(de) Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen - Krieg ist das Lebenselixier des Staates

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Tue May 20 10:46:23 CEST 2014


In der heutigen Welt ebenso wie in der Vergangenheit stellen Kriege eine Notwendigkeit für 
Staaten dar, um ihre Herrschaft über andere Teile der Welt zu sichern; um ihre eigenen 
Bevölkerungen hinter sich gegen einen äußeren Feind zu vereinen; um ihre eigenen 
Rüstungsindustrien anzukurbeln, die ein immer stärker werdender Teil ihrer eigenen 
Ökonomien sind. ---- Vermehrt zwingen riesige Firmen und Finanzinstitutionen wie der IWF 
und die Weltbank in Zusammenarbeit mit Staaten wie den USA, Frankreich, China, Russland 
etc. anderen ihre ökonomische Herrschaft durch militärische Gewalt auf. Zudem führt die 
Entwicklung der Atomindustrie zu einer nuklearen Gesellschaft der Kontrolle und 
Zentralisierung und zu einer sich anbahnenden Gefahr für das menschliche Leben und die 
Umwelt. Neue Technologien (Drohnen etc.) werden genutzt, um mehr und mehr Menschen zu 
ermorden und die staatliche Überwachung zu erhöhen, beispielsweise die Überwachung der 
Grenzen der Festung Europa gegen die Einwanderung von Menschen aus Afrika.

Die Suche nach Ressourcen für diese Industrien vergrößert den Kampf der verschiedenen 
Machtblöcke um die Kontrolle von wichtigen Rohstoffquellen wie Uran, Öl und anderen 
Rohstoffen. Krieg ist eng verbunden mit Umweltzerstörung, wie im Fall der Entlaubung des 
Urwalds während des Vietnamkriegs und der riesigen Umweltzerstörung während des Golfkriegs 
durch die Bombardierung von Ölraffinerien.

Krieg beinhaltet die Vertreibung von ganzen Bevölkerungen, erzwingt Migration und das 
Errichten von riesigen Flüchtlingslagern. Er verursacht Hungersnöte durch Angriffe auf 
Ernten. Massenhafte Vergewaltigungen werden gezielt als Mittel des Terrors eingesetzt und 
sie sind ein Symptom für die verzerrte Maskulinität, die der Militarismus erzeugt.

Neben der Erfindung von Bedrohungen wie dem islamischen Fundamentalismus und wieder einmal 
der des russischen Bärens bzw. der westlichen imperialistischen Aggression wird die Gefahr 
der Unordnung im Inneren, die oft vom Staat selbst hervorgerufen wird, dazu genutzt, einen 
Feind im Inneren zu postulieren. Der innere Feind - ob Jugendbanden oder politische 
Gruppen - rechtfertigt schließlich die wachsende Militarisierung der Gesellschaft und 
damit die verstärkte Präsenz von Truppen in den Straßen sowie an Transportknotenpunkten 
und die stärker werdende Militarisierung von Polizeikräften. Die konkurrierenden 
Machtblöcke - USA, Russland, China, Europäische Union etc. - streben ihre eigenen Sphären 
des globalen Einflusses an, was zu einer Erhöhung der Spannungen führt, wie man am 
Beispiel der Ereignisse in der Ukraine sehen kann.

Wir stellen uns gegen die Militarisierung der Gesellschaft und dem Kriegstreiben. 
Auseinandersetzungen um Grenzen werden von Machtblöcken und Nationalstaaten als Mittel 
genutzt, um Konflikte auszulösen. Die Antwort darauf kann nicht ein Mikro-Nationalismus 
sein (Schottland, Katalonien etc.) mit der Entwicklung von neuen kleinen Staaten mit ihren 
eigenen bewaffneten Kräften, sondern eine freie Föderation der Menschen, mit der 
Zerstörung der Rüstungsindustrie, der Auflösung der Armeen, dem Wegfall von Grenzen und 
der Abschaffung vom Kapitalismus selbst. Auf praktischer Ebene entgegnen wir ihrem Drang 
zum Krieg sowie zur Militarisierung der Gesellschaft mit Kampagnen gegen militärische 
Rekrutierung, Unterstützung von Deserteur*innen und Kriegsgegner*innen, zivilem Ungehorsam 
sowie Blockaden und Streiks gegen Lieferungen von Rüstungsgütern und Armeen.

Gegen alle Grenzen!
Gegen jeden Krieg!
Für ein Teilen aller Ressourcen mit der Bevölkerung des gesamten Planeten!
Krieg dem Krieg!

Internationale der Anarchistischen Föderationen (IFA / IAF)


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