(de) FAU Berlin, Mall of Shame: Ein Sumpf tut sich auf

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Mon Jul 20 12:51:48 CEST 2015


Nach Presseberichten war Harald Huth, Investor der sogenannten "Mall of Berlin", nicht nur 
Auftraggeber der inzwischen bankrotten FCL, auf deren Baustelle viele migrantische 
Bauarbeiter in einem Geflecht aus Subunternehmen nicht nur ausgebeutet, sondern um ihren 
Lohn auch noch geprellt wurden. Nein, Huth soll die beauftragte Baufirma 
("Generalübernehmerin") seit 2012 praktisch auch kontrolliert haben: Wie die Bild-Zeitung 
unter Berufung auf das ihr vorliegende Insolvenzgutachten berichtet, sei Huth 
Mehrheitseigner der Fettchenhauer Controlling und Logistics (FCL) GmbH gewesen. Am 
kommenden Donnerstag finden die ersten Verhandlungen gegen Subunternehmen der "Mall of 
Shame" vor dem Arbeitsgericht Berlin statt. ---- Zwar dementierte der Mall-Magnat 
entrüstet, dennoch fragt sich der Bild-Reporter, "warum er [Huth] dann trotzdem einen 
detaillierten Einblick in die Buchhaltung der FCL hatte und jede Zahlung durch eigene 
Controllingunternehmen prüfen ließ". (Bild, 30.06.2015) Weiter wird berichtet (B.Z.), die 
bankrotte FCL hinterlasse offene Rechnungen von mehr als 107 Millionen Euro (B.Z., 
05.07.2015), wobei die Insolvenzverwaltung die Forderungen der geprellten Bauarbeiter noch 
nicht anerkannt hat.

Die FAU Berlin hatte nach monatelangen Protesten um die ausstehenden Löhne in Höhe von 
mehreren zehntausend Euro und nach langer Vorbereitung mit ihrer Kanzlei zehn Klagen für 
sieben ehemalige Mall-Bauarbeiter eingereicht. Diese richten sich zunächst gegen die 
Subunternehmen. Die Ansprüche der Arbeiter werden zur Not aber auch gegen die insolvente 
Generalübernehmerin, FCL, und die Huth'sche HGHI geltend gemacht werden. Die nächsten 
Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht Berlin sind für Donnerstag, den 16. Juli 2015 
anberaumt (um 9:45 Uhr, Raum 334).

Klagen gegen Subunternehmer der Mall of Shame

Arbeitsgericht Berlin, Magdeburger Platz 1

Donnerstag, 16. Juli 2015 ab 9:45 Uhr, Raum 334.

Kundgebung der FAU Berlin nach der Verhandlung, ab 10:30 Uhr.


https://berlin.fau.org/news/mall-of-shame-ein-sumpf-tut-sich-auf


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