(de) FAU Berlin Pressemitteilung: Mall of Shame: "Reitsportunternehmer" Andreas Fettchenhauer bleibt im Visier der Gewerkschaft

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Sat Jan 3 15:08:14 CET 2015


Basisgewerkschaft FAU führt Proteste gegen die "Mall of Berlin" (Mall of Shame) weiter. 
---- Im Fall der um den Lohn geprellten Bauarbeiter der "Mall of Berlin" wird die Freie 
ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin neben dem Investor und den Subunternehmen auch weiterhin 
den Bau- und Reitsportmagnaten Andreas Fettchenhauer zur Verantwortung ziehen. Er war mit 
seiner - inwzischen insolventen - Firma Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH (FCL) 
Generalunternehmer an der "Mall of Shame" beteiligt und verantwortlich für die 
Beauftragung dubioser Subunternehmen, die Arbeiter ausgebeutet und um ihren Lohn geprellt 
haben. Unter seiner Aufsicht und der des Investors Harald Huth, entwickelte sich ein 
perfides Ausbeutungssystem beim Bau der "Mall of Berlin", von dem beide keine Kenntnis 
besessen haben wollen. Auch nach der Insolvenz der FCL besitzt Andreas Fettchenhauer 
weiterhin zahlreiche Unternehmen im Baugewerbe und im Pferdesport.

Die Basisgewerkschaft kündigt indes an, den Konflikt auch im neuen Jahr unbeirrt 
fortzuführen - juristisch wie auch durch Aktionen. Entgegen anders lautender 
Medienberichte die vom Ende der Pickets schrieben, wurde bis zum 24. Dezember vor der 
"Mall of Berlin" über den Fall informiert. Am Wochenende informierte die Basisgewerkschaft 
zudem 36 Sponsoren des CSI Neustadt (Dosse), einem Internationalem Reit- und 
Springturnier, über die Rolle von Andreas Fettchenhauer bei der Mall of Berlin. 
Fettchenhauer ist als Sponsor und Betreiber der Graf-von-Lindenau-Halle, in der die CSI 
stattfindet, an dem Event beteiligt.

Aus der "Mall of Berlin" konnte die Basisgewerkschaft indes enormen Unmut vieler Geschäfte 
vernehmen, die sich nicht nur über medial erwähnte "Knebelverträge" beschweren, sondern 
ebenso Umsatzschwierigkeiten erwähnten. Selbst große Ketten sollen sich laut Aussagen aus 
der Mall mit dem Investor in Rechtsstreitigkeiten befinden.

Am 21. November 2014 waren acht ehemalige Mall-Bauarbeiter aus Rumänien in die FAU Berlin 
eingetreten. Noch am selben Tag erklärte die Basisgewerkschaft, mit den Arbeitern und 
neuen Mitgliedern für die Auszahlung der vorenthaltenen Löhne in Höhe von mehreren 
Zehntausend Euro zu kämpfen. Dabei verteilte die Basisgewerkschaft mit den Kollegen über 
vier Wochen bis einschließlich Weihnachten über 37.000 Flugblätter, und gewann online und 
vor Ort weit über tausend Unterschriften gegen die Ausbeutung beim Bau der "Mall of 
Shame", für welche die FAU Berlin insbesondere Andreas Fettchenhauer und Investor Harald 
Huth verantwortlich macht.

Berlin den 30.12.2014

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