne Kanada, als 
Weltwirtschaftsgipfel (1975) in Rambouillet/ Frankreich statt. Es etablierte sich, dass 
die Treffen an verschiedenen Orten der beteiligten Länder in einer festen Rotation, die 
sich bis heute nicht geändert hat, stattfanden. Seit den späten 70er Jahren ist auch 
Kanada als festes Mitglied dabei. Ungefähr zu dieser Zeit wurde auch der Name G7 eingeführt.

Der Name Weltwirtschaftsgipfel fiel neben an-
deren Gründen weg, weil die teilnehmenden
Länder zwar einen Großteil der damaligen Wirt-
schaftsmacht stellten, jedoch wie auch heute
noch nur ein Bruchteil der Weltbevölkerung in
diesen Ländern lebte. 1981 kam die heutige EU
als fester, beratender Gast dazu. Es wurden im-
mer wieder andere Länder eingeladen, um der
oben erwähnten Kritik entgegen zu wirken. Die-
se Länder sind allerdings reine Gaststaaten und
können meistens nicht an den Beschlüssen mit-
wirken.

Die eigentlichen Verhandlungen führen nicht
die jeweiligen Staatschef*innen, sondern die
sogenannten Sherpas. Diese sind meistens
Abteilungsleiter*innen der verschiedenen Minis-
terien einzelner Staaten. Über die Jahre haben
sich Vorgipfel wie beispielsweise der Gipfel der
Finanzminister*innen, der dieses Jahr eine Wo-
che vor dem eigentlichen Gipfel in Dresden statt-
findet, etabliert. Diese haben den Zweck, einen
Großteil der Themen im Vorfeld zu verhandeln
und häufig bereits zu beschließen, so dass auf
dem eigentlichen G7 Gipfel nur noch abgenickt
und verkündet wird. Es herrscht eine Art Kon-
sensprinzip. Beschlüsse müssen einstimmig sein.
Es ist allerdings auch möglich, dass der Großteil
der Mitgliedsstaaten einem Beschluss zustimmt
und sich bei dem Rest einfach nicht beteiligt.

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ist
Russland ständiger Gast gewesen. 1998 wurde
der ehemalige Sowjet-Staat offiziell aufgenom-
men. Die G7 wurden zur G8. Aufgrund des Uk-
raine-Konflikts wurde 2014 zuerst das G8-Treffen
im russischen Sotschi boykottiert und an ande-
rer Stelle als G7-Treffen abgehalten. Da die Inte-
ressen der westlichen Staaten auch aus histori-
scher Sicht sich schon immer von den Interessen
Russlands unterschieden, liegt es nahe, dass der
Ukraine-Konflikt nur als Vorwand genutzt wor-
den ist, um Russland loszuwerden. Im Laufe des
Jahres wurde Russland komplett ausgeschlossen.
So sind die Treffen seit 2014 offiziell wieder G7-
Treffen.

Wer wann Gast ist und in die Reihe der Gruppe
aufgenommen wird oder wieder ausgeschlossen
wird, können nur die Gründungsstaaten ent-
scheiden.

Zum Schluss noch ein kurzer Abriss zu den ver-
gangenen Gipfeln und ihren Protesten:

Der erste Gipfel mit einer größeren demonst-
rierenden Menge fand 1985 in Bonn statt. Der
Grund hierfür war unter anderem die zu diesem
Zeitpunkt starke Friedensbewegung. Bei den
nachfolgenden Gipfeln nahm die Anzahl der
Demonstrierenden immer mehr zu. Nach dem
Zusammenbruch des Ostblocks brach der Protest
gegen G7 in den Folgejahren stark zusammen.

1999 fand in Köln das Treffen zum letzten Mal
ohne größere Sicherheitsvorkehrungen in der
Innenstadt statt.

In Genua 2001 fand die von den staatlichen
Machtapparaten initiierten Gegenmaßnahmen
zu den Protesten ihren traurigen Höhepunkt, als
der Demonstrant Carlo Guiliani durch die Poli-
zei erschossen wurde.

Ab 2002 fanden die Gipfel nur noch an abgele-
genen Orten wie Inseln, Berggipfeln oder an
hermetisch abgeriegelten und weit abgesperrten
Orten, wie 2007 in Heiligendamm, statt.

Dies wurde unter anderem damit begründet,
dass sich nach dem 11. September 2001 die Si-
cherheitslage dramatisch verschlechtert hat.
Dies ist sicher nur einer der Gründe.


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