(de) FAU Berlin, Pressemitteilung: Schöne grüne Arbeitswelt? Geldverschwendung! (en)

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Sun Jun 29 14:34:03 CEST 2014


Kundgebung am 27. Juni: Für bessere Arbeit in der Böll-Stiftung ---- Die Basisgewerkschaft 
FAU Berlin ruft für den morgigen Freitag, den 27. Juni, zu einer Kundgebung vor der grünen 
Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) auf. Der Konflikt schwelt seit gut einem Jahr. Jahrelang 
hatte die HBS den Veranstaltungs-Umbau und das Catering in ihren Räumen über illegale 
Leiharbeit organisiert. Inzwischen wurde die HBS in einem von der FAU Berlin angestrengten 
Prozess dazu verurteilt, die betroffenen Kollegen direkt zu beschäftigen (Arbeitsgericht 
Berlin, 5.9.2013). Ähnliche Gerichtsverfahren sind mit Unterstützung von Verdi gegen die 
Bundesstiftung Jüdische Museum Berlin anhängig; in beiden Fällen waren die Beschäftigten 
bei demselben Subunternehmen angestellt.

Nachdem das Arbeitsgericht Berlin nun, im Falle der HBS, genaue Konditionen für die 
erkämpften Anstellungen festgesetzt hat (20.3.2014), hat sich die grüne Stiftung vor 
kurzem entschieden, Berufung einzulegen und den Konflikt in die Länge zu ziehen. Damit 
wird die mit öffentlichen Mitteln finanzierte Stiftung erneut einen mindestens 
vierstelligen Betrag an Steuergeldern für den juristischen Kampf gegen Arbeitnehmerrechte 
ausgeben.

Anlass für die Kundgebung am 27.06. ist der Auftakt des Kongresses "Baustelle Neuer 
Generationenvertrag" in der HBS. Gerade weil die betroffenen Kollegen eher einer jüngeren 
Generation angehören als der Großteil der HBS-Beschäftigten, stellt sich die Frage, ob die 
grüne Vorstellung eines "neuen Generationenvertrags" so aussieht, dass die Jüngeren in 
Leiharbeit und Outsourcing arbeiten.

Denn nach wie vor setzt die HBS -- nun offenbar ohne Gesetzesverstöße -- auf Leiharbeit 
und bezahlt also einige KollegInnen deutlich schlechter als andere. Zudem richtet sich die 
HBS in einer Art Zermürbungsstrategie gegen die gewerkschaftlich aktiven Beschäftigten und 
FAU-Mitglieder. So arbeiten zwei der drei Erstkläger, anders als früher, ohne sinnvolle 
Beschäftigung in einer Außenstelle -- für nur gut zwei Stunden pro Woche. Des Weiteren 
haben vier von sieben klagenden HBS-Beschäftigten in den letzten Monaten insgesamt sechs 
Abmahnungen erhalten. All das ist aus gewerkschaftlicher Sicht nicht akzeptabel.

Der vollständige Aufruf der FAU Berlin zur Kundgebung am 27. Juni, inklusive der 
Forderungen der Basisgewerkschaft, findet sich auf 
https://berlin.fau.org/news/kundgebung-am-27-juni-schluss-mit-den-schikanen-fuer-bessere-arbeitsbedingungen-in-der-heinrich-boell-stiftung.

Berlin den 26.06.2014
-- 
Pressesekretariat der FAU Berlin
Andreas Förster (stellv.)

E-Mail: faub-presse at fau.org

Mobil: 0151 633 750 32

Web: http://berlin.fau.org/presse


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