(de) Am 7. Januar 2005 ist der damals 21-jährige Asylbewerber Oury... von libertäre FdA gruppe karlsruhe

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Fri Feb 20 20:14:32 CET 2015


Am 7. Januar 2005 ist der damals 21-jährige Asylbewerber Oury Jalloh an Armen und Beinen 
gefesselt auf einer feuerfesten Matratze in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt. Der BGH 
bestätigte, dass Jalloh in betrunkenem Zustand das Feuer in seiner Zelle selbst gelegt 
haben soll. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh widerspricht dieser Theorie und gab 
ein Brandgutachten in Auftrag – der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass das Feuer von 
einer anderen Person als Oury gelegt werden musste, und das am Tatort vorgefundene 
Brandbild ohne den Einsatz von Brandbeschleunigern nicht nachzustellen war. ---- Die 
Aufarbeitung von Jallohs Tod wurde immer wieder durch die Polizei und Gerichte behindert. 
So sind unter anderem zahlreiche Beweisstücke verschwunden oder nicht berücksichtigt 
worden. Doch es gibt neue Erkenntnisse: “Zehn Jahre nach dem Feuertod von Oury Jalloh 
häufen sich die Hinweise auf ein Verbrechen im Dessauer Polizeirevier. Und offenbar gab es 
Zeugen.” (Junge Welt, 7.1.2015, von Susan Bonath)

Bei der Veranstaltung soll ein Überblick über den Fall Oury Jalloh gegeben werden, es geht 
zudem um aktuelle Entwicklungen wie das Brandgutachten und mögliche Vertuschungen, auch um 
rassistische Polizeigewalt, zudem wird es eine Diskussion zum Umgang mit rassistischen 
Vorgängen in Behörden und bei der Polizei geben.


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