(de) FdA-IFA - Gai Dào #50 - Inhalt + Editorial (en)

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Wed Feb 18 13:42:35 CET 2015


Inhalt ---- 02 Editorial ---- 03 Inhalt ---- Föderation ---- 04 Zum Attentat auf die 
Redaktion Charlie Hebdo ---- 05 Rojava: Die verkannte Revolution -- Der Weg zu einer 
rätedemokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft ---- 08 Statement 
der Anarchistischen Föderation (Britain) zu Rojava ---- Bewegung ---- 11 Auszüge aus dem 
"Anarchistischen Wörterbuch" ---- Kultur & Alltag ---- 12 Die Stadt als umkämpfter Raum: 
Unter dem Pflaster da liegt der Strand ---- 14 Rezension: "Die Erstürmung des Horizonts" 
---- Analyse & Diskussion ---- 17 Die Unvollkommenheit der Kohärenz -- Zweiter Teil ---- 
19 Nationalismus-Debatte:Antwort der GgKN ---- Termine ---- 23 FdA hautnah -- Regelmäßige 
Termine der FdA-Mitglieder

Editorial

Liebe Unverzagte,
das Schreiben des Editorials bedeutet immer ein Zurückblicken auf die vergangenen 4
Wochen. Was ist passiert, was hat mich bewegt, welche Momente und Ereignisse haben
es geschafft, an der - leider - immer wieder vorhandene Resignation ob all der Scheiße
zu rütteln, sei es durch Freude oder Wut. Und - leider zum Zweiten - überwog Letzteres
deutlich. Dabei sprechen mir die Gefährt*innen von Black Mosquito aus der Seele, wenn
sie schreiben:

"Die Katastrophe ist nicht, was kommt, sondern das, was ist. Fast 20.000 durchgeknallte
Rassist*innen wollen das Abendland (nicht nur) in Dresden retten; in Frankreich reichen
ein paar satirische Zeichnungen aus, dass 12 Menschen ermordet werden. Antisemiti-
sche Übergriffe auf jüdisch aussehende Menschen häufen sich. Anschläge auf Flücht-
lingsheime stehen seit Langem auf der Tagesordnung. Alles so ziemlich zum Kotzen,
zum Schreien, zum ...!"

Ja, zum was eigentlich? Verzweifeln? Resignieren? Gar völlig aufgeben? Glücklicher-
weise ist zumindest der Autor dieser Zeilen davon noch weit entfernt, denn solange
der kleine Utopist in meinem Kopf bei solchen Zeilen noch vehement "So weit kommt's
noch!" schreit, heißt meine Antwort auf die Frage: Weiter! Getreu dem alten Motto:
'Solange mit der Scheiße weitermachen, bis die Scheiße aufh ört! Solidarisch, wütend
und widerständig.' Denn bei all der grau-braun-blauen Suppe um uns herum gibt es ja
glücklicherweise viele, wenn auch kleine, Lichtblicke, aus denen mensch Mut, Kraft und
Hoff nung schöpfen kann.

Einige davon sind Thema der Beiträge in dieser Ausgabe. Viele weitere findet ihr in eurer
Umgebung und noch mehr auf den Nachrichtenportalen unserer großen Familie. Einer
sei aus persönlichem Interesse hier besonders erwähnt: Kobanê ist befreit! Die Verteidi-
gungskräfte der Kurd*innen haben es geschafft, den IS aus der Stadt und darüber hinaus
bereits aus einigen weiteren Dörfern zu vertreiben. Natürlich ist nicht aller Tage Abend,
der IS ist nicht verschwunden und auch das Verhalten der Türkei wird in den nächsten
Monaten genau zu verfolgen sein. Aber das soll den aktuellen Erfolg nicht schmälern,
denn wer hätte das bei Beginn der Belagerung schon hoffen können? Deshalb die besten
Wünsche und viel Kraft nach Nordsyrien.

Den geschätzten Leser*innen dieser Jammerzeilen wünsche ich eine interessante Lektü-
re und einen kämpferischen Februar.

Cln für die Redaktion

ps.: Für alle, die nicht des Französischen mächtig sind, hier noch die Übersetzung der
Karikatur auf dem Cover: "Gott existiert nicht... - Doch!"


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