(de) FAU Berlin - Es lebe der Widerstand in Rojava!

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Sun Nov 2 08:39:48 CET 2014


Zum 1.11. rufen unterschiedliche Organisationen zudem zu einem internationalen Aktionstag 
für Rojava auf. Die FAU Berlin ruft dazu auf, sich an diesem Tag wie auch bei anderen 
Gelegenheiten solidarisch zu zeigen! ---- Seit Wochen kämpfen und verteidigen die Frauen- 
und Selbstverteidigungseinheiten die in der mehrheitlich kurdischsprachigen und 
selbstverwalteten syrischen Region Rojava liegende Grenzstadt Kobane gegen den 
reaktionären und fundamentalistischen IS. Der Kampf um Kobane ist für uns mehr als nur ein 
Aufschrei gegen die Gräueltaten des IS und eine Ablehnung eines religiösen 
Fundamentalismus der Leichenberge zurücklässt. Kobane und Rojava stehen für den 
erfolgreichen Versuch des Aufbaus (basis-)demokratischer Strukturen, in einer Koexistenz 
der religiösen und ethnischen Gruppen, und mit einer (in kurdischen Widerstandsbewegungen 
üblichen) grundsätzlichen Frauenpartizipation.

Es lebe der Widerstand in Rojava!

Innerhalb des seit Jahren tobenden syrischen Bürgerkriegs haben in Rojava Schritte nach 
vorn begonnen. Sie mögen noch keine Befreiung von allen Formen der Herrschaft bedeuten, 
aber sie bieten Menschen - nicht nur KurdInnen, sondern auch in der Region heimischen und 
dorthin geflohenen AraberInnen, AssyrerInnen, JesidInnen und weiteren Ethnien - einen 
Raum, in dem eine selbstbestimmte Zukunft möglich wird.

Die Kämpferinnen und Kämpfer von Kobane beweisen eine respekteinflößende Widerstandsmoral. 
Schon mehrfach sah man Kobane dem Fall nahe. Zahlen- und Waffentechnisch unterlegen 
hielten die einheimischen und die eingereisten Kämpferinnen und Kämpfer dem Vormarsch 
stand. Natürlich sind es auch Bombardements von Streitkräften der USA und der Golfstaaten, 
welche die Verteidigung unterstützten, doch Rojava zu verteidigen, und das was es 
ausmacht, steht sicher nicht auf der Agenda dieser Staaten. Genau hier muss die 
internationale Solidarität ansetzen. Inmitten eines blutigen Krieges setzten die Menschen 
in Rojava auf soziale Emanzipationsprozesse statt gesellschaftlichen Niedergang. Für 
emanzipative und soziale Bewegungen, für uns als BasisgewerkschafterInnen und 
AnarchosyndikalistInnen ist Kobane und Rojava ein Bezugspunkt, mit dem wir uns solidarisch 
erklären.

Viele Syndikate der FAU zeigten schon in der Vergangenheit Solidarität und nahmen 
bundesweit an zahlreichen Solidaritäts-Demonstrationen teil. Die FAU Berlin spendete 
zuletzt für blutstillende Arzneimittel und eine Blutbank in Kobane an Medico International 
und ist auch weiterhin gewillt, die Bewegung in Rojava im Kampf gegen den IS zu unterstützen.

Am 1.11. rufen unterschiedliche Organisationen zudem zu einem internationalen Aktionstag 
für Rojava auf. Die FAU Berlin ruft dazu auf, sich an diesem Tag wie auch bei anderen 
Gelegenheiten solidarisch zu zeigen!

Der Aktionstag: 
http://civaka-azad.org/internationaler-aktionstag-fuer-die-solidaritaet-mit-kobane/


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