(de) FAU Berlin - Pressemitteilung, Arbeitslose Ferien, gewerkschaftsfreie Schule?

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Tue Sep 2 14:18:38 CEST 2014


Schwedische Schule in Berlin nutzt Kündigung der Belegschaft um Gewerkschafter 
loszuwerden. ---- Für den kommenden Mittwoch ruft die Freie ArbeiterInnen Union Berlin 
(FAU Berlin) zum Protest vor der schwedischen Schule in Berlin auf. Seit Anfang Juni 
befindet sich die Basisgewerkschaft in einem Arbeitskonflikt mit der schwedischen Schule. 
Diese hatte Ende Mai die gesamte Belegschaft gekündigt. Nun erhielten alle gekündigten 
Beschäftigten eine neue Anstellung - außer einem Lehrer für Sport und Naturwissenschaft 
und einem Hortmitarbeiter, die in der FAU Berlin organisiert sind. ---- Für die FAU ist es 
damit offensichtlich, dass der legitime Protest gegen die Kündigungen abgestraft werden 
sollte. Die Belegschaft wurde in Bevorzugte, Nicht-Bevorzugte und Kündbare gespalten: Wer 
sich ruhig verhielt bekam ein Angebot zu gleichen Arbeitsbedingungen (in einem Fall sogar 
zu Besseren), wer sich solidarisierte, ein Angebot mit schlechteren Arbeitsbedingungen. 
Die Stellen der Gewerkschafter wurden durch neue Mitarbeiter ersetzt - entgegen vorheriger 
Ankündigungen durch die Geschäftsführung.

"Der kirchliche Arbeitgeber hält es hier wohl mit dem Prinzip ,Auge um Auge, Zahn um 
Zahn'", so Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. Die Praxis der Geschäftsführung sollte 
Lehrkräfte und Betreuungspersonal alarmieren - mit seinem Vorgehen schaffte sich der 
Arbeitgeber eine attraktive Machtposition. Wer gegen die Willkür protestierte, konnte im 
gleichen Moment dafür abgestraft werden, die gewerkschaftlich organisierten 
Bildungsarbeiter erhielten einfach kein Wiederanstellungsangebot. ,,Das werden wir nicht 
einfach hinnehmen!" empört sich Matzek. Eine Kündigungsschutzklage läuft bereits, weitere 
Aktionen werden folgen. Am 17. Oktober ist der erste Verhandlungstermin vor dem Berliner 
Kammergericht.

Berlin den 02.09.2014
Schwedische Schule in Berlin nutzt Kündigung der Belegschaft um Gewerkschafter loszuwerden.

Für den kommenden Mittwoch ruft die Freie ArbeiterInnen Union Berlin (FAU Berlin) zum 
Protest vor der schwedischen Schule in Berlin auf. Seit Anfang Juni befindet sich die 
Basisgewerkschaft in einem Arbeitskonflikt mit der schwedischen Schule. Diese hatte Ende 
Mai die gesamte Belegschaft gekündigt. Nun erhielten alle gekündigten Beschäftigten eine 
neue Anstellung - außer einem Lehrer für Sport und Naturwissenschaft und einem 
Hortmitarbeiter, die in der FAU Berlin organisiert sind.

Für die FAU ist es damit offensichtlich, dass der legitime Protest gegen die Kündigungen 
abgestraft werden sollte. Die Belegschaft wurde in Bevorzugte, Nicht-Bevorzugte und 
Kündbare gespalten: Wer sich ruhig verhielt bekam ein Angebot zu gleichen 
Arbeitsbedingungen (in einem Fall sogar zu Besseren), wer sich solidarisierte, ein Angebot 
mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Die Stellen der Gewerkschafter wurden durch neue 
Mitarbeiter ersetzt - entgegen vorheriger Ankündigungen durch die Geschäftsführung.

"Der kirchliche Arbeitgeber hält es hier wohl mit dem Prinzip ,Auge um Auge, Zahn um 
Zahn'", so Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. Die Praxis der Geschäftsführung sollte 
Lehrkräfte und Betreuungspersonal alarmieren - mit seinem Vorgehen schaffte sich der 
Arbeitgeber eine attraktive Machtposition. Wer gegen die Willkür protestierte, konnte im 
gleichen Moment dafür abgestraft werden, die gewerkschaftlich organisierten 
Bildungsarbeiter erhielten einfach kein Wiederanstellungsangebot. ,,Das werden wir nicht 
einfach hinnehmen!" empört sich Matzek. Eine Kündigungsschutzklage läuft bereits, weitere 
Aktionen werden folgen. Am 17. Oktober ist der erste Verhandlungstermin vor dem Berliner 
Kammergericht.

Berlin den 02.09.2014


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