(de) FAU - [Mall of Shame] Blick zurück nach vorn

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Sat Feb 14 12:47:47 CET 2015


Das Jahr ist noch jung, doch die FAU Berlin mobilisierte auch nach dem großem Medienrummel 
im im letzten Jahr zu Aktionen rund um das Thema „Mall of Shame“. Noch immer kämpfen wir 
um die ausstehenden Löhne der Arbeiter aus Rumänien die sich der FAU Berlin anschlossen 
und die am Bau des Konsumtempels „Mall of Berlin“ beteiligt waren. Trotz einstweiliger 
Verfügung, gegen die die FAU Berlin bereits Widerspruch eingereicht hat, setzt die 
Basisgewerkschaft ihre Aktivitäten fort. In den letzten Wochen hat die FAU Berlin in 
diesem Zusammenhang mehrfach protestiert um Verantwortungen zu markieren. Hier eine kurze 
Chronologie des Protests im neuen Jahr. ---- 15. Januar - Aktion beim LIO Lichterfelde 
---- Öffentlich hat sich Investor Harald Huth von der Fettchenhauer Controlling & Logistic 
(FCL) GmbH getrennt. Die Zusammenarbeit sei im Nachhinein „sicher ein Fehler gewesen“, so 
Huth in der Berliner Zeitung vom 11.12.2014.

Anscheinend war diese Aussage in keinsterweise auf den alleinigen Geschäftsführer der FCL, 
dem Geschäftsmann Andreas Fettchenhauer gemünzt, denn dieser ist mit einer anderen 
FCL-Firma, der FCL Fettchenhauer Construction GmbH, beim Bau des Einkaufzentrums LIO 
Lichterfelde (Huth ist auch hier Investor) munter beteiligt, als hätte es das von Medien 
skizzierte Desaster um Baumängel, Brandschutz, nicht bezahlten Firmen nie gegeben. Die FCL 
Fettchenhauer Construction GmbH, deren Geschäftsführer und Namensgeber abermals Andreas 
Fettchenhauer ist, ist beim LIO inklusive eines eigenen Büros vor Ort. Wundern tut uns das 
nicht.

Am 15.01. fand daher eine kleinere Aktion mit ca. 10 AktivistInnen beim LIO Lichterfelde 
statt, PassantInnen und BauarbeiterInnen wurden mit Flyern und in Gesprächen über den Fall 
der „Mall of Berlin“ informiert. Eine Wirkung hatte die Aktion auf jeden Fall: Auf sehr 
unangenehme Weise und inklusive ungefragtem Fotografieren wurden die 
FAU-GewerkschafterInnen gedrängt den Besuch zu beenden.

22. Januar - Besuch bei Metatec in Kreuzberg

Die Ausbeuter des Subunternehmens Metatec-Fundus GmbH sollten nicht denken, dass wir sie 
vergessen haben. Denn seit Anbeginn des Konflikts existieren noch offene Lohnforderungen 
der Bauarbeitern gegenüber diesem Subunternehmen, welches am Bau der „Mall of Berlin“ 
beteiligt war. Deswegen statteten wir dem sich seriös inszenierenden Unternehmen mit Sitz 
in Kreuzberg einen Besuch ab. Über 35 Aktive aus FAU, ASJ und solidarischen Menschen 
versammelten sich in der Prinzessinnenstraße und machten lautstark auf sich und die 
ausstehenden Löhne der Arbeiter aufmerksam. Leider waren die Verantwortlichen erneut nicht 
zu einem Gespräch zu. Spätestens bei den anstehenden Gerichtsprozessen, die von der FAU 
Berlin vorbeireitet werden, werden aber auch sie sich nicht länger verstecken und sich 
ihrer Verantwortung entziehen können.

29. Januar - Hallo Mall of Shame, wir sind wieder da!

Über die Jahreswende war es ein wenig ruhiger – zu ruhig? - vor und in der Mall of Berlin 
geworden. Das Einkaufsgeschäft schien seinen gewohnten Gang zu nehmen. Doch Ende Januar 
protestierten die um ihren Lohn geprellten Arbeiter wieder gemeinsam weiteren KollegInnen 
der FAU Berlin vor der Mall of Shame und informierten KundInnen und PassantInnen über den 
laufenden Arbeitskampf.

In den letzten Wochen des Jahres 2014 organisierte die FAU Berlin viele Aktionen sowohl 
vor der Mall, welche eine große Medienauferksamkeit erlangten, als auch in der Mall, wo 
wir mit den Angestellten diverser Geschäfte ins Gespräch kamen und den Unmut im Center 
nahezu flächendeckend erfahren konnten. Auch bei der ersten Aktion vor der Mall of Shame 
im Jahr 2015 war die Botschaft der knapp 20 Protestierenden eindeutig: „Pay the workers!“

04. Februar - „Gegen die Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen!“

Unter diesem Motto rief die FAU Berlin zu einer Kundgebung am Potsdamer Platz nahe des 
Büros der FCL auf. Zur Erinnerung: Andreas Fettchenhauer, alleiniger Geschäftsführer der 
FCL, erwirkte vor kurzem eine Einstweilige Verfügung gegen die FAU Berlin. Dass wir uns 
davon nicht unterkriegen lassen und dass wir weiterhin für die ausstehenden Löhne unserer 
Genossen kämpfen werden, darauf machten am 04.02. ca. 15 Menschen mit Transparenten, 
Megaphon und erneut vielen Flyern aufmerksam. Auch wenn die Kundgebung merklich unter 
Beobachtung einer gewissen Firma stand war die Botschaft an diesem Tag eindeutig: Still 
not loving FCL!

12.Februar – Huth am Ku‘damm? FAU am Ku‘damm!

Zuletzt besuchte die FAU Berlin mit einem Dutzend FAU-Aktiven ein weiteres Projekt des 
Mall-Investors Harald Huth mit einer Kundgebung vor Karstadt am Kudamm. Die FAU wollte 
damit auch hier KundInnen, PassantInnen und BauarbeiterInnen über die Situation der 
rumänischen Kollegen und Harald Huths Rolle beim Arbeitskampf mit der Mall of Shame 
informieren.



Mall of Shame - Bezahlt die Arbeiter!

https://berlin.fau.org/news/mall-of-shame-blick-zurueck-nach-vorn


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