(de) FAU-IAA: Direct Aktion #227 - Partisanen und Milizen -- Des letzten Rätsels Lösung: Partisanen

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Thu Mar 5 11:20:09 CET 2015


Ausgehend von einem emanzipatorischen, das heißt sozialrevolutionären Ansatz versucht 
Roman Danyluk, sich in diesem Buch dem Verhältnis von Gewalt und Emanzipation kritisch zu 
nähern. Der Autor geht dabei zunächst von den realen und gesellschaftlich ungleichen 
Gegebenheiten im bürgerlich-kapitalistischen Staat aus, die er als ein soziales 
Gewaltverhältnis bezeichnet, welches nur durch Ausschlüsse nach innen wie nach außen 
funktioniert. ---- Denkmäler der Partisanengeschichte sind in Slowenien zu finden. Neben 
der damals konspirativen Druckerei im Westen des Landes kann noch heute das 
Partisanenlazarett Franja besucht werden. Gut versteckt wurde das Krankenhaus Ende 1943 in 
der Pasica-Schlucht erbaut. Bis Kriegsende wurden hier über 500 Personen aus etwa 80 
Nationen versorgt. Ausgestattet war das Lazarett, was nach der Chefärztin Dr. Franja 
Bojc-Bidovec benannt wurde, sogar mit einem Röntgengerät.
Roman Danyluk führt den Begriff der sozialen Gegengewalt in seine Erörterungen ein, um die 
Militanz der Ausgegrenzten charakterisieren und sie als Ausdruck der vergangenen wie 
gegenwärtigen Krisenhaftigkeit des Kapitalismus zu interpretieren. Anhand historischer 
Beispiele diskutiert er die politische und soziale Gewaltanwendung des Proletariats und 
der radikalen Linken. Aus der kritischen Analyse dieser geschichtlichen Erfahrungen leitet 
der Autor Kriterien für die Anwendung kollektiver Militanz ab, um schließlich zu 
egalitären Verhältnissen zu gelangen.

Roman Danyluk: Partisanen und Milizen.Zum Verhältnis von Gewalt und EmanzipationVerlag 
Edition AV, Lich 2014, 364 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86841-100-3

https://www.direkteaktion.org/227/partisanen-und-milizen


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