(de) FdA/IFA Gai Dào #42 - Auflösungserklärung -- Anarchistische Föderation Berlin - AFB

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Sun Jun 8 15:34:32 CEST 2014


"Irgendwann merkt man immer, wenn's das war ..." (Oma Hans) ---- Hiermit gibt die 
Anarchistische Föderation Berlin (AFB) ihre Auf­lö­l sung­lbe­l kannt. ---- Die AFB wurde 
in der Wal purgisnacht 2006 gegrün det und war der Versuch einer Ver netzung 
anarchistischer Struktu ren und Per sonen in Berlin - ein Ziel, das zeit wei lig mehr, 
während längerer Pha sen weniger erreicht wurde. Statt einer Ver netzung, die 
hauptsächlich von Gruppierungen getragen wurde, spielte sie häu fig die Rolle einer 
Metastruktur von Ein zelpersonen und we nigen Delegierten. ---- Im Laufe der acht Jahre 
ihres Bestehens wurden zahlreiche Projek te initiiert, die regional und überregional 
Bedeutung erlang ten. Dazu gehören das "Do kument A - Anarchistische Jahrbuch", das 
ursprünglich als Rückblick auf die anarchistischen Aktivitäten in Berlin von 2007 von der 
Gruppe "An archistInnen aus deiner Umgebung" (Anadu) initiiert wurde.

Es erschien bis zum Rückblick auf 2012 insgesamt sechs Mal, wobei die
Zusam menstel lung all jährlich tat kräfig von der AFB unterstützt wurde.

In Kooperation mit der So ligruppe "Atenco Resiste" gelang es der Födera-
tion im Ja nuar 2007, ein Treffen des damaligen mexi kanischen Prä siden-
ten Cal derón mit Wirtschafsleuten im "Haus der deutschen Wirt schaf"
in Berlin zu verhindern. Der mexi ka nische Prä sident der rechten PAN-
Partei sagte die Feierlichkeiten aufgrund einer Demons trationen aus "Si-
cherheitsgrün den" ab.

2009 wurde ein kontrover ser an archistischer Kongress in Berlin ausge-
richtet, der bis zu 500 Menschen in die Stadt lock te und trotz einer medial
herbeigeführ ten Verweigerung der Räume in der Tech nischen Universi-
tät unter prekäreren Be dingungen in der New Yorck im Be thanien durch-
geführt wurde.

Jahrelang dienten von der AFB orga nisierte offene anarchistische
Stammtische (zwei Mal im Monat) als Anlauf punkt für später weiter in
anderen anarchistischen Strukturen ak tive Men schen.
Die Umstruk tu rierung zur Mi ni-Föderation in 2010 führ te zur Bildung
neuer Gruppen, die zum Teil bis heute noch aktiv sind (A-Radio Berlin
und GruppeX mit ihrem Reader "Game over - Politisch aktiv, ohne ka-
puttzugehen").

Ab 2010/11 war die AFB schließ lich stark am Auf au bzw. der Er neue-
rung überregiona ler Vernetzungsstruktu ren im Rah men der heutigen
"Föde ration deutschsprachiger Anarchist*innen" (FdA) betei ligt.
Im Mai 2014 gab die Föderation das An archistische Wörterbuch heraus,
ein Nachschlagewerk für alle, die mehr über an archisti sche Theorie und
Praxis er fah ren möchten.

Zuletzt wurde die AFB allerdings lange Zeit nur von einer Handvoll
Men schen getragen, die besonders in den letz ten Monaten ihre we ni-
gen freien Kapazitäten lieber in Hausprojekte, Kiezin itiativen und Basis-
gruppen ge steckt haben und dort, wie auch in Me diengruppen, zukünfig
verstärkt tätig sein werden.

Die AFB als Struk tur der sowieso privat be kannten Menschen aufrecht
zu erhalten, scheint vor die sem Hinter grund nicht sinnvoll. Daher wurde
auf dem Ple num am 4. Mai 2014 die Auf ö sung der AFB beschlossen.
Wir dan ken allen, die uns die letzten acht Jahre mit Tatkraf und Sym-
pathie un terstützt haben!

Wir halten weiter hin an der Idee fest, dass eine kontinuier-
liche Ver netzung libertärer Gruppen in Berlin und dar über
hinaus sinnvoll ist. Wir wünschen allen zukünftigen derar-
tigen Projek ten viel Kraft!

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Auflösungserklärung -- Emanzipatorische Gruppe Konstanz

Aus und vorbei - die deutsche Provinz hat auch uns erledigt!

Wir lösen uns nach gut 3 Jahren politischer Arbeit auf, um Platz für
neue linke Organisierungsversuche zu machen. Die Gründe sind viel-
fältig und für Uni-Städte wie Konstanz auch nicht außergewöhnlich.
Gegen die deutschen Zustände werden wir auch weiterhin aktiv bleiben
- wenn auch anderswo oder in anderer Form.

Unser Blog wird als Archiv erst einmal erhalten bleiben. Unter unserer
E-Mail-Adresse werden wir noch eine Weile zu erreichen sein.
Für linke, außerparlamentarische Politik in Konstanz meldet euch beim
Aktionsbündnis Abschiebestopp oder bei der Jugend-Antifa Konstanz.

Der Kampf geht weiter - so oder so!


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