(de) FAU Berlin - Asylrechtsverschärfung stoppen!
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Thu Apr 16 14:14:22 CEST 2015
Die FAU Berlin unterstützt den Aufruf des Bündnisses für Bedingungsloses Bleiberecht. Die
menschenfeindlichen Gesetzesvorhaben der Bundesregierung dürfen nicht durchkommen! ----
Nach der Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten-Regelung im Herbst 2014 wird jetzt eine
weitere Verschärfung des Aufenthaltsrecht geplant, welche fast jede_n Asylsuchende_n
automatisch zum/zur Gesetzesbrecher_in macht. ---- Seite des Bündnisses für
bedingungsloses Bleiberecht ---- Was die rassistische PEGIDA-Bewegung auf der Straße
fordert ("Die Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und
Abschiebung") will die Bundesregierung nun kompromisslos umsetzen. Eine zugespitzte
Abschieberegelung steht dann auch im Mittelpunkt des "Gesetzentwurfs zur Neubestimmung des
Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung".
Abschiebungen sollen in Zukunft schneller und konsequenter durchgeführt werden, unter
anderem durch eine massive Ausweitung der Abschiebehaft. So könnten Geflüchtete, die
gewisse Anhaltspunkte dafür liefern, dass sie sich einer Abschiebung durch Flucht
entziehen wollen, künftig inhaftiert werden können. Die Liste der Anhaltspunkte ist dabei
so umfangreich ausgefallen, dass fast alle Geflüchteten, die nicht auf dem Luftweg sondern
über einen sogenannten "sicheren Drittstaat" nach Deutschland einreisen, automatisch
dagegen verstoßen "müssen". Insbesondere trifft diese Neuregelung auch Asylsuchende, die
unter die sogenannte Dublin-Verordnung fallen.
Zusätzlich sollen die Möglichkeiten zur Verhängung eines Einreise- und Aufenthaltsverbots
deutlich verschärft werden. So betrifft die zum Beispiel Personen, aus einem "sicheren
Herkunftsland" kommen und deren Asylanträge als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt
wurden, oder wenn die betreffenden Personen der Ausreisepflicht nicht nachgekommen sind,
was faktisch für alle Geduldeten zutrifft. Damit würde die geplante Verbesserung der
Bleiberechtsregelung, wie sie im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde, im gleichen
Atemzug, durch die Hintertür, wieder ausgehölt!
Kritiker_innen des Entwurfs sprechen in diesem Zusammenhang dann auch davon, dass die
neuen Regelungen zur Abschiebehaft wie ein "Inhaftierungsprogramm" für Asylsuchende wirken
können.
Aus diesem Grund wenden wir uns gegen den Gesetzentwurf, der im Juni 2015 in Kraft treten
soll. Wir werden nicht schweigend zuschauen. Wir werden unseren Protest in die
Öffentlichkeit tragen und auch zu den politisch Verantwortlichen. Wir werden diese weitere
Verschärfung des Asylrechts nicht tatenlos hinnehmen.
NEIN zum neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neubestimmung des Bleiberechts und
der Aufenthaltsbeendigung!
Für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen statt Ausgrenzung.
Flucht ist kein Verbrechen!
https://berlin.fau.org/news/asylrechtsverschaerfung-stoppen
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