(de) Pressesprecherin der Libertären Gruppe Karlsruhe ZUR SAMMELABSCHIEBUNG VOM BADEN-AIRPARK AM 24.02.2015

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Sun Mar 1 10:42:58 CET 2015


Am 24.02.2015 wurde zum wiederholten Mal Menschen vom Baden-Airpark (Flughafen Karlsruhe 
Baden) in einer sogenannten Sammelabschiebung in einer Chartermaschine abgeschoben. 
Mehrere Gruppen aus Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe haben in den jeweiligen 
Städten und am Baden-Airpark gegen die Abschiebungen demonstriert. ---- In der Nacht zum 
24.02.2015 haben in Freiburg und Heidelberg Mahnwachen und spontane Kundgebungen vor 
Flüchtlingswohnheimen statt gefunden. In Heidelberg konnten durch den engagierten Protest 
von 170 Menschen, Abschiebungen verhindert werden. Ab 1.00 Uhr Nachts harten die 
Unterstüzer*innen vor der Unterkunft aus um sich der Polizei und den Mitarbeiter*innen der 
Ausländerbehörde in den Weg zu stellen. Durch die Blockade konnten keine Menschen aus dem 
Wohnheim geholt werden.

Ab 08:00 Uhr versammelten sich ca. 40 Aktivistinnen am Baden-Airpark. Es wurden 
Redebeiträge gehalten die die deutschen Abschiebepraxis und grundsätzlich die Einteilung 
von Menschen in nützlich und unnütz für die Bundesrepublik kritisierten. Die 
Aktivist*innen machten deutlich dass die Aussage die Herkunftsländer Serbien, Mazedonien 
und Bosnien seine sicher, nicht der Wahrheit entspricht.  Die Menschen die abgeschoben 
wurden sind als Teil einer Minderheit, in den jeweiligen Herkunftsländern rassistischen 
Anfeindungen und einer extrem repressiven Politik ausgesetzt.
Ein Aktivist berichtete von einer Familie die siebzehn Jahre in Deutschland gelebt hat und 
deren Mutter auf die Medizinische Hilfe in Deutschland angewiesen war. Aufgrund der 
fehlenden Versorgung ist diese als Folge ihrer Abschiebung im Herkunftsland verstorben.

Gegen 11:00 Uhr trafen die Busse mit den von Abschiebung betroffenen Menschen, unter 
diesen waren viele Kinder, am Flughafen ein. Auf den Versuch die Busse an der Einfahrt zum 
Flughafengelände zu hindern reagierte besonders eine Polizeieinheit aus Sachsen äußerst 
aggressiv. Ein Busfahrer schreckte nicht davor zurück einen Aktivisten anzufahren. Die 
Firma Eberhardt Reisen aus Pforzheim übernahm bereitwillig und zum wiederholten Male den 
Auftrag die Betroffenen mit ihren Bussen zum Baden-Airpark zu bringen.
Nach Verhandlungen mit der Polizei und im Anschluss an die Blockaden der Busse, war es 
zwei Aktivist*innen möglich mit den Betroffenen in den Bussen Kontakt aufzunehmen. So war 
es möglich den Menschen Kontaktdaten zu antirassistischen Gruppen zu geben, an die sie 
sich nach der Abschiebung wenden können.

„Der Flieger startete um 15.50 Uhr, nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit 
114 Personen, darunter 42 Kindern, an Bord. Aus Baden-Württemberg wurden insgesamt 38 
Personen abgeschoben, außerdem Personen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, dem Saarland 
und Sachsen.“
( Quelle:
www.freiburger-forum.net/2015/02/berich… )
Es ist bekannt, dass ein Mann trotz ärztlich attestierter Reiseunfähigkeit abgeschoben 
wurde. Der Betroffene wurde auf dem Weg zu seiner am selben Tag anstehenden stationären 
Behandlung von der  Polizei abgefangen.

Als libertäre Gruppe verfolgen wir die Idee eine solidarische Gesellschaft ohne die 
Unterdrückung von Menschen  aufzubauen. Ein menschenfeindliches System wie die deutsche 
Abschiebepraxis lehnen wir grundsätzlich ab. Wer kommen will soll kommen. Wer bleiben will 
soll bleiben.

„Leider müssen wir davon ausgehen dass wieder monatlich Sammelabschiebungen vom 
Baden-Airpark statt finden werden. Wir werden da sein und den Versuch wagen diese auf 
Dauer zu verhindern. Die Abschiebepraxis darf auf keinen Fall wie von staatlicher Seite 
gewünscht im geheimen und am besten gar nicht ablaufen!“

Petra Schwarz (Pressesprecherin der Libertären Gruppe Karlsruhe)
http://fda-ifa.org/pressemitteilung-zur-sammelabschiebung-vom-baden-airpark-am-24-02-2015/


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