(de) [FAU Berlin] [Pressemitteilung] Böll-Stiftung muss Arbeitsvertrag voll übernehmen

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Mon Mar 31 16:09:49 CEST 2014


Grüne Stiftung verweigert weiter Gespräche mit FAU Berlin. Derweil unterliegt sie vor 
Gericht: Die Böll-Stiftung muss den ersten der ausgelagerten Arbeitsverträge voll 
übernehmen. ---- Nach der gerichtlichen Feststellung von illegaler Leiharbeit bei der 
grünen Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) im September 2013, bestimmte das Arbeitsgericht Berlin 
am 20. März 2014 erstinstanzlich die Arbeitszeit und Eingruppierung eines Mitarbeiters, 
der mit Unterstützung der FAU Berlin gegen die grüne Stiftung geklagt hatte: Die 
Arbeitszeit wird, wie von dem Mitarbeiter Michael R. verlangt, auf 10 Wochenstunden 
festgesetzt; die Eingruppierung in die niedrigste TVöD-Entgeltgruppe korrigierte das 
Gericht jedoch nicht. Immerhin, der Versuch der HBS, die neuen MitarbeiterInnen - durch 
die Zuteilung von nur wenigen Arbeitsstunden - schnell wieder los zu werden, ist damit 
gescheitert.

Der Böll-Stiftung stehen noch weitere ähnliche Verfahren ins Haus, die
sich vermutlich an dem Urteil orientieren werden. Der Versuch der HBS,
mit Leiharbeit und Outsourcing Geld zu sparen, ist also gründlich schief
gegangen.

Die FAU Berlin wirft der Böll-Stiftung zudem gewerkschaftsfeindliches
Verhalten vor. Während die meisten KollegInnen nach dem Teilurteil im
September an ihre alte Arbeitsstelle zurückkehren konnten, wurden zwei
scheinbar besonders verdächtige Kollegen in eine Außenstelle versetzt -
geltende Betriebsvereinbarungen zu Arbeitszeiten werden auf sie nicht
angewendet. Die Basisgewerkschaft fordert ein Ende dieser
disziplinarischen Rechtsverstöße, und sie fordert zudem feste
Arbeitsverträge für alle Beschäftigten der grünen Stiftung nach TVöD.
Anfang März rief die FAU Berlin daher bundesweit und international zu
Protesten an die Adresse der HBS-Geschäftsführung auf. Allein in der
Bundesrepublik wurde diese Aktion von mindestens 14 FAU-Syndikaten
getragen.

Markus Weise, Gewerkschaftssekretär der FAU Berlin, kommentiert die
Niederlage der HBS-Führung: ,,Das hätte sie auch einfacher haben können.
Indem sie auf die berechtigten Forderungen der FAU Berlin eingegangen
wäre, ja überhaupt erstmal ernsthafte Gespräche geführt hätte.
Insbesondere im Rest Europas stößt diese Blockadehaltung der
Böll-Stiftung auf großes Unverständnis. Schließlich ist
Gewerkschaftspluralität in den meisten EU-Ländern gängige Praxis."


Berlin den 29.03.2014

Pressesekretariat der FAU Berlin
Andreas Förster (Stellvertr.)
faub-presse at fau.org
Mobil: 0151 633 750 32
http://berlin.fau.org/presse


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