(de) FAU-IAA - Böll-Stiftung: Aktion nach weiterer Gesprächsblockade (en)

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Mon Jan 27 16:29:46 CET 2014


Am 18. Januar fand in Berlin die Demo gegen die Agrarindustrie statt. Im Nachgang hatte 
die HBS zum gemeinsamen Suppeessen mit Diskussionsmöglichkeit geladen. Einige 
Aktivistinnen der FAU Berlin nutzten diese Möglichkeit, um die Menschen auf die schlechten 
Arbeitsbedingungen in der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) aufmerksam zu machen und über das 
gewerkschaftsfeindliche Verhalten der HBS Geschäftsführung zu informieren. Von dem 
Infomaterial blieb nichts übrig. Die überraschten Reaktionen (,,So etwas passiert hier?") 
verdeutlichten erneut, dass die Stiftung einen Ruf genießt, dem sie nicht gerecht wird - 
ein Umstand, über den die FAU Berlin an diesem Tag erneut aufklären konnte. Denn noch 
immer weigert sich die HBS, mit der FAU Berlin in Verhandlungen zu treten, obwohl diese 
als im Betrieb vertretene Gewerkschaft aktiv in den Konflikt eingreift und auf ihr Recht 
besteht, ihre Mitglieder vertreten zu können.

Just wenige Tage zuvor hatte die Gewerkschaft diesen Anspruch geltend gemacht. Sie 
forderte die HBS auf, die Arbeitszeiten für eines ihrer Mitglieder, welches aktuell zu 
absurden Bedingungen in einer Außenstelle beschäftigt wird, umzulegen. Die Stiftung 
verstößt mit den derzeitigen Arbeitszeiten des FAU-Mitglieds gegen hausinterne 
Gleitzeitregelungen.

Doch aus der Personalabteilung ließ man nur verlauten, dass auch weiterhin sämtliche 
Kommunikation über Anwälte laufen wird und der FAU damit ihr Vertretungsrecht abgesprochen 
wird - selbst wenn es, wie in diesem Fall um simpelste Arbeitsangelegenheiten geht, bei 
denen die Stiftung gegen ihre eigene Bestimmungen handelt. Das ist grotesk, wenn man 
bedenkt, dass sich die Stiftung in ihrem Jahresbericht von 2012 als ,,attraktiven 
Arbeitgeber" rühmt, der ,,selbstbestimmtes Gestalten der Arbeit" ermögliche und dessen 
Geschäftsführung einen ,,partizipativen" Führungsstil als Grundsatz pflege. Wie im Verlauf 
der letzten Monate festgestellt werden konnte: Ein Lippenbekenntnis, welches nicht zuletzt 
für das technische Personal kaum realen Wert hat.

Nach gut informierten Quellen versucht die Geschäftsführung der HBS derzeit die FAU Berlin 
mit weiteren Schritten aus dem Betrieb fernzuhalten. Die Chefetage ließ dazu wohl ein 
anwaltliches Gutachten erstellen, das es dem Betriebsrat ermöglichen soll, die 
kämpferische Gewerkschaft von der Betriebsversammlung fernzuhalten. Wenn dies stimmen 
sollte, wäre dies eine weitere Eskalation, welche die gewerkschaftsfeindliche Haltung der 
Geschäftsführung zum Ausdruck bringt. Eine Einladung des Betriebsrates zur 
Betriebsversammlung am 21. Januar stand bis zuletzt aus.


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