(de) FAU-IAA: Direct Aktion #227 - Arbeitskämpfe von Landarbeitern in Südafrika -- Die CSAAWU bittet um Spenden!

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Wed Feb 25 12:27:30 CET 2015


In den kommenden Monaten wird die südafrikanische Gewerkschaft CSAAWU eventuell gezwungen 
sein, aufzuhören. Die CSAAWU hatte sich entschieden, die Rechte der Farmarbeiter zu 
verteidigen, die bei den Aufständen 2012/13 gekündigt worden waren. Sie vertritt etwa 100 
von ihnen. Die CSAAWU brachte die Kündigungen vor Gericht. Es war das erste Mal seit 1994, 
dass Farmarbeiter mit Hilfe einer Gewerkschaft vor dem Arbeitsgericht Klage einreichten. 
---- Das Arbeitsgericht sprach verheerende Urteile für die gekündigten Arbeiter und ihre 
Gewerkschaft. Der Richterspruch verurteilte einzelne Offizielle der Gewerkschaft wegen der 
Unterstützung des Streiks, da ihr Verhalten als rücksichtslos und unverantwortlich 
bewertet wurde. In zwei Fällen wurden der Gewerkschaft mit der Niederlage hohe Kosten 
auferlegt. Während die CSAAWU einen hohen Preis für die Unterstützung der Aufständischen 
zahlen musste, glauben wir immer noch fest daran, dass es niemals falsch sein kann, die 
Streiks der Farmarbeiter gewerkschaftlich zu unterstützen. Erst recht, wenn es um die 
verwundbarsten Arbeiter geht, die sich gegen ihre ausbeuterischen Verhältnisse wehren.

Die CSAAWU bittet um Spenden, da die Handlungsfähigkeit der kleinen Gewerkschaft durch die 
bereits verlorenen Proteste bedroht ist. Alle Informationen zum Konflikt sind der Homepage 
zu entnehmen: csaawu.alwaysdata.net

WARUM DIE TÜREN OFFEN BLEIBEN SOLLTEN: ÜBER DIE CSAAWU

Die Gewerkschaft wurde im Jahr 2006 gegründet und ist eine der wenigen in Südafrika, die 
die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen der Farmarbeiter mit aktiver Organisation 
verbessern will. Die CSAAWU organisiert Arbeiter in der Provinz "Westkap" in Südafrika, 
einer reichen agrarischen Region, die einen bedeutenden Teil des Gesamtanteils des 
Agrarsektors am südafrikanischen BIP ausmacht. Gleichzeitig sind die Farmarbeiter 
Südafrikas einer der am geringsten organisierten Berufsstände im Land. Die Raten liegen 
unter fünf Prozent, und ihnen wurde auch historisch einer der geringsten Löhne gezahlt. In 
den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation für diesen Teil der Arbeiterschaft 
sogar noch verschärft - durch Outsourcing und Zwangsräumungen der Arbeiter aus ihren Farmen.

Die sozialen Strukturen auf den Farmen in Südafrika sind oft eingebettet in ein System von 
rassistischem Patriarchat, das seit Hunderten von Jahren besteht. So werden zum Beispiel 
die Arbeiter auf Weinfarmen üblicherweise mit Alkohol bezahlt, was sie in ein weiteres 
Abhängigkeitsverhältnis bringt. Die CSAAWU versucht, die Arbeiter untereinander zu 
solidarisieren, damit sie diese Strukturen gemeinsam selbst aufbrechen können.

Bearbeitet durch: Michael Rocher

Spendeninformationen:

Einzelspenden sind direkt möglich über die Indiegogo 
www.indiegogo.com/projects/keep-csaawu-doors-open-phase-oneSeite der Kampagne oder durch 
Direktüberweisungen auf das Konto der CSAAWU (Bank: Standard Bank; Kontonummer: 072003596; 
Kontoinhaber: CSAAWU; Branch name: Tyger Manor; Branch code: 050410; SwiftCode: SBZAZAJJ). 
Ihr könnt euch aber auch an der Sammelspende der FAU beteiligen. Die FAU wird die Spenden 
bis zum 31. Januar 2015 für die CSAAWU sammeln und diese dann gemeinsam überweisen. Die 
Kontodaten dafür lauten: Freie Arbeiterinnen Union Postbank Hamburg BIC: PBNKDEFF / IBAN: 
DE94200100200096152201 Betreff: CSAAWU

https://www.direkteaktion.org/227/arbeitskaempfe-von-landarbeitern-in-sudafrika


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