(de) FDA-IFA -"Unterstützt den Widerstand der Menschen in Kobanê ! Protestaktion gegen die Brutalität der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) in Kobani-Rojava (West- Kurdistan

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Mon Sep 29 11:05:51 CEST 2014


Kundgebung in Karlsruhe Samstag, den 27.09.2014 um 12.00 Uhr Ludwigsplatz in Karlsruhe 
Infostand des kurdischen Vereins von 10.00  bis 15.00 Uhr ---- Der AKI Karlsruhe und die 
iL Karlsruhe rufen ebenfalls zur Kundgebung auf ---- Weder religiöser Fanatismus noch 
Staatsterrorismus - Widerstand gegen Rassismus, Nationalismus und Krieg! ---- Stoppt die 
Massaker der Klerikalfaschisten von IS in Syrien und im Irak! ---- Mit der Losung 
"Solidarität mit dem Widerstand von Sengal bis Kobanê eintreten" haben am 19.9. in mehr 
als 20 Städten in Deutschland Demonstrationen und Kundgebungen stattgefunden, die die 
unmenschlichen Angriffe des IS verurteilen. ---- Der Verein Demokratisches 
Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM) ruft alle Menschen dazu auf, 
sich an den Protesten gegen die aktuellen Angriffe des IS auf Kobane zu beteiligen. Die in 
den letzten Jahren errichtete Selbstverwaltung mit seinen demokratischen Strukturen wird 
nun mit denen im Irak erbeutet schweren Waffen von den Djihadisten angegriffen.

Nachdem der IS sich aus der Region Sengal von den Kämpfern der Volksverteidigungskräfte 
der HPG, YPG-Einheiten, Peshmerga und Selbstverteidigungseinheiten von Sengal 
zurückgedrängt wurde, konzentriert er nun seine Angriffe auf die Region Kobane. Wir 
appellieren an alle demokratischen Kräfte in Deutschland sich mit diesem Widerstand zu 
solidarisieren und an den Demonstrationen teilzunehmen.
Der Widerstand in Kobane gegen die Angriffe des IS, der mit unmenschlichen Methoden 
attackiert, ist ein gemeinsamer Kampf vieler Ethnien. Sie verteidigen gemeinsam die Rojava 
Revolution, die für Freiheit, Gleichberechtigung und das friedliche Nebeneinander 
verschiedener Konfessionen eintritt.

  Stoppt die IS-Angriffe auf Kobanê -  Solidarität mit Rojava
Waffenlieferung der Türkei an den IS hält weiterhin an

Pulverfass Naher Osten / Kurdistan
Der Nahe Osten gleicht weiterhin einem Pulverfass. Die menschenverachtende Organisation 
Islamischer Staat (IS) terrorisiert zunehmend die gesamte Region. Neben den kurdischen 
Gebieten im Nordirak, wo sie fortwährend Kurden (v.a. ezidische), Christen und Turkmenen 
massakriert - Mossul und Tikrit wurden bereits eingenommen - greifen sie seit Mitte 
September wieder verstärkt und mit aller Brutalität die Region Kobane in Nordsyrien an. 
Bereits Mitte des Jahres war das Gebiet Zielscheibe der Terrororganisation.
Allein bis zum 18.09.14 mussten aufgrund der Angriffe des IS 21 Dörfer evakuiert werden, 
tausende Menschen flüchteten. Gerät die Region Kobane unter die Kontrolle der IS sind 
weitere Massaker mit tausenden Toten und hunderttausenden Flüchtlingen vorprogrammiert.

Rojava als demokratisches Modell im Nahen Osten
Kobane ist eines von drei Kantonen in Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien), wo im November 
2013 die Autonomie mit einer demokratischen Verfassung unter Beteiligung aller religiösen 
und ethnischen Gruppen ausgerufen wurde. Mit dem Aufbau der basisdemokratischen 
Selbstverwaltungsstrukturen in Rojava besteht eine demokratische Alternative für den 
gesamten Mittleren Osten, jenseits von nationalistischen, religiös-fundamentalistischen, 
patriarchalen und kapitalistischen Vorstellungen. Zum Schutz dieser demokratischen 
Errungenschaften gründeten die Selbstverteidigungskräfte der Kantone in Rojava mit 
mehreren zur Freien Syrischen Armee gehörenden Kampfverbänden das Bündnis Burkan El Firat, 
um gemeinsam in der Region Kobane gegen den IS vorzugehen.

Türkei unterstützt IS
Dieses demokratische Modell in Rojava ist Terrorgruppen wie El Kaida, El Nusra und IS ein 
Dorn im Auge, ebenso auch regionalen und internationalen Kräften. Medienberichten zufolge 
soll militärisches Rüstzeug mit einem Zug an die türkisch-syrische Grenze gebracht worden 
sein, wo sie von IS-Kämpfern entgegen genommen wurden. Trotz internationalen Drucks 
weigert sich die Türkei, aktiv Stellung gegen den IS zu beziehen. Bereits in der 
Vergangenheit war im Zusammenhang mit Angriffen auf Rojava immer wieder von türkischer 
Unterstützung für die Islamisten berichtet worden. Diese offensichtliche Unterstützung 
durch die türkische AKP-Regierung, die ihre Militärpräsenz an der Grenze zu Kobane 
verstärkt hat, erfolgt vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

Während die Angriffe der Terrormiliz IS im Irak und Südkurdistan Anfang August diesen 
Jahres mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und verurteilt wurden, werden die Angriffe der 
selben Terrorgruppe auf Rojava weitgehend unbeachtet gelassen.

Wir rufen die internationale Öffentlichkeit dazu auf, ihr Schweigen gegen die brutalen 
Angriffe des IS in Rojava zu brechen.  Die internationalen Kräfte müssen dafür sorgen, 
dass die Türkei die offensichtliche Unterstützung der Organisation Islamischer Staat 
unterbindet. Ohne die Unterstützung durch diese Staaten zu unterbinden, wird die IS nicht 
wirksam bekämpft werden können.

Der Kampf gegen den IS darf nicht punktuell und regional, sondern muss global, einheitlich 
und konsequent geführt werden.

V.i.S.d.P.:NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland)
                                   Email: info at navdem.com;  www.navdem.com


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